„Für mich ist es ein Neustart“

Comeback am Viktualienmarkt in München: Georg Schlagbauer verkauft wieder in der Metzgerzeile

  • schließen

Ex-Stadtrat und Handwerkskammer-Chef Georg Schlagbauer verkauft wieder Fleisch und Wurst in der Metzgerzeile. Wie es dazu kam:

München - Es ist das Comeback des Jahres am Viktualienmarkt: Georg Schlagbauer steht wieder in der Metzgerzeile, verkauft feinstes Wagyu-Fleisch. „Für mich ist das hier ein Neustart“, sagt der 52-Jährige unserer Redaktion. „Und ich freue mich darauf.“

Viktualienmarkt in München: Ex-Stadtrat Georg Schlagbauer steht wieder hinter dem Tresen

Schlagbauer ist Metzgermeister, hatte unter anderem auch einen Laden in der bekannten Metzgerzeile. Er war Stadtrat der CSU, Wiesn-Stadtrat und Chef der Handwerkskammer. Er stürzte wegen Drogen tief. Er hat dafür bezahlt und gebüßt, jetzt bekommt er eine neue Chance. „Es ist eine tolle Möglichkeit, mit tollen Produkten.“

Die Produkte: Franz Kirchner züchtet in seiner Westerberger-Fullblood Vertriebs GmbH aus Emmering (Landkreis Ebersberg) seit 2014 Wagyu-Rinder und hat im ehemaligen Laden der Metzgerei Rühl nun ein Geschäft für das Fleisch aus seiner Zucht eröffnet. Schlagbauer ist Geschäftsleiter.

Georg Schlagbauer steht wieder hinter dem Tresen in der Metzgerzeile, verkauft Wagyu-Fleisch.

Viktualienmarkt in München: Neuer Laden bietet Westerberger Wagyu-Produkte

Neugierige finden bei ihm neben den klassischen Steaks interessante neue Steak-Cuts und die altbekannten Westerberger Wagyu-Produkte. Natürlich sind auch Wagyu-Schmankerl im Angebot: Leberkässemmeln (aktuell für 3,90 Euro) aus 100 Prozent Wagyu-Fleisch oder Wagyu-Fleischpflanzlsemmeln (kosten 4,20 Euro). Zusätzlich werden Suppen, Bolognese oder Gulasch verkauft.

Kommunalreferentin Jacqueline Charlier jedenfalls ist begeistert. „Das exzellente Angebot der Metzgerzeile wird nun um die qualitativ hochwertigen Wagyu-Rinder-Produkte erweitert. Das regionale Angebot passt wunderbar zum Viktualienmarkt.“

Viktualienmarkt in München: Kontakt zwischen Schlagbauer und Kirchner entstand zufällig

Der Kontakt zwischen Kirchner und Schlagbauer sei zufällig entstanden, erzählt Schlagbauer. „Wir haben uns kennengelernt, und er hat mir von den Planungen erzählt. Und weil ich ja Erfahrungen im Bereich artgerechte Tierhaltung und als Metzger in der Metzgerzeile habe, ist die Idee entstanden.“

Dass sein neuer Arbeitsplatz nun ausgerechnet genau neben dem Laden von „Wilde Zeiten“ liegt, also der Parzelle, die früher ihm selbst gehörte, stört Schlagbauer nicht. „Natürlich habe ich mich vorher gefragt, wie das sein wird, dort zu stehen. Aber das Thema ist abgehakt, für mich ist es ein Neustart. Ich habe die Chance, hier etwas aufzubauen.“

Rubriklistenbild: © Götzfried

Kommentare