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„Marc-Museum als Ort der Ruhe wahrnehmen“: Yoga-Kurse kommen sehr gut an

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Der Park des Franz-Marc-Museums wird im Juni um eine Bronze-Skulptur von Tony Cragg erweitert. Foto: archiv
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Die Yoga-Kurse im Franz-Marc-Museum erfreuen sich großer Beliebtheit. Deshalb werden sie auch weiterhin angeboten. Zudem wird der Audioguide für Kinder in Zusammenarbeit mit der Grundschule ausgeweitet.

VON CHRISTIANE MÜHLBAUER

Kochel am See – Am Wochenende wurde die neue Ausstellung über Ernst Heckel im Kochler Franz-Marc-Museum eröffnet (wir berichteten überregional). Museumsleiterin Cathrin Klingsöhr-Leroy ist stolz, den Besuchern auch eigene Forschungsergebnisse präsentieren zu können: Etwa ein Aquarell, das von Erich Heckel stammt, bislang aber Pechstein zugeordnet wurde. Außerdem sind Postkarten, die sich Franz Marc und Erich Heckel schrieben, zu sehen.

Im Museum laufen derzeit die Vorbereitungen für den Aufbau der neuen Skulptur des international renommierten Bildhauers Tony Cragg. Die rund 3,5 Meter hohe Bronze-Skulptur soll im Park mit Blickrichtung Kochelsee aufgestellt werden und die Skulptur „Torso-Ast“ von Per Kirkeby ergänzen.

Der Termin für die Aufstellung ist am 2. Juni, sagte Klingsöhr-Leroy beim Presserundgang durch die neue Ausstellung. Tony Cragg war vor wenigen Tagen in Kochel zu Gast, um den Platz in Augenschein zu nehmen und einen Sockel aufzustellen und auszurichten. „Cragg ist sehr zufrieden“, konnte die Direktorin lächelnd berichten. Parallel zur neuen Skulptur werde man im zweiten Obergeschoss dann andere Werke des Bildhauers präsentieren. Dafür sind aber noch Vorarbeiten notwendig. Es werde, sagte Klingsöhr-Leroy, wohl gar nicht so leicht werden, die Skulpturen in den zweiten Stock des Museums zu befördern. Jedenfalls wurde Craggs Anwesenheit gleich genutzt, um den Künstler für eine Erweiterung des Audioguides zu interviewen. „Er erzählt einiges über den Park und über das Verhältnis zwischen Zeichnung und Skulptur sowie über seine Materialien.“

In den kommenden Monaten soll auch der Audioguide für Kinder erweitert werden. Hier arbeitet das Franz-Marc-Museum seit jeher mit den Kochler Grundschülern zusammen. „Die Schüler dürfen sich aussuchen, welche Bilder sie vorstellen“, sagt Klingsöhr-Leroy. Wünschenswert wären noch einige Bilder, die ständig im Museum zu sehen sind, etwa „Große Landschaft“ von Franz Marc, „Parksee“ von Erich Heckel oder „Blaue Artisten“ von Ernst Ludwig Kirchner. Die Kinder dürfen selbst entscheiden, ob sie dazu eine Geschichte oder einen Dialog entwerfen oder lieber mit Musik arbeiten. Im Sommer soll es fertig sein. Grundsätzlich, sagte Klingsöhr-Leroy, werde der Kinder-Audioguide sehr gut angenommen. Er dient dazu, dass die Jugendlichen ihren eigenen Weg durchs Museum finden, während die Eltern bei anderen Bildern verweilen. „Und das klappt gut“, sagte die Direktorin. „Man sieht immer wieder, wie sich die Kinder sehr gut mit sich selbst und mit den Geschichten zum Zuhören beschäftigen.“

Gut angenommen wird auch das jüngste neue Angebot, nämlich die Yoga-Kurse. Das Marc-Museum zählt zu den wenigen Museen in Deutschland, die das überhaupt machen, befindet sich aber international in guter Gesellschaft, denn unüblich ist so ein Angebot nicht. Für Klingsöhr-Leroy ist es ein Kontrapunkt zum medialen Angebot, auf das in anderen Museen großen Wert gelegt wird. Sie hingegen möchte, dass man das Haus in Kochel als „einen Ort für Ruhe und Konzentration wahrnimmt, in dem man mit Kunst und Natur in Dialog treten kann“. Die nächsten Termine sind am 2., 17. und 30. März sowie am 7. April.

Für Yoga muss man sich anmelden, und zwar unter Telefon 0 88 51/ 92 48 80 oder E-Mail besucherdienst@franz-marc-museum.de. Der Kurs dauert von 10 bis 10.45 Uhr und kostet 18 Euro.

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