Pläne für die Paketposthalle

„Hoffen stark auf eine Lösung“: Warum das Backstage in München Angst vor den neuen Türmen hat

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Eine Visualisierung zeigt die Pläne für das Paketpost-Areal.
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Münchens alternative Kulturszene in Gefahr: Das Backstage fürchtet um seinen Standort wegen der geplanten Zwillingstürme an der Paketposthalle. Die Grünen wollen helfen.

München – Münchens hohe Häuser: Am Mittwoch (26. November) könnten zwei dazukommen. Der Stadtrat soll den Bebauungsplan (Satzungsbeschluss) für die Paketposthalle beschließen (wir berichteten). Dort plant Investor Ralf Büschl bekanntlich zwei 155 Meter hohe Türme – nebst Wohnen, Gewerbe, Kitas & Kultur. Zuvor wollen aber die Grünen noch etwas klären lassen. Und zwar die Zukunft des Backstage.

Dessen Betreiber hat offenbar Angst, von dem Areal verschwinden zu müssen, wenn der Stadtrat den Büschl-Plänen grünes Licht gibt. Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher sagte unserer Redaktion: „Das Backstage ist wichtig für Münchens Kulturvielfalt – gerade für die alternative Szene. Deswegen wollen wir uns auf jeden Fall dafür einsetzen, dass dieses Zentrum für Kultur an dem Standort bleiben kann.“

Türme an der Paketposthalle: Grüne arbeiten an Antrag, um Backstage-Fortbestand zu sichern

Neuer Wohnraum und die Sanierung der Paketposthalle seien nicht minder wichtig. Das und eine kulturelle Nutzung sollten sich nicht ausschließen. „Deswegen hoffen wir stark, dass Investor und Backstage sich an einen Tisch setzen und eine Lösung finden. Unsere Fraktion arbeitet gerade an einem Antrag, der den Fortbestand des Backstage sicherstellen soll.“

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Stimmt der Stadtrat dem Turmbau zu, wären die Zwillings-Riesen an der Paketposthalle die dritthöchsten Gebäude in der bayerischen Landeshauptstadt. Branchen-Primus ist und bleibt der Olympiaturm. Der wird höchstwahrscheinlich auch nie übertroffen – denn Münchens Wahrzeichen misst stolze 291,28 Meter. Auf dem zweiten Platz liegt das Heizkraftwerk Süd, jedoch eher in historischer Sicht. Denn der 176 Meter hohe Kamin ist zwischenzeitlich zurückgebaut worden.

Neue Türme an der Paketposthalle in Neuhausen: Wo München noch weitere Hochhäuser hat

Die nächsten 100-Meter-Hünen, die den Zwillingstürmen in Neuhausen noch das Wasser reichen können, sind die Windkraftanlage in Freimann mit 149 Metern, das Hochhaus Uptown München (O2-Tower) mit 146 Metern, das Highlight I in Schwabing mit 126 Metern oder der HVB-Tower mit 113,76 Metern. Bis zur Fertigstellung des Business Tower Nürnberg 2000 war der das höchste Bürogebäude Bayerns.

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