Vor dem ersten Spiel: Ranking wertet Frankfurt als schlechteste Gastgeberstadt
VonErik Scharf
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Hotels in Stadionnähe, öffentlicher Nahverkehr und Kneipendichte – ein Ticketportal vergleicht die zehn EM-Spielorte. Frankfurt schneidet besonders schlecht ab.
Frankfurt – Der Ball rollt, die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland ist eröffnet. Die Fans in Frankfurt müssen sich aber besonders lange gedulden, bis auch im Waldstadion das erste von insgesamt fünf EM-Spielen angepfiffen wird.
Das Fußball-Fieber hat Frankfurt bereits zum Eröffnungsspiel beim 5:1-Spektakel der DFB-Elf gegen Schottland am vergangenen Freitag heftig gepackt. In der ganzen Stadt waren schottische Fans unterwegs, die offizielle Fanzone war zum Public Viewing proppenvoll – was teilweise zu dramatischen Szenen führte. Am Montag (17. Juni) ist auch das Stadion im Frankfurter Stadtwald ausverkauft, wenn in der Gruppe E Belgien auf die Slowakei trifft (18 Uhr).
Frankfurt mit schlechtester Wertung beim ÖPNV und Hotelpreisen
Ob die Fans der beiden Mannschaften eine gute Zeit bei der Fußball-EM in Frankfurt haben werden, ist von vielen Faktoren abhängig. Das Portal SeatPick hat die zehn Gastgeberstädte der Euro 2024 verglichen – Hotels in Stadionnähe, öffentlicher Nahverkehr rund um die Arena, Kneipendichte in der Stadt sowie Bier- und Ticketpreise. Das Ergebnis ist aus Frankfurter Sicht überraschend.
Alle EM-Trikots des DFB seit 1972 in der Übersicht
Denn: Frankfurt landet in diesem Ranking auf dem zehnten und letzten Platz. Demnach weist Frankfurt mit durchschnittlich 568 Euro für einen Drei-Tage-Aufenthalt die teuersten Hotelpreise auf – mit deutlichem Abstand zum Zweitplatzierten Hamburg (503 Euro). Beim ÖPNV zum Stadion erhält Frankfurt mit 32 Haltestellen im Radius von zwei Kilometern um das Stadion wiederum den schlechtesten Wert im Vergleich der EM-Stadien.
Insgesamt landet Frankfurt mit einer Punktewertung von 5,88 hinter Düsseldorf (5,95). An der Spitze stehen Berlin (8,28) und Hamburg (8,04). Für die Fußball-Fans dürfte dieses Ranking eher sekundär sein – schließlich gibt es so viel mehr Indikatoren für einen gelungen EM-Besuch in Frankfurt. (esa)