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Schwaben am Tag nach der Landtagswahl. Wo liegen die AfD-Hochburgen? Wie haben die Gemeinden abgestimmt? Alle regionalen Ergebnisse und News lesen Sie hier live im Ticker.
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9.38 Uhr: Noch sind nicht alle Ergebnisse auf Gemeindeebene zugänglich. Doch eine Kommune im Stimmkreis Kaufbeuren und Landkreis Unterallgäu sticht bereits jetzt als AfD-Hochburg heraus. Laut einer Auflistung von Gemeindeergebnissen der Augsburger Allgemeinen (Plusinhalt) wurde in dem 1200-Seelen-Dorf Oberrieden die AfD mit 31,3 Prozent stärkste Kraft. Die CSU verliert dort 15,7 Prozent und fällt auf 28,2 Prozent im Vergleich zu 2018.
Vorläufiges Endergebnis für Schwaben steht fest!
Update 9. Oktober, 07.30 Uhr: Nach einer spannenden Wahlnacht steht das vorläufig amtliche Wahlergebnis für Schwaben fest. Wie in ganz Bayern kann sich auch hier die CSU behaupten. Die Grünen aber fahren starke Verluste ein. Am stärksten Zuwachs hat die AfD mit einem Plus von 5,7 Prozent, gefolgt von den Freien Wählern mit einem Plus von 3,3 Prozent. In drei Stimmkreisen schafft die AfD die 20-Prozent-Marke: Günzburg als AfD-Spitzenreiter (23 Prozent), gefolgt von Memmingen (20,5 Prozent) und Augsburg-Land/Dillingen (20,0 Prozent). In der Schwaben-Stadt Augsburg liegen die Grünen als zweitstärkste Kraft vor der AfD, CSU gewinnt auch hier. Alle vorläufigen Ergebnisse im Überblick:
Wahlergebnis für Schwaben:
| CSU | Grüne | Freie Wähler | AfD | SPD | FDP | Linke | Sonstige |
| 36,5 | 12,7 | 17,0 | 16,9 | 6,9 | 2,8 | 1,3 | 5,9 |
Quelle: Landeswahlleiter des Freistaates Bayern
Wahlergebnis für die Stadt Augsburg:
| CSU | Grüne | Freie Wähler | AfD | SPD | FDP | Linke | Sonstige |
| 30,4 | 20,9 | 8,7 | 15,3 | 11,1 | 3,5 | 2,6 | 7,6 |
Quelle: Landeswahlleiter des Freistaates Bayern
Stimmkreisergebnisse in Bayern – welche Region hat welche Partei wie stark gewählt
23.23 Uhr: Ein spannender und denkwürdiger Wahlabend liegt hinter uns. Denkwürdig wegen der starken AfD-Ergebnisse in Schwaben. Günzburg mit großem Abstand, aber auch Neu-Ulm, Augsburg-Land-Süd und Memmingen heben die AfD auf Rang zwei nach der CSU. Die Grünen liegen nur in beiden Stimmkreisen der Stadt Augsburg auf Platz zwei. Die SPD spielt kaum mehr eine Rolle.
Trauriger Spitzenreiter: Leipheim wählt mit knapp 30 Prozent AfD
21.23 Uhr: Der Stimmkreis Günzburg ist ausgezählt – und sorgt für ein denkwürdiges Ergebnis. Die AfD wird klar zweitstärkste Kraft mit 23 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 70,4 Prozent. Unter den traurigen Spitzenreitern ist die Gemeinde Leipheim im Kreis Günzburg. Dort wählten 29,1 Prozent im Gesamtstimmenergebnis AfD. Die CSU liegt mit 32,5 Prozent knapp davor. Grüne, Freie Wähler und SPD sind gleichauf bei etwa 10 Prozent. Bei den Erststimmen ist das Ergebnis noch gravierender. 31,3 Prozent AfD vs. 32,4 Prozent CSU.
20.33 Uhr: In Stimmkreis Günzburg sind 196 von 206 Bezirke ausgezählt. Die AfD liegt hier klar auf Platz zwei mit 22,9 Prozent vor den Freien Wählern (16,3) und hinter der CSU (36,2).
19.53 Uhr: Nun liefern auch die beiden Stimmkreise der Stadt Augsburg erste Ergebnisse. Die Grünen sind dort mit über 20 Prozent recht stark. Die Direktmandate der CSU sind aber wohl trotzdem nicht in Gefahr.
19.30 Uhr: Im Kreis Augsburg-Land, Dillingen sind inzwischen mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt. Die AfD liegt sowohl bei Erst- als auch bei den Zweitstimmen bei 21 Prozent. Die Freien Wähler bei 23,5 und 21,2 Prozent, die CSU bei rund 35 Prozent. Das Direktmandat von Manuel Knoll (CSU) ist also nicht in Gefahr. Spannend andererseits das hohe AfD-Ergebnis und die Ergebnisse auf Gemeinde-Ebene. Dort ist das Bild nicht mehr so klar auf Seite der CSU. In diversen Kommunen liegen die Freien Wähler vor der CSU.
