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Nadja Hoffmann- Thomas Gautier
Leoni Billina
Lukas Schierlinger
Nach dem verhinderten Terroranschlag in München hat die Aufarbeitung begonnen. Weitere Details zum Täter kommen ans Licht.
Update 6.39 Uhr: Immer mehr Informationen zur Tat kommen durch – und auch ein brisantes Detail zur Tatwaffe sickert nun wohl durch. Wie bereits bekannt, schoss der Täter mit einer Langwaffe älteren Modells, einem Repetiergewehr. Wie die Bild nun berichtet, soll sich noch am Donnerstag ein Mann bei der Polizei gemeldet haben, der dem Täter die Waffe verkauft haben soll – und das erst am Mittwoch, einen Tag vor der Tat.
Demnach habe der Mann das Gewehr auf den Augenzeugenvideos erkannt. Es soll sich um eine Kategorie-C-Waffe handeln. Derartige Modelle sind in Österreich bei Waffenhändlern frei verkäuflich, solange sie innerhalb von sechs Wochen registriert werden. Gegen den Verdächtigen war allerdings bereits ein Waffenverbot ausgesprochen worden. Dieses wurde 2023 nach einer Körperverletzung erwirkt. Bei einer Registrierung der Waffe wäre der Kauf und das damit einhergehende Verbot also aufgeflogen. Womöglich setzte der Täter deshalb seine Pläne direkt in die Tat um.
Terroranschlag in München vereitelt: Rätsel um Hintergründe – Polizei mit Bitte an Münchner
Update 6. September, 6.08 Uhr: Auch am Freitag steht der vereitelte mutmaßliche Terrorakt von München weiter im Fokus. Besonders zu den Hintergründen der Tat wird weiter ermittelt. Dabei dürften auch Videos von Autofahrern, Passanten und Anwohnern eine Rolle spielen. Die Münchner Polizei hatte dazu aufgerufen, den Ermittlern Aufnahmen von dem Vorfall über ein Upload-Portal zur Verfügung zu stellen.
„Die Hintergründe der Tat müssen noch aufgeklärt werden“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Allerdings: „Wenn jemand hier unmittelbar in Sichtweite zum israelischen Generalkonsulat parkt, dann mit dem Gewehr um dieses Generalkonsulat herum geht, da mit dem Schießen beginnt“, sei das „sicherlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Zufall“.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach mit Blick auf den zeitgleichen Jahrestag des Olympia-Attentats in München von einem schlimmen Verdacht. „Ein Zusammenhang ist möglicherweise gegeben. Es muss noch geklärt werden“, sagte er in der Nähe des Tatorts.
Am Abend sagte er im ZDF-„Heute Journal“, man müsse die Ermittlungsergebnisse abwarten, um beurteilen zu können, was hinter der Tat stecke. Die bayerischen Einsatzkräfte hätten sehr gut gearbeitet. „Die Polizei hat sehr beherzt, sehr besonnen, aber auch sehr konsequent durchgegriffen und den Täter ausgeschaltet und es ist nichts passiert.“
Schüsse in München: Die Polizei spricht von einem vereitelten terroristischen Anschlag in München.
Update von 22.04 Uhr: Die Schüsse in München sorgten am Donnerstag (5. September) nicht nur im Freistaat, sondern in ganz Deutschland für Aufruhr. Kurz nach 9 Uhr fiel der erste Schuss. Ein Mann hatte sich vor dem israelischen Generalkonsulat in München mit einer Langwaffe positioniert. Kurz darauf erschießt ihn die Polizei, bevor der Mann sein mutmaßliches Vorhaben in die Tat umsetzen konnte
Danach überschlagen sich die Ereignisse und die Informationen zu den Schüssen in München. Ein Überblick über die Fakten eines Tages, der fortan mit einem – nach Worten der Polizei – „terroristischen Anschlag“ in der Landeshauptstadt und ganz Deutschland verbunden sein wird.
Schüsse in München: Beamten erschießen bewaffneten Täter aus Österreich – IS-Verbindung steht im Raum
Bei dem Schützen handelte es sich um einen 18-jährigen Österreicher, der die Schüsse im Zusammenhang mit dem vereitelten Terroranschlag abgegeben haben soll. Ein minutenlanger Schusswechsel erfolgte zwischen den Polizisten und dem Täter. Die Beamten trafen den Schützen, der noch am Tatort seinen tödlichen Verletzungen erlag. Weitere Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.
