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Hohe Energiepreise, Inflationsraten und Zinsen sowie die Konsumflaute und der Mangel an Fachkräften lasten schwer auf den Unternehmen. Die Wirtschaft schrumpft in Deutschland. Wie ist die Lage in der Region Fulda?
Fulda - Aus der Wirtschaft kam in den vergangenen Monaten eine Hiobsbotschaft nach der anderen: Während aber die Weltwirtschaft trotz aller Probleme weiter wächst, haben wir in Deutschland den Anschluss verpasst. Deutschland gilt wieder als der kranke Mann in Europa. Wir haben stichprobenartig bei Unternehmen in der Region Fulda und im östlichen Hessen nachgefragt.
Wirtschaft in der Krise? Das sagt der Handel in der Region Fulda
Der Modehandel verkauft weniger: Reginald Bukel ist Inhaber des Damenmodehändlers Catwalk Fashion in Fulda und Vorsitzender des Vereins City-Marketing Fulda. Dass sich Kunden beim Einkauf zurückhalten, stellen die Einzelhändler in der Fuldaer Innenstadt fest.
„Wir bemerken das besonders bei den Textilien – da wird weniger gekauft und der Pullover vom letzten Jahr eher nochmal getragen“, schildert Reginald Bukel. Während Kunden im Supermarkt vermehrt zu Angeboten und Discount-Artikeln greifen, sei es im Textileinzelhandel genau umgekehrt.
„Von der Kaufzurückhaltung ist besonders das niedrigpreisige Segment betroffen. Teurere Kleidung und Luxusartikel werden nach wie vor gekauft“, so Bukel. Er vermutet, dass vor allem einkommensschwächere Menschen ihr Geld in Krisenzeiten zusammenhielten.
Die größte Herausforderung des Einzelhandels sei es, die Kunden zurück in die Innenstadt zu holen. Denn viele Menschen kauften ihre Kleidung inzwischen im Internet – ein Trend, den die Corona-Pandemie verstärkt habe. „In Fulda gelingt uns das ganz gut. Wir haben in unserer Innenstadt vergleichsweise viele Einzelhändler und nicht nur Ketten“, sagt Bukel.
Eine weitere Folge der Pandemie, mit der der Einzelhandel nach wie vor kämpfe, sei der Personalmangel. „Wir haben Probleme, die offenen Stellen zu besetzen. Das hängt sicher mit der Personalabwanderung zu Corona-Zeiten zusammen“, sagt Bukel. Dennoch ist er mit Blick auf die nun wieder sinkende Inflation positiv gestimmt.
„Das allein wird die wirtschaftlichen Probleme sicher nicht lösen, aber es ist förderlich.“ Er erwartet, dass das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr gut läuft. „Wir freuen uns auf einen schönen Fuldaer Weihnachtsmarkt mit stimmungsvollem Ambiente, das dazu einlädt, wieder Shoppen zu gehen.“
Lebensmittler erleichtert über sinkende Inflation: Klaus-Peter Schwan ist Inhaber des Edeka-Markts am Frauenberg in Fulda. Im Lebensmitteleinzelhandel sorgen die zuletzt wieder besseren Inflationsdaten spürbar für Erleichterung. Klaus-Peter Schwan sagt: „Zu Jahresbeginn war es noch schwierig, viele Kunden haben am Essen gespart und lieber Discountartikel als Markenprodukte gekauft.“
Inzwischen gehe es aber bergauf „und wir schreiben wieder schwarze Zahlen.“ Trotz der Entspannung: Lebensmittel bleiben Schwan zufolge weiterhin teurer als gewohnt. „Weil die Löhne gestiegen sind, kann die Industrie nicht mehr zu denselben Konditionen produzieren wie zuvor. Wir haben aber mit den Herstellern hart über die Preise verhandelt und uns schließlich in der Mitte getroffen“, berichtet Schwan.
Wir leben in stark volatilen Märkten. Schon kleine lokale Ursachen können global massive Auswirkungen haben.
Neben dem Fachkräftemangel nimmt er die Bürokratie als große Herausforderung für den Lebensmittelhandel wahr. „Listen, Dokumentationen, Kontrollen – ich muss so viele administrative Tätigkeiten für verschiedene Ämter erledigen, dass ich ans Büro gebunden bin“, klagt Schwan.
Ein Beispiel: In der Obst- und Gemüseabteilung dürften Biowaren nicht ohne Abtrennung neben konventionellen Produkten liegen. „Sonst könnte die Normalware die Bioware ‚kontaminieren‘, heißt es. Das ist völlig übertrieben und hält unnötig auf“, sagt der Supermarkt-Inhaber aus Fulda.
