VonFlorian Leclercschließen
Italien fängt an, sich auf die Rolle als Ehrengastland 2024 vorzubereiten. Schon 1988 setzte Italien einen Schwerpunkt auf der Buchmesse- mit einer erstaunlichen Raumgestaltung.
Bei der Frankfurter Buchmesse 2024 wird Italien unter dem Motto „Verwurzelt in der Zukunft“ Ehrengastland sein. Im kommenden Jahr werden etwa 120 Autorinnen, Autoren und Kulturschaffende aus Italien in Deutschland erwartet. Geplant sind Debatten, musikalische Performances unter anderem zu Giacomo Puccini und Kunstausstellungen.
Alle Regionen des Landes würden die italienische Kultur präsentieren, teilte der Kulturminister Italiens, Gennaro Sangiuliano, in einer Grußbotschaft mit. Geschichte, Gegenwart und Zukunft Italiens sollen demnach eine tragende Rolle spielen.
Filmkulisse von „Der Name der Rose“
Schon 1988 war Italien mit einem „Schwerpunktthema“ Gast auf der Frankfurter Buchmesse. Damals verwandelte der Bühnenbildner Mario Garbuglio die Frankfurter Kongresshalle in einen mittelalterlichen Tempel und ein neoklassizistisches Theater und ließ die Klosterbibliothek aus der Filmkulisse zu Umberto Ecos „Der Name der Rose“ aufbauen. Details zum Ehrengast-Pavillon 2024 gibt es noch nicht.
Den Angaben zufolge wurden seit 2020 insgesamt 517 Werke aus dem Italienischen in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Übersetzungsarbeit wolle das Kulturministerium auch 2023 und 2024 weiter fördern, teilten die Anwesenden mit. In Italien sind mehr als 5000 Verlage tätig. Jedes Jahr erscheinen etwa 80 000 gedruckte Bücher. Ein Exportschlager ist den Angaben zufolge das Kinder- und Jugendbuch. Die meisten Bücher werden in Europa verkauft.
In diesem Jahr ist Slowenien Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Nach Italien folgen Philippinen (2025) und Tschechien (2026).
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