Beim Benefizkonzert „Zwischen den Jahren“ für die Hilfsaktion „Leser helfen helfen“ von Tölzer Kurier und Isar-Loisachbote war das Publikum im „Holzwirt“ in Ascholding von den zahlreichen Darbietungen wieder begeistert.
Ascholding – „Schee war’s wieder“: Dieses Lob bekam Georg Kapfer am Samstagabend nicht nur einmal zu hören. Bereits zum 29. Mal hat der Wolfratshauser das Benefizkonzert „Zwischen den Jahren“ organisiert und wie immer auch diesmal wieder eine interessante und gelungene Auswahl an Volksmusikgruppen dafür gewonnen. Und dem Publikum im Ascholdinger „Holzwirt“ hat es sichtlich und hörbar gefallen. Denn neben dem wörtlich ausgesprochenen Lob am Ende der Veranstaltung sparten die Besucher auch nicht mit Beifall und Begeisterung für die Darbietungen auf der Bühne.
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Dass beide Seiten, sowohl die Eintritt bezahlenden Gäste im Saal als auch die ohne Gage auftretenden Sänger und Musikanten auf der Bühne, einen sozialen Zweck unterstützen, sei eine „tolle Sache“, betonte Veronika Ahn-Tauchnitz, Redaktionsleiterin des Tölzer Kurier, in ihrer Begrüßung. Der Erlös des klingenden Stelldicheins geht nämlich jedes Jahr an die Weihnachtsaktion „Leser helfen helfen“, die von Tölzer Kurier, Isar-Loisachbote und Geretsrieder Merkur durchgeführt wird.
Wenn nicht der plötzliche Wintereinbruch schwierige Straßenverhältnisse beschert hätte, dann wären wohl auch noch mehr Besucher zum „Holzwirt“ gekommen. So aber blieben erstmals bei diesem Konzert einige Tische frei. Georg Kapfer jedenfalls war aber heilfroh, dass sich die von ihm eingeladenen Musikgruppen alle ohne größere Anfahrts-Probleme eingefunden hatten.
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So zum Beispiel der „Mittenwalder Oimer Gsang“, drei junge Burschen, die ihre markant-werdenfelserischen Lieder spielerisch mit Ziach, Zither und Kontragitarre selbst begleiteten. Oder das Duo Christian Hornsteiner aus Farchant, bestehend aus Vater und gleichnamigem 14-jährigen Sohn, die sich gegenübersitzend Melodie und Takt förmlich in Perfektion aufeinander zu übertragen schienen und ebenso viele Sympathien der Zuhörer gewannen.
Das Gegenstück zum Mittenwalder Oimer Gsang bildeten die „Schnegger Madln“: Aus ihrem vielseitigen Repertoire gaben sie mit geübten Stimmen eine „Bauern-Arie“ und nicht zuletzt das kecke Lied von der „Kaiwemillekibegummidizldichtung“ zum Besten.
Dass auch die Jüngsten ein Podium bekommen, ist Kapfer stets ein Anliegen. Heuer hatte er deshalb die „Argeter Goldkehlchen“ in sein Programm mit einbezogen. Die muntere Schar unter Leitung von Angelika Joos ließ sich von der großen aufmerksamen Zuhörerschaft nicht beeindrucken: Die abwechselnden Einsätze beim „Dirndl, willst an Edelknaben“ kamen wie am Schnürchen. Kaum bekannt dürfte den Anwesenden das verwendete Begleit-Instrument, die aus Kanada importierte zitherförmige „automatische Harfe“, gewesen sein, die von Viktoria Kainz gespielt wurde.
Instrumental garantierten außerdem Rita Reiter, Seppi Wörner und Franziska Guggemos als Harfentrio, der „Niederhamer Soatnklang“ in typischer Stubnmusi-Besetzung sowie die teils ortsansässige Dorfboch-Musi nach Tanzlmusik-Art Hörgenuss pur.
Fehlt zum Schluss noch Ansager Toni Kometer, der mit ernsten und lustigen Geschichten natürlich ebenfalls zum Gelingen des Abends beitrug. Sein weiser Rat: „Wenn’s oide Johr erfolgreich war, dann g’frei di auf’s neue. Wenn’s schlecht war, erst recht.“ (Rosi Bauer)