Einstimmiger Beschluss

Peiting erweitert Krippe um zwölf Plätze

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Die Krippe im Therse-Peter-haus für Kinder wird erweitert. Das neue Modul wird an den bereits bestehenden Bau (graues Dach) angedockt.
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Krippenplätze in Peiting werden knapp, jetzt reagiert die Gemeinde: Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Erweiterung des Therese-Peter-Haus für Kinder um eine Krippengruppe beschlossen.

Peiting – 36 Plätze bietet die gemeindliche Krippe im Therese-Peter-Haus für Kinder aktuell – keine kleine Zahl, doch die Nachfrage ist so groß, dass die Einrichtung derzeit voll belegt ist. „Wir sind am Limit angelangt“, sagte Bürgermeister Michael Asam in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Noch hatte der Rathauschef zwar keine aktuellen Zahlen vom Tag der offenen Tür parat, an dem die Eltern Ende März ihre Kinder für das nächste Kindergartenjahr im September anmelden konnten. Doch dass sich die Situation entspanne, sei nicht zu erwarten. „Spätestens im Jahr drauf bekommen wir ein Platzproblem“, prognostizierte Asam. Auf sein Geheiß hat die Verwaltung deshalb in den vergangenen Wochen die Kosten für eine Erweiterung der Einrichtung ermitteln lassen. Das Ergebnis: Zwischen 450 000 und 500 000 Euro koste der Anbau eines weiteren Moduls, rechnete Marktbaumeister Fabian Kreitl vor.

Dass dies überhaupt ohne weiteres möglich ist, liegt daran, dass die Gemeinde schon 2012 bei den Planungen für den Neubau die Erweiterung der Einrichtung um eine weitere Gruppe vorsehen ließ. „Dass der zweite Bauabschnitt so schnell kommen würde, hat man damals freilich nicht gedacht“, blickte Kreitl zurück.

Spielplatz wird verlegt

Angebaut werden soll das neue, rund zwölf Meter breite Modul auf der Südseite des Bestandbaus. Dafür müsse man zwar leicht in den Vorplatz der Mehrzweckhalle eingreifen, wies der Marktbaumeister hin. Aber das sei von den Platzverhältnissen her kein Problem. Weichen muss zudem der kleine öffentliche Kinderspielplatz, der sich in diesem Bereich befindet. Doch auch hier gebe es bereits eine Lösung. Auf der südlich angrenzenden Wiese sei genug Platz, um ihn dorthin zu verlegen, sagte Kreitl. Ein Vorschlag, den Christian Lory begrüßte. „Der ist sehr gut frequentiert“, wusste der Gemeinderat (Unabhängige), der auch das Projekt an sich lobte. „Das ist eine wichtige Investition.“

Norbert Merk (CSU) erinnerte daran, dass es 2012 die CSU gewesen sei, die für einen Krippen-Neubau plädiert habe – sogar mit vier Gruppen, wovon erst einmal nur drei umgesetzt wurden. „Davon profitieren wir jetzt“, räumte der Bürgermeister neidlos ein.

Thomas Elste (Grüne) riet mit Blick auf die angespannte Lage am Arbeitsmarkt, frühzeitig an das nötige Personal zu denken. Das werde man tun. „Es ist ja nicht der erste Kindergarten, den wir bauen“, antwortete der Rathauschef.

Einstimmig brachte das Gremium die Erweiterung auf den Weg. Noch in diesem Jahr sollen laut Marktbaumeister Kreitl die Arbeiten ausgeschrieben werden, damit 2020 die Bagger rollen können. Spätestens zum Kindergartenjahr 2020/2021 soll das neue Modul mit zusätzlichen zwölf Krippenplätzen dann bezugsfertig sein.

Doch nicht nur in Sachen Krippe gibt es Handlungsbedarf in Peiting. Man werde sich demnächst angesichts der kommenden sehr kinderreichen Jahrgänge auch über die Regelplätze in den Kindergärten unterhalten müssen, kündigte Geschäftsleiter Stefan Kort schon einmal an. Noch in dieser Woche stehe ein Gespräch mit den Trägern an. Dabei gehe es auch um integrative Plätze. „Da haben wir zu wenig.“

Egal, ob Kindergarten, Hort oder auch die Offene Ganztagsschule: Das Thema Kinderbetreuung werde den Gemeinderat demnächst noch öfter beschäftigen, blickte Asam voraus. „Die Krippe ist ein erster Schritt.“

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