Wirtschaft in der Krise? Das sagt die Industrie in der Region Fulda
Jumo spürt Verunsicherung in den Märkten: Dr. Steffen Hoßfeld ist Geschäftsführer der JUMO-Unternehmensgruppe. „Nach einem starken Jahresstart spüren wir in den letzten beiden Monaten national und international eine zunehmende Verunsicherung in den Märkten, die sich auch auf unseren Auftragseingang auswirkt“, berichtet er.
Der Einbruch sei jedoch nicht drastisch. „In unserer Branche ist das Bild uneinheitlich. Während es zum Beispiel in der Digitalindustrie zuletzt wieder eine leichte Erholung gegeben hat, schwächt sich das Wachstum in der Prozessautomation – einem unserer Kerngebiete – weiter ab“, so der Geschäftsführer.
Zweiter Tage der Bildungsmesse in Fulda lockt zahlreiche Besucher




Die Vielzahl an Krisen bereite dem Unternehmen Sorgen. „Eine Krise folgt auf die nächste, und gefühlt ist kein Ende in Sicht. Das macht jeden Planungsprozess enorm anspruchsvoll und Prognosen nahezu wertlos“, schildert Hoßfeld. Die Erwartung der Bundesregierung, dass die Talsohle der Konjunktur erreicht sei und es nun wirtschaftlich wieder bergauf gehe, teilt der JUMO-Geschäftsführer deshalb nur unter Vorbehalt.
„Wir leben in stark volatilen Märkten. Schon kleine lokale Ursachen können global massive Auswirkungen haben. Deshalb muss man sehr genau schauen, in welchen Branchen das Wachstum stattfindet und ob wirklich alle davon profitieren.“ Hoßfeld bleibt dennoch optimistisch. „Gesunde Unternehmen werden diese Phasen überstehen und gestärkt in die Zukunft gehen.“
Von der Politik fordert er: „Ganz klar: Weniger Staat. Deutsche Unternehmen ersticken in Bürokratie und müssen viel zu viel Zeit mit Dokumentationen und dem Ausfüllen von Aktenbergen verbringen. Diese Zeit könnte wesentlich sinnvoller in die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen investiert werden, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen.“
EDAG sieht Bedarf für eine „Agenda 2030“: Auch der EDAG-Konzern nimmt ein erhöhtes Maß an Unsicherheit auf den Märkten wahr. „Viele unserer Kunden sehen sich aktuell einem Spannungsfeld von steigendem Investitionsbedarf in Zukunftsthemen bei gleichzeitig kurzfristig notwendigen Einsparanstrengungen gegenüber. Dies sorgt für ein angespanntes Preisumfeld in unserer Branche“, teilt das Unternehmen mit.
Zudem sei es schwierig, Fachkräftemangel und steigende Löhne in wirtschaftlichen Einklang zu bringen. Um die Wirtschaft anzukurbeln, befürwortet das Unternehmen – neben dem Abbau von Bürokratie – politische Anreize für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft zu schaffen und den Zugang für internationale Fachkräfte zu verbessern.
Langfristig sollten die Investitionen in Bildung und Infrastruktur deutlich erhöht werden, um die deutsche Wirtschaft international wieder aufschließen zu lassen. „Hierzu wäre eine sehr ambitionierte ‚Agenda 2030‘ – idealerweise in einem parteiübergreifenden Konsens – ein sinnvoller Ausgangspunkt“, so das Unternehmen.
Wirtschaft in der Krise? Das sagt das Handwerk in der Region Fulda
Bäcker boomt, sucht aber dringend Fachkräfte: Dietrich Friesen ist Inhaber der Altstadtbäckerei Ballmaier in Fulda. „Unser Umsatz ist stabil, wir versinken in Arbeit“, schildert er. Während zwei andere Bäckereien in Fulda ihre Geschäfte in diesem Jahr geschlossen haben, hat Friesen im Frühjahr eine zweite Filiale eröffnet.
Seitdem werde er mit Anfragen überschüttet. Besonders gefragt sei das Liefergeschäft. „Aktuell haben wir vier Großkunden in der Warteschleife, die wir nicht bedienen können“, sagt Friesen. „Denn wir haben nicht genug Bäcker.“ Aktuell fertigt er gemeinsam mit seinen Angestellten rund 15.000 Burgerbrötchen pro Woche – alles in traditioneller Handarbeit, wie Friesen betont.
„Wir bräuchten drei fähige Bäcker mehr, um eine zweite Tagesschicht aufmachen zu können“, sagt er. „Dann könnten wir die dreifache Zahl an Burgerbrötchen produzieren.“ Doch der Arbeitsmarkt sei leergefegt und das Bäckerhandwerk wegen der frühmorgendlichen Arbeitszeiten für viele junge Menschen nicht attraktiv.