Wahlkreis Günzburg: AfD bei 23,5 Prozent
Im Wahlkreis Günzburg sind zwei Drittel der Stimmen ausgezählt. Aktueller Stand der Gesamtstimmen: Die CSU liegt mit 36,2 Prozent vorne. AfD droht zweitstärkste Kraft mit 23,5 Prozent zu werden, gefolgt von den Freien Wählern (16,2), den Grünen (8,9) und der SPD (5,8).
18.46 Uhr: Die ersten Stimmbezirke sind ausgezählt. Traditionell sind die kleineren, ländlichen Wahllokale am schnellsten. Am Land wählt man deutlich konservativer und auch rechter. So erklärt sich die aktuelle Tendenz, etwa nahe Augsburg. Im Stimmkreis Augsburg-Land-Süd liegt derzeit die CSU mit 35 Prozent vorne, dicht gefolgt von den Freien Wählern (23 Prozent) und der AfD (23 Prozent).
Im Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen ein ähnliches Bild, Freie Wähler (24 Prozent) und AfD (20 Prozent) gleichauf, die CSU liegt klar vorne.
Im Stimmkreis Günzburg liegt die AfD derzeit sogar auf rund 25 Prozent. Die Freien Wähler eher abgeschlagen.
18.01 Uhr: Die AfD erzielt mit einem Plus von rund fünf Prozent ein Rekordergebnis. Jetzt wird spannend, woher dieses große AfD-Plus kommt.
18 Uhr: Die Wahllokale haben geschlossen! Die erste Prognose verspricht krasse, aber auch spannende regionale Ergebnisse. Jetzt wird ausgezählt. Mit den ersten regionalen Ergebnissen rechnen wir ab 19 Uhr.
17.30 Uhr: Der Countdown läuft. Noch gut eine halbe Stunde haben die Wahllokale offen. Wer also noch kein Kreuz gemacht hat – jetzt aber flott! Nach Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählungen. Mit ersten regionalen Ergebnissen rechnen wir dann ab 19 Uhr. In ganz Schwaben erwarten uns einige spannende Duelle auf Stimmkreisebene. Siehe Details weiter unten.
Update 8. Oktober, 13 Uhr: Laut der Deutschen Presseagentur ist die bisherige Wahlbeteiligung in vielen bayerischen Städten höher als bei der vergangenen Landtagswahl 2018. In Schwaben, in der Fuggerstadt Augsburg, lag die Wahlbeteiligung am Vormittag allerdings unter der von vor fünf Jahren, bei 7,6 Prozent. Da viele Wahlberechtigte aber per Briefwahl abstimmen und die Prognosen dabei diesmal von einer Rekordzahl ausgehen, ist es wahrscheinlich, dass viele Stimmen noch nicht ausgezählt wurden. Wie die Wahlbeteiligung insgesamt ausfällt, bleibt abzuwarten. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr. Danach erwartet man erste Hochrechnungen.
Update 8. Oktober, 9.57 Uhr: In diesem Jahr gibt es bei der Landtagswahl in Bayern 1811 Kandidatinnen und Kandidaten, 112 weniger als vor fünf Jahren. Der Frauenanteil liegt bei gut 34 Prozent. Nach der Wahl 2018 hatte der Landtag sechs Fraktionen - und aufgrund von 10 Überhang- und 15 Ausgleichsmandaten insgesamt 205 Mitglieder. Zudem dürfen die Bayern am Sonntag über die Bezirkstage in den sieben Regierungsbezirken abstimmen. Während das vorläufige Endergebnis der Landtagswahl noch am späten Abend oder in der Nacht feststehen soll, werden die Ergebnisse der Bezirkstagswahlen erst später ermittelt.
Landtagswahl in Bayern 2023: Die Wahllokale sind geöffnet
Update 8. Oktober, 8.02 Uhr: In Bayern beginnt in diesen Minuten die Landtagswahl. Um 8.00 Uhr öffnen landesweit die Wahllokale. Etwa 9,4 Millionen Menschen sind bis 18.00 Uhr aufgerufen, einen neuen Landtag für die nächsten fünf Jahre zu wählen. Darunter sind rund 554 000 Bayerinnen und Bayern, die erstmals ihre Stimme abgeben dürfen. Jeder hat zwei Stimmen, Erststimme und Zweitstimme. Zur Ermittlung der Sitzverteilung im Landtag werden - anders als bei einer Bundestagswahl - alle Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt und in Mandate umgerechnet.
