VonJens Joachimschließen
Unter dem Motto „Demokratie verteidigen. Gegen Rechtsextremismus“ beginnt an diesem Dienstag, 23. Januar, um 17.30 Uhr eine antifaschistische Versammlung vor dem Haus der Geschichte. Eine Stunde zuvor startet eine „Demonstration gegen den Faschismus“ am Gewerkschaftshaus an der Rheinstraße.
Update vom 23.01.2023, 23.00 Uhr: 17 000 Menschen haben am Dienstagabend in der Darmstädter Innenstadt gegen Faschismus demonstriert. Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) forderte AfD-Mitglieder zum Parteiaustritt auf: Demo gegen Rechts in Darmstadt: „Kein Platz für Nazis“
Erstmeldung vom 22.01.2023, 18.26 Uhr: Weil an diesem Dienstag, 23. Januar, wohl deutlich mehr als die 500 vom Darmstädter Stadtrat, Ordnungsdezernenten sowie CDU-Kreisvorsitzenden Paul Georg Wandrey angemeldeten Menschen an der Kundgebung unter dem Motto „Demokratie verteidigen. Gegen Rechtsextremismus“ teilnehmen werden, wird die Versammlung nicht – wie ursprünglich geplant – auf dem Friedensplatz, sondern nur ein paar Schritte entfernt nebenan auf dem größeren Karolinenplatz vor dem Haus der Geschichte stattfinden.
Stadtsprecher Klaus Honold teilte am Montag auf Anfrage der FR mit, dass in der entsprechenden Verfügung für die Kundgebung das Motto „Für Rechtsstaat und Demokratie“ angegeben worden sei, das explizit nicht mehr den Hinweis auf die antifaschistische Intention der Versammlung beinhaltet.
Antifaschistische Demonstration und Kundgebung in Darmstadt geplant
Zu der gemeinsamen Kundgebung rufen der Magistrat der Stadt Darmstadt, die Parteien und Stadtverordnetenfraktionen von Grünen, SPD, CDU, Volt, Uffbasse und FDP, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die katholische Kirche, die Technische Universität (TU) und die Hochschule Darmstadt, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt/Rhein-Main/Neckar sowie zivilgesellschaftliche Organisationen auf.
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Bereits eine Stunde zuvor, um 16.30 Uhr, beginnt am Gewerkschaftshaus, Rheinstraße 50, eine „Demonstration gegen den Faschismus!“ zum Karolinenplatz, zu der mehrere Gewerkschaften, das „Bündnis gegen Rechts Darmstadt“, die Initiative „Wir sind gemeinsam stark“ und Attac Darmstadt aufrufen.
Vorgesehen ist, dass Stadtrat Wandrey am frühen Dienstagabend die auf dem Karolinenplatz versammelten Menschen begrüßen wird. Danach sollen auch Ansprachen von Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD), Bürgermeisterin Barbara Akdeniz (Grüne), TU-Präsident Tanja Brühl und IHK-Präsident Matthias Martiné sowie eines Gewerkschaftsvertreters folgen.