Der Fachkräftemangel belastet das Bäckerhandwerk am meisten, sagt Friesen. „Es findet ein Generationenwechsel statt. Die Arbeitnehmer können sich ihren Arbeitgeber inzwischen aussuchen, und der muss sie bei Laune halten.“ Dafür macht der Bäcker auch die Bundesregierung verantwortlich. „Die Einführung des Bürgergelds war ein Fehler. Es nimmt den Leuten den Anreiz, arbeiten zu gehen.“
Fertighaushersteller beklagt Auftragsrückgang: Marco Hammer ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Fertighausherstellers Bien Zenker in Schlüchtern. Wegen hoher Zinsen und gestiegener Baukosten ist das Baugewerbe besonders von der Konjunkturkrise betroffen.
„Deutschland ist laut der aktuellen Prognose des IWF das Konjunkturschlusslicht unter den stärksten Volkswirtschaften der Welt und der einzige Staat, dem für 2023 ein negatives Wachstum prognostiziert wird. Diese Prognose entspricht unserer Wahrnehmung, gerade in der Baubranche“, sagt Marco Hammer.
Zwar werde das Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich den höchsten Umsatz der Firmengeschichte verzeichnen. Seit Mitte 2022 aber gingen die Aufträge nun schon zurück – teilweise um bis zu 40 Prozent. „Vor dem Hintergrund des Auftragsrückgangs stellen wir deutlich vermindert ein und werden Investitionen in Kapazitätserweiterungen zurückstellen. Sollte die Auftragsschwäche bestehen bleiben, werden wir bei Bien Zenker eine Schicht abbauen“, schildert Hammer.
Er kritisiert die Bau- und Wohnpolitik der Bundesregierung. Diese habe die Neubauförderung zurückgefahren und die Standards für den Neubau zu Jahresbeginn verschärft. „Die Bundesregierung hat das Ziel, 400.000 Wohnungen im Jahr zu bauen. Von diesem Ziel waren wir 2022 mit 295.300 fertig gestellten Wohnungen weit entfernt. Das Ifo-Institut rechnet für 2023 mit 245.000 fertig gestellten Wohnungen, für 2024 mit 210.000 Wohnungen, für 2025 nur noch mit 175.000 fertig gestellten Wohnungen“, verdeutlicht Hammer.
Die Erwartung der Bundesregierung, dass die Talsohle der Konjunktur erreicht ist, teilt der Geschäftsführer nicht. Für das Wachstumschancengesetz, das er mit dem „Passagierschein A38“ aus „Asterix und Obelix“ vergleicht, findet er klare Worte: „Das Wachstumschancengesetz – der Entwurf hat 269 Seiten – soll Unternehmen durch eine Prämie dazu bringen, ihre Investitionen zu erhöhen.“
Es muss ein politisches Signal kommen, um die Lethargie aufzubrechen und die Bauwirtschaft für Investoren interessanter zu machen.
Dazu müsse laut Gesetzesentwurf des Bundestags ein Antragsverfahren neu aufgebaut und entwickelt werden, wofür wiederum ein Zeitraum von einem Jahr benötigt werde. „Anträge sollen daher frühestens ab Januar 2025 möglich sein. Wer soll ein solches Zeug lesen und dann deswegen seine Investitionen erhöhen?“
Ebenso scheitere die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte an den bürokratischen Hürden. „Die Wirtschaft benötigt klare und verlässliche Planungsgrundlagen, die Politik sollte diese bereitstellen“, fordert Hammer. „Wenn wir in Deutschland wirtschaftlich an der Spitze stehen möchten, müssen wir im Bereich Bildung, Digitalisierung, Integration am Arbeitsmarkt, Förderung des Leistungsgedankens und Abbau der Bürokratie mehr leisten als andere Staaten. Ich denke, dass wir davon weit weg sind.“
Auch im Heizungsbau macht sich Rezession bemerkbar: Oliver Fehl ist Geschäftsführer von Fehl + Sohn und Ettenberger (Gebäudetechnik/Heizungsbau). Von der schwachen Baukonjunktur sind auch die Unternehmen aus Freiensteinau im Vogelsbergkreis und Fulda betroffen.
„Unsere Auftragsbücher sind noch gefüllt, aber wir wissen, dass sich die Rezession im nächsten Jahr bemerkbar machen wird – in welchem Umfang ist allerdings noch unsicher“, sagt Oliver Fehl. Anders als Bien Zenker seien die beiden Unternehmen aber weiterhin bestrebt, neue Mitarbeiter einzustellen.
„Gerade bei Ettenberger, wo die Auftragslage auch im Jahr 2024 noch sehr gut aussieht, beschäftigen wir sehr viele Leihkräfte, die wir gerne durch eigenes Personal ersetzen würden“, so Fehl. Fachkräfte aus dem Ausland einzusetzen, hält er in seiner Branche indes für schwierig. „Wir brauchen fachlich qualifizierte Mitarbeiter, die Deutsch sprechen.“
Doch das Wirtschaftswachstum geschehe nicht von allein. Das Vertrauen in die Regierung sei stark angeschlagen und die Unternehmen fühlten sich alleingelassen. „Es muss ein politisches Signal kommen, um die Lethargie aufzubrechen und die Bauwirtschaft für Investoren interessanter zu machen“, sagt Fehl.