Der 18-Jährige war den Behörden in Österreich schon länger bekannt: Er hatte Waffenverbot und eine Anzeige. Bei dem jungen Mann handelte es sich möglicherweise um einen IS-Sympathisanten, Handydaten des Täters deuten auf eine islamistische Radikalisierung des Schützens hin.
Schüsse in München: Zahlreich Videos kursieren über den vereitelten Terroranschlag in Bayern
Seit den Schüssen in München kursieren zahlreiche Videos über den vereitelten Terroranschlag in Bayerns Landeshauptstadt im Internet, die den Täter mit Langwaffe und aufgepflanztem Bajonett zeigen. In Österreich leiteten die Behörden im Laufe des Tages Durchsuchungen des Elternhauses ein.
Heute vor 52 Jahren ereignete sich das Olympia-Attentat in München. Dass der heutige Vorfall möglicherweise mit dem Ereignis in Zusammenhang steht, konnte bisher nicht völlig ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen der Polizei dürften in den nächsten Tagen aufschlussreiche Hinweise über die Schüsse in München und den versuchten „terroristischen Anschlag“ liefern.
Schüsse bei vereiteltem Terroranschlag in München: Fake-Videos machen die Runde
Update, 22.00 Uhr: Im Netz kursieren zahlreiche Videos über den Schusswechsel in München. Einige der Klips sind authentisch. Gebäude, Straßen und Plätze können klar der Münchner Maxvorstadt zugeordnet werden. Andere Videos wiederum geben fälschlicherweise an, den Vorfall in München zu zeigen.
Schüsse in München: Experte zeigt sich über Waffe des Täters beim terroristischen Anschlag verwundert
Update, 20.27 Uhr: Der Täter hat laut dem Waffenexperten Malte Roschinski eine Repetierbüchse mit Bajonett Typ Mauser 98K bei sich getragen. Diese Waffe sei zu Wehrmachtszeiten zwischen 1934 und 1945 hergestellt worden. Dass der 18-Jährige ein solches Modell bei sich trug, verwundere den Waffenexperten.
Update, 18.46 Uhr: Einige Münchner befanden sich zum Zeitpunkt des Schusswechsels in der Nähe des Tatorts. Manche sahen den bewaffneten Täter oder mussten sich in umliegenden Häusern während der Schüsse in München verbarrikadieren. Das Aufatmen dürfte nach dem vereitelten Terroranschlag in ganz München hörbar gewesen sein, als die Polizei Entwarnung gab. Hier können Sie nachlesen, wie Augenzeugen den Vorfall erlebten.
Schüsse bei vereiteltem Terroranschlag in München: Durchsuchungen im Elternhaus des Täters in Österreich
Update, 18.01 Uhr: Inzwischen läuft in der österreichischen Gemeinde Neumarkt am Wallersee ein polizeilicher Großeinsatznach den Schüssen in München, wie die Kronen Zeitung schildert. In dem Ort soll der Wohnsitz des mutmaßlich IS-nahen Täters aus Österreich gewesen sein. Für die Bevölkerung vor Ort bestehe keine Gefahr, wie der Salzburger Landespolizeidirektor Bernhard Rausch nach dem versuchten Terroranschlag in München informierte.
Gegenüber der Deutschen Presseagentur sagte ein Sprecher der Salzburger Polizei, dass Beamte das Wohnhaus des Täters nach Spuren und Beweisen durchsucht haben. Der 18-Jährige habe mit seinen Eltern zusammen gewohnt. Als Vorsichtsmaßnahme seien das Haus und die umliegenden Gebäude evakuiert worden. Im Nachhinein stellte sich laut dem Polizeisprecher heraus, dass keine Gefahr bestand.
Schüsse in München: Täter hatte offenbar Waffenverbot in Österreich
Update, 17.46 Uhr: Laut der Salzburger Polizei verhängten die Behörden letztes Jahr ein Waffenverbot gegen den 18-jährigen Täter, der die Schüsse in München abgegeben haben soll. Es sollte noch bis 2028 andauern. Im vergangenen Jahr habe die Polizei wegen des Verdachts der religiösen Radikalisierung und dem Interesse an Sprengstoff und Waffen gegen den Österreicher ermittelt. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA fanden die Ermittler 2023 Propaganda der Terrororganisation Islamischer Staat auf dem Handy des Täters. Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellte die Ermittlungen im April 2023 ein, wie die Polizei informiert.
