Neuer Festwirt gefunden

2024 doch wieder ein Volksfest in Weilheim - Der neue Wirt hat Oktoberfest-Erfahrung

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Impressionen vom Weilheimer Volksfest 2023 – nach dem der langjährige Festwirt gekündigt hat. Doch jetzt ist ein Nachfolger gefunden.
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Das ging schneller als gedacht: Es gibt einen neuen Festwirt für das Weilheimer Volksfest. Und der bringt Erfahrungen vom Oktoberfest mit.

Weilheim – Es war eine Hiobsbotschaft für viele Weilheimer und für die ganze Region: Im Jahr 2024, so hieß es Ende Juli im Stadtrat, werde es kein Volksfest in Weilheim geben. Denn der langjährige Festwirt, die H. u. P. Schöniger GmbH, hatte im Mai den Vertrag zur Durchführung des Volksfestes gekündigt – nach 25 Jahren. Nun müsse man sich im Rathaus erst eingehend „Gedanken über das künftige Format der bei Jung und Alt beliebten Veranstaltung zu machen“, hieß es damals im Stadtrat, und sich dabei auch professionell beraten lassen. Noch für 2024 eine gute Lösung zu finden, sei unmöglich.

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Volksfest Weilheim: Es gab mehrere Initiativbewerbungen

Doch nun ging alles schneller als gedacht – und offenbar auch ohne externe Beratung. Nach dem überraschenden Rückzug des bisherigen Festwirts habe die Stadt Weilheim „mehrere Initiativbewerbungen für Festwirt und Schausteller erhalten“, berichtete in der Stadtratssitzung am gestrigen Mittwochabend Jutta Liebmann, die Leiterin des Referats „Standortförderung, Kultur und Tourismus“ im Weilheimer Rathaus. Am 18. Oktober hätten die Bewerber in der (nicht-öffentlichen) Sitzung des Hauptausschusses ihre Konzepte vorgestellt – und das Gremium entschieden: Neuer Festwirt wird die „Krems & Avi GbR“, und die Organisation des Schaustellerparks übernimmt der Schaustellerbetrieb Georg Kraus. Somit werde es bereits 2024 wieder ein Volksfest in Weilheim geben.

Die beiden Neuen sind auch auf dem Oktoberfest zugelassen

„Das Konzept beider Bewerber punktete vor allem im Bereich der Regionalität, da regionale und örtliche Lieferanten und Dienstleister stark mit einbezogen werden sollen“, erklärte Liebmann. Zudem seien beide Bewerber „auf dem Oktoberfest zugelassen, wodurch die Stadt Weilheim zum Beispiel durch das Anwenden höchster Umweltstandards profitiert“. Auch am Seniorennachmittag solle festgehalten werden, betonte die Referatsleiterin.

„Einige tolle Neuerungen“ fürs Weilheimer Volksfest 2024 versprochen

„Die Stadt freut sich darüber, dass es gelungen ist, in der Kürze der Zeit für 2024 wieder ein traditionelles Volksfest auf die Beine zu stellen“, so Liebmann weiter. Dieses werde „einige tolle Neuerungen“ bereit halten, „die sehr gut zu Weilheim passen werden“. Aus dem Stadtratsgremium gab es – wie bei Bekanntgaben üblich – keine Äußerungen zu der Neuigkeit.

Der vormalige Weilheimer Festwirt Peter Schöniger hatte für seine Kündigung wirtschaftliche Gründe ins Feld geführt. Er verwies im Juli auf Anfrage unserer Zeitung auf stark gestiegene Kosten etwa fürs Personal, beim Energiebezug oder für den Sicherheitsdienst. Die Kosten seien „zu hoch geworden“, und Weilheim letztlich zu klein für sein Angebot, so Schöniger, dessen „Festhalle Bayernland“ 1800 Sitzplätze innen und weitere 800 im Garten hat. Man müsse in Weilheim „eine Schiene fahren, die einfacher ist“, so damals das Resümee des scheidenden Festwirts.

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