Wetter in Niedersachsen

Experten warnen vor Unwettern: Wetter in Niedersachsen wird rau und wechselhaft

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Bis zum Sonntag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Das ändert sich jetzt: Experten warnen vor Unwettern zum Wochenstart.

Update vom 17. September, 17:55 Uhr: Nach ersten kurzen Schauern neigt sich das Wetter in Niedersachsen und Bremen wieder ungemütlicheren Tagen entgegen. Nach ersten Warnungen von Sturmböen an der Küste am Vormittag veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Nachmittag weitere Hinweise zu besonderer Vorsicht an der Nordsee-Küste.

So waren auch am Sonntagnachmittag, 17. September, Gewitterböen auf der gesamten Breite der Küste möglich. Windstärken der Stufe 8 sind sowohl für die ostfriesische als auch für die nordfriesische Küste angekündigt worden. Zudem galt die Warnung auch für die Elbmündung als auch für die See rund um Helgoland.

Wetter in Niedersachsen zwischen Gewitter, Böen-Warnung, Starkregen und Hagel

Diese Gewitter bilden der Start in das wechselhafte Niedersachsen-Wetter der kommenden Tage. Im Nordwesten des Landes sind bis zum Abend einzelne Gewitter mit Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Neben stürmischen Böen ebenfalls um 70 Kilometer pro Stunde oder Stufe 8 ist auch kleinkörniger Hagel mit einer geringen Wahrscheinlichkeit vom DWD vorhergesagt.

Nach einer kurzen Beruhigung ziehen ab Montagmorgen von Südwesten und Westen erneut einzelne Gewitter mit ähnlichen Begleiterscheinungen bei einer ansteigenden Gewitterwahrscheinlichkeit über Niedersachsen. Die Temperaturen erreichen dann zwischen 22 und 26 Grad, der Wind weht dann allerdings nur mäßig bis frisch. Ähnlich wechselhaft wird auch das Wetter in vielen anderen Teilen Deutschlands – für Hessen beispielsweise kündigt der DWD ebenfalls Starkregen und stürmische Böen an.

Grund für das unwirtliche Wetter in Niedersachsen und an der Nordsee-Küste ist ein „Ex-Hurrikan“ der dann vor den Britischen Inseln stehen wird, hat Wetter-Experte Dominik Jung kürzlich angekündigt.

Hurrikan steht vor Europa: Niedersachsen drohen Gewitter, Starkregen und Sturmböen

Update vom 17. September, 9:36 Uhr: Für die deutsche Nordseeküste wurde am heutigen Sonntag, 17. September, eine amtliche Böen-Warnung vom Seewetterdienst bekannt gegeben. An der Nordseeküste kann es seit 8:15 Uhr strichweise zu Gewitterböen von acht Windstärken aus Süd kommen. Das bedeutet, dass es in 20 bis 30 Prozent des Gebiets regnet, in den restlichen Teilen aber nicht.

Zudem drohen im Südwesten Niedersachsens und nachfolgend im Westen einzelne Gewitter. Diese können Starkregen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter mit sich bringen – und das in kurzer Zeit. Auch hier sind während Gewittern Sturmböen mit bis zu 9 Windstärken sowie kleinkörnigem Hagel möglich, allerdings nur mit geringer Wahrscheinlichkeit. Das Wetter am Sonntag zeigt sich davon abgesehen am Vormittag zunächst freundlich.

Dann ziehen westlich der Weser dichtere Wolken auf. Von Südwest breiten sich nordostwärts teils gewittrige Schauer zum Nachmittag hin aus. Anschließend kommt es auch in der Osthälfte Niedersachsens vermehrt zu Wolken und Schauern. Die Temperaturen erreichen dennoch bis zu 28 Grad Celsius.

Erst vor wenigen Wochen traf das Orkantief „Poly“ auf Niedersachsen. An der Nordsee wurde deshalb das bei Touristen beliebte Event „Sommerabend am Meer“ gänzlich abgesagt. Die Deiche seien zu nass für Besuchermengen.

Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern 

Strand von Langeoog Orkantief „Poly“
Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern  © Foto Wodzinski
Dunkle Wolken und Regen wegen Sturmtief „Poly“ Langeoog
Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern  © Foto Wodzinski
Sturmtief Poly Strand Langeoog Ostfriesische Inseln
Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern  © Foto Wodzinski
Langeoog Sturm Poly Niedersachsen Ostfriesische Inseln
Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern  © Foto Wodzinski
Sturm Niedersachsen Poly Wind Himmel Strand
Orkantief „Poly“ trifft auf Niedersachsen – Das Ausmaß am Strand von Langeoog in Bildern  © Foto Wodzinski

Wetterlage spitzt sich zu: Niedersachsen muss am Sonntagnachmittag mit Gewittern rechnen

Update vom 16. September, 11:55 Uhr: Die Wetterlage in Niedersachsen spitzt sich wider Erwarten schon am Sonntagnachmittag zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt den Westen Niedersachsens vor einzelnen Gewittern. Diese können mit Starkregen um die 20 Liter pro Quadratmeter und Sturmböen mit bis zu 75 Kilometern pro Stunde erscheinen. Das entspricht Windstärke acht bis neun. Auch kleinkörniger Hagel sei laut DWD möglich, allerdings nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit.

Auch das Wetter in Hamburg ist in den kommenden Tagen von Schauern und Gewittern geprägt, wie 24hamburg.de berichtet.

Experten warnt vor Unwettern in Niedersachsen: Wetterlage spitzt sich weiter zu

Auch die Wetter-Lage in Bezug auf die kommenden Tage verschärft sich drastisch. So warnt der DWD schon heute: „Zu Beginn der Woche teils schwere Gewitter mit Unwettergefahr. Am Dienstag und Mittwoch im Nordwesten stürmisch mit Sturm über der Nordsee.“ Weiter heißt es im Trend für Dienstag und Mittwoch: „An der Nordsee Sturmböen wahrscheinlich, dort auch geringe Wahrscheinlichkeit für schwere Sturmböen, vor allem in Nordfriesland. Dabei auch einzelne Gewitter.“

Tornado und Orkantief: Die 5 heftigsten Unwetter in Niedersachsen der vergangenen Jahre in Bildern 