Nach Schüssen in München: Polizei spricht von „terroristischem Anschlag“
Update, 17.31 Uhr: Nun meldet sich auch die Generalanwaltschaft und das Polizeipräsidium München in einer Pressemitteilung nach den Schüssen in München zu Wort. Sie betitelt den Vorfall als „terroristischen Anschlag“. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege momentan auf den Tatmotiven des Täters. Weiter bittet sie die Bevölkerung um Mithilfe. Foto-, Video- oder Audioaufnahmen von der Tat oder von der unmittelbaren Umgebung des Geschehens, die Zeugen zwischen 08:30 bis 09:30 Uhr aufnahmen, sollen diese über ein Formular hochladen. Das Formular können Sie hier aufrufen. Sollte das Hochladen der Videos nicht funktionieren, können Zeugen sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle wenden. Alle anderen Zeugenhinweise sollen dem Polizeipräsidium München gemeldet werden.
Update, 17.01 Uhr: In Österreich gibt es laut dem Extremismusexperten Hans-Jakob Schindler vom Counter Extremism Project (CEP) eine „sehr aggressive und relativ große islamistische Szene“. Es bestehe ein „riesiger illegaler Waffenhandel in Österreich“. Was noch über die Islamisten-Szene in Österreich bekannt ist, können Sie hier lesen.
Ermittler gehen von versuchten Terroranschlag aus
Update 16.53 Uhr: Nach dem Schusswechsel nahe dem israelischen Generalkonsulat in München gehen Ermittler von einem versuchten Terroranschlag des Getöteten aus. Nach derzeitigen Erkenntnissen gehe man bei dem Angriff des mit einem Gewehr bewaffneten 18-jährigen Österreichers von einem „Bezug zum Generalkonsulat des Staates Israel“ aus, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft nach den Schüssen in München am Nachmittag mit.
Update, 15.42 Uhr: Die Austria Presse Agentur hat neue Details zu dem Schützen nach den Schüssen von München herausgefunden. Laut APA hat der junge Mann bosnische Wurzeln und war den Behörden als mutmaßlicher Islamist bekannt. Demnach haben Behörden auf seinem Handy Daten und ein Computerspiel sichergestellt, das dem islamistisch-terroristischen Gedankengut zuzuordnen ist. Auch Propagandamaterial des Islamischen Staates (IS) soll dabei gewesen sein. Ein Verfahren wegen angeblicher Mitgliedschaft beim IS sei aber eingestellt worden. Die Salzburger Anklagebehörde will sich dazu derzeit aber nicht äußern.
Großeinsatz in München: Mehr Erkenntnisse über die Waffe des Täters
Update, 15.30 Uhr: Immer mehr Details werden nach den Schüssen in München zur Waffe bekannt. Demnach soll es sich um einen sogenannten Karabiner handeln, an den ein Bajonett montiert ist. Tatsächlich fällt dieser Waffentyp in Österreich unter die Kategorie C. Waffen der Kategorie C sind in Österreich ab dem 18. Lebensjahr frei erwerblich. Man braucht keinen Waffenschein oder Waffenpass, einfach den eigenen Perso vorzeigen reicht.
Schüsse in München: Täter offenbar identifiziert
Update, 14.15 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass der Täter identifiziert ist. „Es handelt sich tatsächlich um einen 18-jährigen österreichischen Staatsbürger, der auch in Österreich wohnhaft ist.“ Zum Motiv wollte ein Polizei-Sprecher noch keine weiteren Angaben machen. Innenminister Herrmann ergänzt: Es sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Zufall, an welchem Ort der Verdächtige geschossen hat.“
Pressekonferenz nach Schüssen in München: Polizei bestätigt Identität des Schützen
Update, 14.10 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder äußert sich bei einer Pressekonferenz in unmittelbarer Nähe zum Tatort. „München hat heute kurz den Atem eingehalten. Am Ende ist es Gott sei Dank gut ausgegangen.“ Der schreckliche Verdacht, dass ein Zusammenhang zum Attentat 1972 bestehe, sei gegeben, so Söder. „Es bleibt ein Warnsignal an uns alle. Es kann jeden Tag etwas passieren.“
Anschließend äußert sich auch der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann: „Wir müssen davon ausgehen, dass heute früh möglicherweise ein Anschlag auf das israelische Generalkonsulat geplant war.“ In solchen Fällen werde sofort versucht, den Täter zu stoppen. „Das ist in diesem Fall gelungen. Für die eingesetzten Beamten bleibt in solchen Situation ein hohes Lebensrisiko. Gott sei Dank ist keiner von den Beamten wirklich getroffen worden. Innerhalb kürzester Zeit waren 500 Polizeibeamte in der Münchner Innenstadt vor Ort.“
Update, 13.40 Uhr: Nach Informationen von Bild handelt es sich bei dem mutmaßlichen Schützen, der dei Schüsse in München um den erst 18-jährigen Emrah I., wohnhaft in Österreich. Außerdem soll der junge Mann laut Recherchen von Spiegel und Standard als Islamist bekannt gewesen sein.
