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Busse und Straßenbahnen fahren trotz Streik in Bremen. Die Gewerkschaft Verdi konnte sich mit dem Arbeitgeber auf mehr Geld und einen Inflationsausgleich einigen.
Bremen – Gerade hat die Gewerkschaft EVG einen 50 Stunden langen Bahn-Streik angekündigt. Anders sieht es bei der BSAG aus. Die Bremer Straßenbahnen und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das berichtet buten un binnen. Laut dem Portal wird „im Zuge der nächsten Tabellensteigerung im Öffentlichen Dienst im März 2024 auf das Niveau der Stundenlöhne der Verkehrsbetriebe im Öffentlichen Dienst und des Tarifvertrags Nahverkehr Niedersachsen angehoben“.
Was etwas sperrig klingt, hat Verdi mit einem Beispiel vorgerechnet. Ein Beschäftigter im Fahrdienst in der Entgeltgruppe 5 bekommen dadurch zwischen 400 und 550 Euro mehr Lohn im Monat. Die Lohnsteigerungen bewegen sich nach Angaben der Gewerkschaft je nach Entgeltgruppe etwa zwischen 12 und 28 Prozent. Zudem bekommen die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro netto. Dieser soll nach Darstellung eines BSAG-Sprechers gestaffelt noch vor dem März 2024 ausgezahlt werden.
Verhandlungen erfolgreich: BSAG und Verdi einigen sich auf neuen Tarifvertrag
Auch wurden im neuen Tarifvertrag zwischen Verdi und der BSAG über die Bezahlung von Azubis verhandelt. Die Bezahlung wird zum 1. März 2024 an die der Azubis im öffentlichen Dienst angepasst. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 200 Euro im Monat, schreibt Verdi.
Neben mehr Geld wurden auch grundsätzliche Dinge diskutiert. So sollen in der Zukunft BSAG-Mitarbeiter an weiteren Gehaltserhöhungen im Öffentlichen Dienst und des Tarifvertrags Nahverkehr Niedersachsen partizipieren. Des Weiteren sollen sie ein Teil der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst sein.
„Insgesamt ist uns eine Tarifeinigung gelungen, die in die Zukunft weist“, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Marian Drews. Für das Land Bremen sei das ein notwendiger Schritt zum Gelingen der Mobilitätswende. „Denn diese gibt es nur mit den Beschäftigten und die gewinnt man nur mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen. Hierfür werden wir uns in Zukunft weiter einsetzen“, so Drews weiter.
Über diese Einigung müssen jetzt die Mitglieder von Verdi abstimmen. Wie bei der EVG ging es im Vorfeld nicht ohne Warnstreiks. Zwei Tage lang standen Busse und Bahnen still. Einige mussten mit dem Taxi zur Arbeit.
Rubriklistenbild: © Marcel Prigge

