Färbergasse und Schwaigerstraße

Hauptachse für Radfahrer in Weilheim wird ausgebaut: Umbauten in der Innenstadt

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Die Färbergasse ist in diesem Bereich zwar schon eine Fahrradstraße – aber mit reichlich Hindernissen für Radler. Nun will die Stadt diese Nord-Süd-Achse umgestalten, auf dass dort besser und sicherer geradelt werden kann.
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Es ist eine der wichtigsten Achsen für Radfahrer in Weilheim. Mit Umbauten soll Radeln im Bereich Färbergasse und Schwaigerstraße sicherer werden.

Weilheim – Was sich die örtliche Verkehrsbehörde für die Rad-Verbindung zwischen dem Weilheimer Süden und dem Bahnhof ausgedacht hat, stieß im Verkehrsausschuss des Stadtrates kürzlich auf volle Zustimmung. „Wirklich toll, das ist doch mal was Schönes“, meinte Vizebürgermeisterin Angelika Flock (CSU) als Sitzungsleiterin zur vorgestellten Vorplanung. Immerhin ist diese Nord-Süd-Achse im Radverkehrskonzept der Stadt Weilheim mit höchster Priorität eingestuft.

Lob aus dem Verkehrsausschuss

„Toll, dass man diese Lücke schließt“, fand auch Roland Bosch, der für die ÖDP im Stadtrat sitzt und Mit-Initiator des „Radentscheid Weilheim“ ist. Er hätte für den Straßenzug Schwaigerstraße, Türlmühlstraße und Färbergasse freilich am liebsten eine großflächige, durchgehende Farbmarkierung für Radler gesehen. Doch die Stadt will nur Schnittpunkte und Gefahrenstellen rot markieren, „sonst wird es nicht mehr wahrgenommen“, wie Ordnungsamt-Leiter Walter Weber erklärte.

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Man könnte auch die Hälfte der Straßenbreite komplett für Radnutzung ausweisen, diesen Teil rot markieren und Problemstellen mit Pollern abgrenzen, so Boschs zweiter Vorschlag. „Das wäre toll“, sagte dazu Gerhard Bäck, der Leiter der örtlichen Verkehrsbehörde. Aber dann wären teilweise keine Anwohnerparkplätze mehr möglich und der Lieferverkehr zu beengt, so Bäck weiter. Und in den Abschnitten mit Verkehr in beide Richtungen scheide das platzmäßig ohnehin aus.

So sehen die Pläne aus

Stattdessen sieht Bäcks Vorplanung, wie sie im Verkehrsausschuss präsentiert wurde, Folgendes vor: Im Knick der Färbergasse, an der Auf- und Abfahrt zur Brücke über die Schützenstraße, wird der erst vor einem Jahr umgestaltete Kreuzungsbereich wieder verändert. Statt der jetzigen „Stopp“-Regelung sollen Autos dort neben einer Radspur „eingeschleift“ werden. Im Bereich der Ausfahrt des „Netto“-Parkplatzes soll an der Färbergasse ein Radweg markiert und mit Pollern abgegrenzt werden. Die Kreuzung mit der Lohgasse bleibt, wie sie ist. Eine Änderung der Vorfahrt wäre dort laut Bäck „zu gefährlich“. Bei der Einmündung der Fischergasse wird ein Bereich der Türlmühlstraße rot markiert. Im öffentlichen Bereich der Fischergasse soll es nur noch Längsparkplätze für Autos geben. Ebenso wird die Querung des Badwegs rot markiert. Beim Kinderhaus Mariae Himmelfahrt wird auf der Schwaigerstraße ein Radweg markiert und mit Pollern abgegrenzt.

Einige Parkplätze werden verlegt

Insgesamt sind mit diesen Veränderungen einige Verlegungen von Autostellplätzen verbunden, wie es in der Sitzung hieß. Der Verkehrsausschuss segnete die Planung, die nun detailliert ausgearbeitet werden muss, einstimmig ab. „Wir finden den Vorschlag sehr gut“, meinte etwa Roland Schwalb seitens der BfW. Man habe die Vorplanung auch schon den örtlichen Vertretern des Fahrradclubs ADFC, der Weilheimer Agenda 21 und des „Radentscheid Weilheim“ vorgestellt, betonte die Stadtverwaltung. Dort hätten die Pläne „breite Zustimmung“ gefunden. Im städtischen Haushalt 2023 seien für die Maßnahmen bereits die nötigen Gelder eingeplant.

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