Update, 13.25 Uhr: Nach Informationen von NDR, WDR und SZ soll es sich bei dem mutmaßlichen Schützen in der Münchner Innenstadt um einen 2006 geborenen österreichischen Staatsangehörigen handeln. Der junge Mann soll nicht in Deutschland, sondern in Österreich wohnhaft und erst vor kurzem eingereist sein.
Update, 13.10 Uhr: Nun hat sich auch Oberbürgermeister Dieter Reiter zu den Vorfällen geäußert. „Noch dauern die Ermittlungen an, die Situation ist aber unter Kontrolle und es besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung“, sagte Reiter. Er dankte der Münchner Polizei für ihr schnelles Eingreifen. Außerdem sagte Reiter, die Polizei bitte weiterhin darum, den Einsatzort rund um den Karolinenplatz und die Brienner Straße weiträumig zu meiden, um die Ermittlungen nicht zu behindern.
Nach Schießerei in München: ÖPNV noch immer eingeschränkt
Auch der Öffentliche Nahverkehr ist noch stark eingeschränkt. „Die MVG wird auf ihrer Webseite informieren, wenn alles wieder nach Plan läuft – derzeit geht man davon aus, dass das gegen 15 Uhr sein wird“, sagte Reiter.
Update, 12.58 Uhr: Das Video, das im Internet kursiert und den Täter zeigen soll, ist vermutlich echt. Die Polizei hat unseren Reportern vor Ort bestätigt, dass das Video authentisch ist und den Täter zeigt. Zu sehen ist in dem einminütigen Clip ein junger Mann, bekleidet mit Turnschuhen, schwarzer Jacke und roter Hose, der eine Langwaffe lädt und schießt.
Aktuell ist über den mutmaßlichen Täter noch nichts genaueres bekannt. Gesichert sei nur, dass es sich um einen Mann handle, sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber unserer Redaktion. Außerdem, dass er ein Repetiergewehr mit Bajonett aus älterem Baujahr bei sich gehabt habe – auf wen die Waffe zugelassen ist, sei nicht bekannt. Am Tatort werden derzeit die Hülsen untersucht.
Update, 12.05 Uhr: Der Mann, der in der Münchner Innenstadt von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde, hat nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann das Feuer eröffnet. „Er hat gezielt auf die Polizisten geschossen, die haben das Feuer erwidert“, sagte Herrmann. Bei einer Pressekonferenz äußerte er sich zu dem Großeinsatz im Bereich der Briennerstraße und Karolinenplatz.
Die Polizei schreibt derweil auf der Plattform X, dass gemeldet worden sei, dass sich im Bereich um den Einsatzort Menschen in Gebäuden versteckt oder verbarrikadiert haben. „Wir können Entwarnung geben, es besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung.“
Schüsse in München: Im Internet kursiert ein Video, auf dem der mutmaßliche Schütze zu sehen ist
Update, 11.44 Uhr: Der Öffentliche Nahverkehr ist von dem Großeinsatz stark betroffen. Einige U-Bahn-, Tram- und Buslinien wurden eingeschränkt beziehungsweise umgeleitet. Betroffen sind die U-Bahn-Linien U1 und U2, sowie diverse Tram- und Buslinien. Genauere Infos auf der Internetseite der MVG.
Update, 11.32 Uhr: Aktuell kursiert ein Video auf X, das den Täter zeigen soll. Darauf ist ein junger Mann in schwarzer Jacke und roter Hose zu sehen. Er legt ein antik aussehendes Gewehr mit Bajonett an und schießt. Wir zeigen das Video bewusst nicht. Der Mann hat braune Haare und einen Kurzhaarschnitt.