Westerland auf Sylt Kyrill
Der 18. Januar 2007 ist vielen Menschen in Niedersachsen vermutlich in Erinnerung geblieben: Der Orkan „Kyrill“ zog über das Land hinweg. Diese Aufnahme zeigt den Vortag, an dem bereits hohe Wellen auf den Strand von Sylt trafen.  © dpa/Carsten Rehder
Sturm - Orkan „Kyrill“ über Deutschland
Im Fischereihafen von Norden-Norddeich schlugen am 18. Januar 2007, rund vier Stunden vor dem Maximum der zu erwartenden schweren Sturmflut, bereits die ersten Wellen über die Pierkante. Bis in den Morgenstunden des Folgetags sollte das Orkantief noch im Norden wüten und Zerstörung mit sich bringen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan "Kyrill" - Hochhausdach fällt auf Wohnhaus
Der Blick aus einem zerstörten Kinderzimmer in Barsinghausen zeigt: Das Orkantief „Kyrill“ hinterließ große Schäden in Niedersachsen. Mit einer Schadenssumme von 149 Millionen Euro verfehlte der Orkan dort nur knapp die Aufnahme in die Liste der weltweit zehn teuersten Naturkatastrophen der Gruppe. 47 Menschen starben durch „Kyrill“. © Jochen Lübke
Tornado auf Helgoland
Wenn Urlauber Helgolands an den 12. Juli 2010 zurückdenken, gefriert ihnen vermutlich das Blut in den Adern. An diesem fegte ein Tornado über die Düne der Nordseeinsel hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Ursache für die Superzelle war das Tiefdruckgebiet „Norina“. © dpa/Uwe Nettelmann
Tornado fegt über Helgoländer Düne
Der Tornado, der am 12. Juli 2010 über die Helgoländer Düne hinwegfegte, sorgte vom Land aus für eindrucksstarke Bilder durch massive Wolkenformationen.  © dpa/Kay Martens
Tornados in Norddeutschland - Helgoland 2010
Der Tornado hinterließ auf Helgoland ein Trümmerfeld. Dieses Bild zeigt einen Campingplatz auf der Düne der Insel. Elf Menschen wurden verletzt. Auch kam es zu Schäden in Niedersachsen. Im ostfriesischen Hafen Leer richtete das Unwetter zum Beispiel Schäden von etwa einer Million Euro an. Zudem starben zwei Menschen.  © dpa/Andrea Auer
Sturmflut am Hafen in Neuharlingersiel (Niedersachsen)
Der Orkan „Xaver“ wütete vom 4. Dezember 2013 bis zum 10. Dezember 2013 im Norden Europas. Den Norden Deutschlands erwischte er am 6. Dezember 2013 mit voller Wucht. Die „Nikolausflut“ gehört zu den schwersten der letzten 100 Jahre. Dieses Foto zeigt die Stärke der Flut am Hafen von Neuharlingersiel in Niedersachsen.  © dpa/Ingo Wagner
Orkantief Xaver Hochwasser Bensersiel Niedersachsen
Das Hochwasser in den Mittagsstunden am 6. Dezember 2013 überflutete während des Sturmtiefs „Xaver“ den gesamten Campingplatz in Bensersiel, Niedersachsen. Auf den Inseln waren „erhebliche Dünenabbrüche zu verzeichnen“, teilte das niedersächsische Umweltministerium (NLWKN) mit. Insbesondere waren die Dünen am Hammersee auf Juist und die Zeltplatzdünen auf Spiekeroog sowie die Harlehörn-Düne auf Wangerooge betroffen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan Xaver Lüneburg
Auch im Inland Niedersachsens kam es während des Orkantiefs „Xaver“ zu erheblichen Schäden. Auf eisglatter Fahrbahn wurde der Bus von einer Sturmböe erfasst, rutschte von der Straße und knallte in zwei Bäume. Der Gesamtschaden in Deutschland wurde auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Präzise Wettervorhersagen und verbesserter Küstenschutz konnten großeren Summen vorbeugen. In Europa starben insgesamt 13 Menschen, davon in Deutschland eine Person.  © dpa/Polizei Lüneburg
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Das Sturmtief „Friederike“ erreichte am 18. Januar 2018 seinen Höhepunkt. Im Norden Deutschlands brachte der Orkan unter anderem starken Schneefall mit sich. Die Straßen waren deshalb spiegelglatt. So kam es zu einer Reihe an Unfällen. Besonders den Süden Niedersachsens erwischte es heftig. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Den Süden Niedersachsens erwischte der Orkan „Friederike“ heftig. Während in den flachen Regionen des Landes nur wenig Schäden verzeichnet wurden, sah die Lage in der Hauptstadt Hannover ganz anders aus. Wie auf dem Foto zu sehen ist, stürzten unter anderem Bäume in Häuser. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Waldschäden nach Orkan Friederike
Die größten Schäden richtete „Friederike“ in den Wäldern von Niedersachsen an. Landesweit werde mit mehr als zwei Millionen Kubikmetern Sturmholz gerechnet, erklärte damals das Niedersächsische Umweltministerium. Insbesondere im Mittelgebirge wurden Wälder zerstört, wie zum Beispiel im Harz, Solling und dem Weserbergland. © dpa/Stefan Rampfel
Sturmtief Zeynep - Bensersiel
275431582.jpg © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Sturmtief Zeynep - Emden Niedersachsen
Ein Unimog der Hafenbehörde fährt am überschwemmten Kai im Hafen Emden in Niedersachsen vor der Fähre „Westfalen“. Es ist der 18. Februar 2022. An der Nordsee erreichen die Windböen des Orkantiefs „Zeynep“ stellenweise bei über 140 Kilometer pro Stunde. © dpa/Lars Klemmer
Stürme verursachen Schadholz im Privatwald
Mitte Februar zog nicht nur das Orkantief „Zeynep“ über Niedersachsen hinweg. Auch zwei weitere, „Ylenia“ und „Antonia“, sorgten für Unwetter und Sturm. Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer entstanden dabei gut eine Million Festmeter Schadholz. Das Orkantief „Zeynep“ forderte in Europa insgesamt 17 Todesopfer. Ein Mann starb bei Dacharbeiten an der Wurster Nordseeküste, Niedersachsen. In Ostfriesland wurden laut Feuerwehrverband ca. 1900 Feuerwehreinsätzen abgearbeitet. © dpa/Philipp Schulze