Konkret schlägt er Entlastungen für Endkunden, wie gezielte Mehrwertsteuersenkungen und eine Eigenheimzulage, vor. „Ich habe die Sorge, dass unsere grüne Regierung das Eigenheim nicht fördern will. Das wäre ein Fehler, da das Eigenheim Teil der deutschen Kultur ist.“
Wirtschaft in der Krise? Das sagt die Gastronomie in der Region Fulda
Schreckgespenst Mehrwertsteuer: Steffen Ackermann ist Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbands Fulda. Die Gastronomie- und Hotellerie beschäftigt zurzeit vor allem die nun drohende Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer. „Wenn die Mehrwertsteuer auf Speisen wieder von sieben auf 19 Prozent angehoben wird, können sich viele Gäste das Essen gehen nicht mehr leisten“, sagt Ackermann.
„Ein Schnitzel zum Beispiel würde 24 statt 18 Euro kosten. Darunter leidet auch der soziale Zusammenhalt.“ Eine weitere Herausforderung stelle der anhaltende Fachkräftemangel dar, der das Gastronomiegewerbe schon länger umtreibe. „Hier würde eine schnellere und einfachere Arbeitserlaubnis helfen für Menschen, die nach Deutschland gekommen sind. Unter ihnen sind viele, die arbeiten wollen und nicht dürfen.“
Drittens sei die Gastronomie stark von den hohen Energie- und Lebensmittelkosten betroffen. „Die Preise im Wareneinkauf sind enorm gestiegen, zudem benötigen wir viel Energie zum Kühlen und zum Kochen“, sagt Ackermann. Die Politik solle dafür sorgen, dass die Energiepreise wieder sinken.
Zudem fordert der Dehoga-Vorsitzende den Abbau von Bürokratie. „Früher haben die Küchenchefs in Hotels und Restaurants gekocht, heute sind sie mit Dokumentationen und Dienstplänen beschäftigt. Das hält sehr viel auf.“
Wirtschaft in der Krise? Das sagt die Landwirtschaft in der Region Fulda
Kampf gegen hohe Preise: Sebastian Schramm ist Geschäftsführer des Kreisbauernverbands. Die allgemeinen Kostensteigerungen stellen auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Nach Angaben des Kreisbauernverbands Fulda-Hünfeld kämpfen die hiesigen Betriebe mit hohen Diesel- und Düngemittelpreisen, Futtermittelkosten und Investitionen in Landtechnik.
Gleichzeitig sei der Milchpreis weiterhin rückläufig. Schweinemäster müssten kräftige Preisabschläge hinnehmen .Ebenso beschäftigten Themen wie Klimawandel, Extremwetterereignisse, Nachhaltigkeit, Ernährungsveränderungen sowie die Kaufkraft der Verbraucher die heimischen Landwirte. Lokale Direktvermarkter verkauften an ihren Höfen weniger Produkte.
Zudem fehle die Planungssicherheit für den zukunftsfähigen Neu- und Umbau von Stallgebäuden, da noch kein ausreichendes politisches Gesamtkonzept für artgerechte Tierhaltung vorliege. Diese Unsicherheit erschwere Hofübergaben an die nächste Generation. „Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind offen für Veränderungen, doch dafür braucht es realistische Perspektiven für die Zukunft“, sagt Verbandsgeschäftsführer Sebastian Schramm.
Zu viele Vorschriften: Dieter Euler ist Biolandwirt und betreibt das Hofgut Lindenberg in Schlüchtern im Kinzigtal. Er kritisiert das zu starke Eingreifen des Staates. „Es gibt viel zu viele Vorschriften, die kann kein Mensch mehr überblicken.“ Inzwischen werde ihm beinahe auf den Tag genau vorgeschrieben, wann er seine Äcker zu pflügen hätte.
„Dabei ist die Landwirtschaft von vielen verschiedenen Bedingungen abhängig – Wetter, Standort, Vorfrucht – das kann man nicht im Detail genau planen.“ Ein zweites Thema, das den Biobauern umtreibt, ist die wachsende Wolfspopulation.
„Wir haben aktuell rund 2000 Wölfe in Deutschland. Bei einer Wachstumsrate von 30 Prozent müssten nahezu 600 Tiere pro Jahr geschossen werden, um diese Zahl nur zu halten“, rechnet der Biobauer vor. „Je länger die Politik dieses Problem vor sich herschiebt, desto schwieriger ist es in den Griff zubekommen.“
Rubriklistenbild: © Jonas Wenzel/YOWE