Update, 11.23 Uhr: Ein Sprecher der Polizei berichtet, dass es sich bei der Waffe des mutmaßlichen Täters um eine „Repetierwaffe älteren Baujahrs“ gehandelt habe. Es seien fünf Kolleginnen und Kollegen bei dem Schusswechsel beteiligt gewesen. Es gebe ein Fahrzeug, das dem Verdächtigen zugeordnet werden könne, dies sei jetzt aber Gegenstand der Ermittlungen. „Wir sind immer noch mit starken Kräften präsent.“ Die Polizei ist derzeit auch dabei, Hinterhöfe in der Gegend zu durchsuchen.
Update, 11.18 Uhr: Genaueres zur Identität des mutmaßlichen Täters ist noch nicht bekannt. Am Tatort und im Umfeld arbeite die Polizei derzeit gemeinsam mit der Kriminalpolizei: Es werden Spuren gesichert, Zeugen vernommen und weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen durchgeführt, teilte die Polizei mit.
Update, 11.02 Uhr: Der „Täter“ sei inzwischen verstorben, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei einer Pressekonferenz. Er sei mit einer Langwaffe unterwegs gewesen und habe eine Reihe von Schüssen abgegeben, so der Innenminister. Es gebe keinerlei Hinweise auf weitere Täter. „Die Lage scheint daher bereinigt.“ Jetzt müssten die Hintergründe geklärt werden. „Heute Nachmittag werden wir dazu weitere Informationen geben.“
Update, 10.58 Uhr: Noch läuft der Einsatz im Bereich Brienner Straße und Karolinenplatz. Die Polizei hat mittlerweile eine Leitung für die Bevölkerung eingerichtet, um allgemeine Fragen rund um den laufenden Einsatz zu beantworten: 089/2910-1910.
Bei einer Pressekonferenz zu einem anderen Thema hat sich auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser zu dem Einsatz in München geäußert: „Es ist ein schwerwiegender Vorfall“, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Sie wolle aber nicht spekulieren, es gelte abzuwarten.
Im Landkreis in Fürstenfeldbruck wurde bereits eine Gedenkveranstaltung abgesagt, die im Zusammenhang mit dem Jahrestag des Olympia-Attentats stattfinden sollte. Die Vorfälle hätten die Verantwortlichen dazu bewogen, die Veranstaltung vorsorglich abzusagen.
Update, 10.47 Uhr: Wie eine Reporterin vor Ort berichtet, hat dort die Polizei ein erstes Statement veröffentlicht: „Die Tatzeit war um 9 Uhr am Karolinenplatz Ecke Brienner Straße. Dort wurde eine verdächtige Person mit einer Langwaffe festgestellt. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen dieser Person und den dort eingesetzten Streifenpolizisten, die für die Sicherung von Objekten zuständig sind.“ Der Tatverdächtige sei getroffen worden und befinde sich noch vor Ort – man sei „an ihm dran“, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch mit Spezialkräften. Außerdem würden Spezialkräfte ein verdächtiges Auto sichten. Es gebe bislang keine Erkenntnisse, dass weitere Täter involviert seien.
Nach Schüssen in München – Bilder des Einsatzes am Haus des Täters




Update, 10.37 Uhr: Noch gibt es im Zuge des Großeinsatzes keine Hinweise auf weitere verletzte Personen. Auch die Mitarbeiter des israelischen Generalkonsulats seien unverletzt. Dies teilte das Außenministerium in Jerusalem auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Konsulat habe es eine Gedenkfeier zum Olympia-Attentat in München 1972 gegeben, deshalb hatte es den Angaben zufolge geschlossen. Nach Angaben der Jüdischen Allgemeinen Zeitung gingen Jüdische Einrichtungen in einen Lockdown.
Das Attentat jährt sich heute: Am 5. September 1972 erschossen palästinensische Terroristen im Olympischen Dorf zwei Männer und nahmen neun Geiseln. Rund 18 Stunden später endete ein Befreiungsversuch mit dem Tod der neun israelischen Geiseln, eines Polizisten und von fünf der Attentäter.
Update, 10.30 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass eine Person mit einer Schusswaffe gesichtet wurde. Die Einsatzkräfte hätten die Dienstwaffen eingesetzt, woraufhin die Person getroffen und verletzt wurde. Derzeit gebe es keine Hinweise auf weitere Verletzte.
