Das empfehlen Händler

Start in die Saison: So wird das Radl fit für den Frühling

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Bevor man sich jetzt wieder auf Rad beziehungsweise aufs E-Bike setzt, sollte man einige Dinge am Zweirad durchchecken und kontrollieren.
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Der Frühling kommt, ab aufs Fahrrad! Aber bevor man in die Pedale tritt, sollte der Drahtesel gründlich durchgecheckt werden.

Bad Tölz-WolfratshausenÜber Langeweile kann derzeit wohl kein Fahrrad-Händler klagen. Die Saison steht in den Startlöchern. Genau die richtige Zeit, das Gefährt gründlich durchchecken zu lassen. „Das Wichtigste sind die Bremsen“, sagt Alo Pöckl von „Radsport Oberland“ aus Lenggries. Beispielsweise könne bei Scheibenbremsen Luft ins System geraten. Auch die Reifen müssten überprüft werden, ob sie beispielsweise porös sind. „Das sind schon zwei Sachen, die man aus Sicherheitsgründen machen sollte.“ Wenn er einen Kundendienst mache, werde auch die Schaltung überprüft und alles geschmiert. Derzeit sei bei ihm Hochsaison, sagt Pöckl. Für die E-Bikes gelte es zusätzlich neue Software aufzuspielen und den Fehlerspeicher zu kontrollieren.

„Gescheit aufgepumpt“ sollten die Reifen sein, sagt auch Peter Riedelsheimer, Fahrrad-Experte aus Bad Tölz. Er empfiehlt zudem im Frühjahr einen Check von Schaltung, Bremsen und Schrauben. Auch die Kette gehöre geschmiert. „Beim E-Bike muss man darauf achten, dass man, wenn es überwintert, den Akku immer ein bisschen geladen hält.“ Sonst könne er kaputt gehen.

Kleinere Sachen könne man schon selber machen, aber viele bringen ihre Fahrräder doch lieber beim Händler vorbei, sagt Riedelsheimer. „Jetzt ist unsere Werkstatt richtig voll. Auf gleich geht gar nichts, man muss mit Wartezeit rechnen.“

Auch Peter Lindner vom „Baycicle“ in Tölz hat derzeit „gut Arbeit, aber es geht schon“. Auch er empfiehlt einen gründlichen Check vor dem Start in die Saison, sagt aber auch: „Man sollte selber vor jeder Fahrt Reifen und Bremse kontrollieren.“

E-Bikes schon für Kinder

Das Interesse der Kundschaft an E-Bikes ist laut den drei Händlern ungebrochen. Bei den Mountainbikes sei das Verhältnis inzwischen fast 60 zu 40 für die elektrischen Modelle, sagt Pöckl. Und das Alter spielt inzwischen keine Rolle mehr. „Die Fahrer werden jünger“, sagt Lindner. Auch Pöckl hat beobachtet, dass sich beispielsweise auch Eltern, die ihre Kinder im Anhänger mittransportieren, häufig E-Bikes zulegen.

Lindner: „Die E-Bikes werden auch sportlicher und moderner.“ So könnten sie beispielsweise direkt mit dem Smartphone verbunden werden – so könne man andere direkt an den eigenen Touren teilhaben lassen.

Bei „Zweirad Riedelsheimer“ kaufen zwei Drittel der Kunden Fahrräder ohne Strom. „Das normale Radl kommt wieder“, sagt Peter Riedelsheimer. Habe es zuletzt gerade bei den normalen Trekkingrädern einen Rückgang gegeben zugunsten der E-Bikes, hätten diese seit Februar bei ihm merklich größeren Absatz. „Es normalisiert sich wieder.“

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Übrigens: E-Bikes gibt es laut Riedelsheimer auch schon für Kinder in verschiedenen Größen. „Die hat inzwischen jeder Hersteller im Sortiment.“ Er selbst habe keine Kinder-E-Bikes auf Lager, könne sie bei Bedarf aber bestellen. Ganz sportliche Eltern könnten beispielsweise ihrem Nachwuchs ein E-Bike kaufen, damit auch die Kleinen schon die Touren der Erwachsenen mitfahren können. „Aber seit die Kinder-E-Bikes im letzten Jahr auf den Markt gekommen sind, hat bei uns noch keiner danach gefragt“, so Riedelsheimer. „Aber wer weiß, was sich da noch tut.“

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