Nachts droht Frost

Nach dem Sturm kommt die Glätte: Das Wetter in Osthessen bleibt winterlich

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Das Wetter hat sich beruhigt, das Sturmtief ist über Hessen hinweggezogen. Mitgebracht hat es allerdings kalte Temperaturen. Es bleibt wechselhaft, in den Mittelgebirgen droht immer wieder Schnee und Glätte.

Fulda - Für Autofahrer und Pflanzenfreunde heißt es in den kommenden Tagen: Aufgepasst! Denn nachdem das Sturmtief mit Polarluft über Hessen hinweggezogen ist, bleiben die Kälte und das wechselhafte April-Wetter. Vor allem im Bergland wie Rhön oder Vogelsberg droht laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zum Ende der Woche immer wieder Schneefall und Glättegefahr auf den Straßen.

Das April-Wetter in Osthessen bleibt winterlich - im Bergland droht Schnee- und Glättegefahr

Der starke Wind hat sich am Mittwoch zwar gelegt, schwere Böen, die für zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume und Unfällen in Osthessen gesorgt haben, sind laut DWD nur noch bei gelegentlichen Gewittern zu erwarten. Dafür wird es vor allem nachts frostig kalt, vor allem dort, wo die Wolkendecke länger aufreißt und der Himmel aufklart.

In Hessen bleibt es in den nächsten Tagen winterlich kalt, es droht Frostgefahr und in höheren Lagen Schnee.

Sind dann die Straßen nass oder fällt später wieder Regen, kann es schnell glatt werden. Vor allem im Bergland warnt der Deutsche Wetterdienst deshalb vor Glättegefahr. Aber auch in tieferen Lagen sei Bodenfrost verbreitet. Hinzu kommt, dass Niederschlag in höheren Regionen als Schnee oder Schneeregen herunterkommen kann. Auf der Wasserkuppe in der Rhön etwa ist am Dienstagmorgen bereits Schnee gefallen

„Für Kraftfahrer ist die Zeit herausfordernd. Wer schon auf Sommerreifen umgestellt hat, hat mitunter Probleme“, warnt Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn von der Wettervorhersagezentrale des DWD. Die Temperaturen bleiben schon tagsüber einstellig, nachts sinken sie schnell 3 bis 0 Grad, im Bergland auch noch tiefer.

Achtung bei Sommerreifen - winterliches Wetter kann Autofahrern Probleme bereiten

Aufpassen müssen aber auch (Hobby-)Gärtner und Landwirte. In den vergangenen Wochen war das April-Wetter so warm, dass vorgezogene Pflanzen bereits nach draußen gesetzt wurden oder Knospen früh erblüht sind. „Nun bedroht Frost in Bodennähe die empfindlichen Pflanzen“, sagt Meteorologin Kern.

Eine Abdeckung kann die empfindlichen Pflanzen vor dem Frost schützen. Das weiß etwa Erdbeer-Bauer Sebastian Würfl aus Hessen, der seine Pflanzen mit Netzen und Vliesen schützt. „Eine deutliche Milderung und beständiges Wetter sind in dieser Woche nicht in Sicht“, hat Jacqueline Kernn keine guten Nachrichten für alle, die auf eine Rückkehr des Frühlings warten.

In Hessen soll es laut Deutschem Wetterdienst am Freitag und Samstag sogar wieder mehr Regen, Graupel oder Schnee geben. Auch starke bis stürmische Böen und vereinzelte Graupelgewitter sind wieder möglich. Die Höchstwerte liegen bei 7 bis 12 Grad am Tag, bei minus 2 bis plus 5 Grad in der Nacht.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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