Neufreimann

Grüne wollen erstes Solardach für Radweg in München: Anlage soll Schulzentrum mit Strom versorgen

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Ein Radweg mit Solardach in Freiburg.
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Die Grünen wollen Münchens ersten Radweg mit Solardach errichten. Entlang der Heidemannstraße könnte das Projekt starten. Ein Beispiel aus Freiburg dient als Vorbild.

München – Entlang der Heidemannstraße könnte Münchens erster Radweg mit einem Solardach entstehen. Die Grünen haben die Verwaltung um Prüfung gebeten. Als Vorbild dient ein Beispiel aus Freiburg. Am dortigen Messegelände ist ein 300 Meter langer Radweg mit 900 Solarmodulen überdacht worden. Angaben der beauftragten Firma badenova zufolge können die Module bei einer maximalen Leistung rund 280 000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen, was dem Jahresstrombedarf von mehr als 180 Personen entspricht.

In der ehemaligen Bayernkaserne soll ein neues Stadtquartier für bis zu 15 000 Menschen entstehen

In München böte sich laut Grünen die Möglichkeit, ein ähnliches Projekt zu starten – und zwar an der ehemaligen Bayernkaserne. In Neufreimann entsteht in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier für bis zu 15 000 Menschen. Daher wird die Tram 23 in den nächsten vier Jahren von Schwabing Nord in Richtung Kieferngarten verlängert. Die neue Trasse führt auch über die Heidemannstraße.

Der Bauausschuss des Stadtrats hatte bereits im Oktober den Bau einer Lärmschutzwand auf diesem Abschnitt beschlossen. Zwischen Maria-Probst-Straße und Werner-Egk-Bogen werden die Trambahnlinien zudem mittig verlaufen und von Baumreihen gesäumt sein. Daran anschließend verlaufen nördlich und südlich jeweils zwei Autofahrspuren. Auf der Nord- sowie der Südseite wird der Radweg von den Autospuren künftig durch einen Grünstreifen getrennt. Im Süden sollen neben dem Fußweg Bäume zum Schattenspenden gepflanzt werden.

Grüne wollen erstes Solardach für Radweg in München: Strom soll Schulzentrum versorgen

Die Grünen können sich vorstellen, dass der Radweg auf beiden Seiten der Heidemannstraße mit Solarmodulen überdacht werden kann. „Wir schaffen an der Heidemannstraße ein großes Plus für die Schulwegsicherheit“, sagt Stadtrat Florian Schönemann. „Kinder müssen nicht mehr direkt an der Straße entlang radeln, das ermöglicht ihnen einen selbstständigen Weg zur Schule – und schafft für die Eltern ein gutes Gefühl.“ Zusätzliche Bäume würden zudem Schatten spenden und hätten eine positive Wirkung aufs Stadtklima. „Gerne würden wir auch eine weitere Win-Win-Situation ermöglichen, indem wir an der Heidemannstraße den Radweg mit Photovoltaik überdachen. So könnten wir das nahe Schulzentrum mit Strom versorgen und den Radweg im Sommer angenehm beschatten.“

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