In München fallen Schüsse: Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung
Update, 10.09 Uhr: Die Polizei bittet um die Mithilfe der Bevölkerung und hat dafür ein Uploadportal für Medien eingerichtet. „Für eine rasche und umfassende Aufklärung bittet die Polizei um Ihre aktive Mithilfe. Sollten Sie Foto-, Video- oder Audioaufnahmen vom Ereignisort bzw. aus der unmittelbaren Umgebung des Geschehens gemacht haben, möchten wir Sie bitten, diese der Polizei möglichst umgehend über dieses Upload-Formular zur Verfügung zu stellen.“
Augenzeugen berichten derweil, dass ein Hubschrauber über dem Gebiet kreise, auch Drohnen seien im Einsatz.
Wegen des Einsatzes kommt es zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen im betroffenen Gebiet. Die Polizei bittet darum, den Einsatzbereich weiträumig zu umfahren.
Update, 10.05 Uhr: Aufgrund der aktuellen Einsatzlage habe die Polizei die Polizeipräsenz im Stadtgebiet erhöht. „Wir haben jedoch keinerlei Hinweise auf weitere Einsatzörtlichkeiten bzw. weitere verdächtige Personen“, heißt es vonseiten der Beamten.
Update, 10.02 Uhr: Reporter vor Ort berichten, dass die Polizei die verdächtige Person gesichert habe. Nun warte man auf das Eintreffen weiterer Spezialkräfte.
Münchner Polizei schießt auf Verdächtigen – keine Hinweise auf weitere Verdächtige
Update, 10 Uhr: Folgende gesicherte Informationen sind von der Polizei im Zusammenhang mit dem Großeinsatz in der Maxvorstadt veröffentlicht worden: Im Bereich des Karolinenplatzes kam es zu Schüssen von Polizeibeamten auf eine verdächtige Person, die dabei getroffen wurde. Derzeit gebe es nach Angaben der Polizei keine Hinweise auf weitere verdächtige Personen.
Update, 9.54 Uhr: Nach derzeitigen Informationen kam es im Bereich des Karolinenplatzes zu einer Schussabgabe von Polizeibeamten auf eine verdächtige Person. Diese wurde dabei getroffen. Derzeit gibt es keine Hinweise auf weitere verdächtige Personen.
Derweil warnt die Polizei München auf der Plattform X: „Wir erhalten Kommentare mit Spekulationen und Falschinformationen.
Ihr könnt uns am meisten helfen, wenn ihr dies unterlasst und Gerüchte nicht teilt.“ Die Polizei arbeite auf Hochtouren und veröffentliche gesicherte Informationen, sobald sie diese habe.
Update, 9.50 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion sind gegen 9.15 Uhr Schüsse gefallen im Bereich des NS-Dokuzentrums. Beamte, die das israelische Generalkonsulat bewachen, habe diese auch gehört. Es gibt noch keine Festnahme, Hubschrauber sind in der Luft. Heute ist der Jahrestag des Olympia-Attentats.
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Update, 9.45 Uhr: Ein größerer Polizeieinsatz läuft derzeit im Bereich der Brienner Straße und Karolinenplatz. Nach ersten Informationen. Ein Video wurde auf der Plattform X geteilt – darauf sind Schüsse zu hören. „Schüsse vor dem israelischen Generalkonsulat in München. Das NS-Dokuzentrum ist direkt nebenan“, kommentiert der Nutzer. Ob das Video echt ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Heute ist Jahrestag des Olympia-Attentats 1972.
Schüsse vor dem israelischen Generalkonsulat in München. Das NS-Dokuzentrum ist direkt nebenan. pic.twitter.com/k1r819o9Rj
— Ronen Steinke (@RonenSteinke) September 5, 2024
Erstmeldung, 5. September, 9.30 Uhr: München – „Im Bereich der Brienner Straße und dem Karolinenplatz läuft derzeit ein größerer Einsatz. Wir sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort“, erklärt die Münchner Polizei am Donnerstagvormittag über X. Im fraglichen Abschnitt befindet sich das NS-Dokuzentrum. Hubschrauber sind in der Luft, die Einsatzkräfte haben Straßensperren errichtet. Hintergründe blieben zunächst offen. Laut Süddeutscher Zeitung hätten Anwohner von „Schüssen“ nahe dem israelischen Generalkonsulat berichtet.
An die Münchner Bevölkerung erging die dringende Bitte, den „Bereich großräumig zu meiden“.
Rubriklistenbild: © dpa | Matthias Balk + Screenshot X