Erstmeldung vom 16. September, 8:27 Uhr: Niedersachsen – Noch ist von den bevorstehenden Unwettern nichts zu spüren. Seit zwei Tagen können sich die Norddeutschen über warmes Wetter freuen. In Niedersachsen wartet im Tagesverlauf vom Samstag, 16. September 2023, viel Sonnenschein und sommerliche Temperaturen mit bis zu 27 Grad Celsius. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Schon bald wird sich die Wetterlage allerdings ändern.

Hurrikan steht vor den Türen Europas – Am Montag ziehen Unwetter mit Schauern und Gewittern auf

Der Sonntag, 17. September 2023, soll zwar zunächst freundlich werden. Bereits im weiteren Tagesverlauf wird es zunehmen bewölkt. In den Abendstunden ziehen dann Gewitter und Schauer über Niedersachsen hinweg. In der Nacht zu Montag soll laut DWD die Wahrscheinlichkeit von Schauer und Gewittern zunehmen. Dabei kündigten erst kürzlich Meteorologen an, dass im restlichen September sowie Oktober der Spätsommer Einzug halte.

Niedersachsen erwartet die nächsten Unwetter: Schon am Montag gibt es Schauer und Gewitter. (Symbolbild)

Diese Lage hält sich bis zum Montag, 18. September 2023. „Am Montag von Südwesten her Schauer und Gewitter“, teilt der DWD in der Vorhersage mit. Während das Thermometer am Montag noch 25 Grad Celsius messen soll, kühlt es spätestens am Dienstag auf 20 Grad Celsius ab. Erst vor wenigen Tagen zogen Gewitter mit Starkregen über den Südosten und Norden Niedersachsens hinweg. Ähnlich schwer könnten auch die bevorstehenden Unwetter am Montag ausfallen.

Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung kündigt die Wetterlage mit den Worten „Es rappelt in der Kiste“ an. Am Montagnachmittag warte „eine fette Gewitterfront“ mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. „Das volle Programm“, sagt Dominik Jung. Grund hierfür ist ein „Ex-Hurrikan“ der bald vor den Britischen Inseln stehe.

Starker Wind gemeldet: Die Ausläufer des Hurrikans schütteln Niedersachsen ab Montag durch

Das wirbele die Wetterküche in den kommenden fünf Tagen durcheinander, so Jung. Laut amerikanischer Wettermodelle kann es besonders in den nördlichen Regionen Deutschland mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde sehr windig werden. Das zeigen auch europäische Wetterkarten, so Jung. „Nächste Woche wird es deutlich wechselhafter, doch es muss keiner frieren.“ Zwar stürzen die Temperaturen am Dienstag auf 20 Grad Celsius, deutlich kälter wird es allerdings nicht, laut DWD-Vorhersage.

Gewitter und in Niedersachsen: Schönes Wetter sollte jetzt genutzt werden

Demzufolge sollten Norddeutsche in Niedersachsen das schöne Wetter am Wochenende noch einmal so richtig ausnutzen, zum Beispiel mit einem Tagestrip an die Nordseeküste, auf eine der ostfriesischen Inseln oder Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © dpa/Patrick Pleul

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