Die Anzahl dieser „Gesamtstimmen“ entscheidet am Ende darüber, welche Partei künftig wie viele Abgeordnete hat. Insgesamt sind bei der Landtagswahl 91 Direkt- und 89 Listenmandate zu vergeben. Das Parlament kann aber am Ende auch mehr als 180 Mitglieder haben, durch sogenannte Überhang- und Ausgleichsmandate. CSU und Freie Wähler wollen ihre seit 2018 bestehende Koalition fortsetzen. Die Oppositionsparteien hoffen auf deutliche Zugewinne.
Rückblick: So haben die Schwaben 2018 gewählt
Ursprungsmeldung:
Willkommen zu unserem Live-Ticker zur Landtagswahl für die Region Schwaben und Augsburg! Hier liefern wir Ihnen live Ergebnisse, News und Kurioses aus allen 13 Stimmkreisen des Regierungsbezirks. Bis dahin haben wir alle wichtigen Fakten zur Landtagswahl 2023 in Schwaben für Sie zusammengefasst, inklusive aller Ergebnisse der Landtagswahl 2018.
Bei der Landtagswahl in Schwaben 2018 beteiligten sich 70,1 Prozent der Wähler, etwas weniger als der bayerische Durchschnitt (72,3 Prozent). Die CSU war der klare Sieger in Schwaben, holte 38,2 Prozent der Stimmen und damit einen Prozentpunkt mehr als in ganz Bayern sowie alle Direktmandate.
Trotzdem hat die CSU, wie in ganz Bayern, deutlich verloren im Vergleich zur Wahl 2013. Die SPD verlor ebenfalls nochmal drastisch und fiel von 17 auf knapp 8 Prozent. Wahlgewinner vor fünf Jahren waren die AfD, die Grünen und die Freien Wähler. Die AfD erzielte aus dem Stand über elf Prozent, die Freien Wähler 13. Die Grünen verdoppelten ihr Ergebnis nahezu auf über 17 Prozent. Und wenn Sie noch wissen wollen, wie Ihre Gemeinde bei der Landtagswahl 2018 abgestimmt hat, hier geht‘s zu den Ergebnissen.
Ausblick: Spannende Stimmkreise in Schwaben und Augsburg
Der Wahlkreis Schwaben (deckungsgleich mit dem Bezirk Schwaben) besteht aus 13 Stimmkreisen. Die Schwaben entscheiden mit ihrer Stimme also über mindestens 26 Mandate für den Landtag. Unter den Stimmkreisen finden sich einige, spannende Besonderheiten.
Neue CSU-Kandidatin wegen Maskenaffäre – Minister-Zweikampf in Memmingen
Im Stimmkreis Günzburg tritt Jenny Schack als CSU-Kandidatin an, nachdem Alfred Sauter wegen der Maskenaffäre aus der Fraktion ausgetreten ist. Gerd Mannes von der AfD ist ebenfalls im Rennen. In Memmingen tritt der amtierende bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek für die CSU an. Sein Gegenkandidat ist ehemaliger Parteikollege von Holetschek: Franz Josef Pschierer ist Ex-Wirtschaftsminister und inzwischen bei der FDP.
Augsburg-Land-Dillingen: CSU-Newcomer gegen Freie-Wähler-Schwergewicht – Gehörlose in Neu-Ulm
Auch im Wahlkreis Augsburg-Land-Dillingen könnte es spannend werden. Dort tritt der bekannte Freie-Wähler-Kandidat Fabian Mehring gegen CSU-Newcomer Manuel Knoll an. In Neu-Ulm will Thorsten Freudenberger von der CSU das Mandat von Beate Merk verteidigen, während Julia Probst von den Grünen als gehörlose Abgeordnete antritt.
Grünen-Promi im Donau-Ries – Bürgermeister-Duell im Oberallgäu
Im Wahlkreis Donau-Ries kämpfen CSU und Grüne um das Direktmandat, mit Wolfgang Fackler und Eva Lettenbauer. Lettenbauer ist die Landesvorsitzende der Grünen. Im Wahlkreis Kempten-Oberallgäu erwartet uns ein besonderes Duell. Joachim Konrad von der CSU und Markus Reichart von den Grünen wollen in den Landtag einziehen. Sie sind beide Bürgermeister in der Region.
Augsburg in zwei Stimmkreise geteilt
Die Stadt Augsburg teilt sich in zwei Wahlkreise, Augsburg-Stadt-West und Augsburg-Stadt-Ost. Hier wird es grundsätzlich spannender. Traditionell verlor die CSU in den Städten am meisten, die Grünen werden immer stärker. 2018 gingen in München bereits ganze fünf Stimmkreise an die jeweiligen Grünen Direktkandidaten. Auch in Würzburg entschieden die Grünen das Direktmandat für sich. Und auch in Augsburg Ost lagen 2018 nur noch rund 6 Prozent zwischen dem CSU-Kandidaten und der Grünen-Kandidatin. Andreas Jäckel und Stephanie Schuhknecht treten auch dieses Jahr wieder gegeneinander an.
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