Fußball-EM 2024

Kaum Parkplätze am Stadion: So kommen Fußball-Fans zum Deutsche Bank Park

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Frankfurt ist Gastgeber für fünf EM-Spiele. Parkplätze am Stadion sind aber Mangelware. So kommen Fans zum Deutsche Bank Park.

Frankfurt – Deutschland ist in diesem Sommer erstmals seit der WM 2006 wieder alleiniger Gastgeber eines großen Fußball-Turniers. Vier Wochen lang werden vom 14. Juni bis 14. Juli in zehn Städten die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2024 ausgetragen. Fünf Partien können Fußball-Fans im Stadion von Eintracht Frankfurt live sehen, darunter ein Achtelfinale. Die Spiele im Deutsche Bank Park sowie die Live-Übertragungen aller 51 Spiele auf einer Großbildleinwand in der Innenstadt werden in Frankfurt aber für Einschränkungen im Straßenverkehr sorgen.

Während der Fußball-EM in Frankfurt kaum Parkplätze für Autofahrer

Regularien der UEFA machen es Autofahrern kaum möglich, vor EM-Spielen am Stadion zu parken. Um Fangruppen zu trennen, wird es während der EM 2024 kaum öffentliche Parkplätze rund um das Stadion geben. Die Abstellplätze in der Tiefgarage, am Gleisdreieck und auf dem Waldparkplatz können nur mit Berechtigungsscheinen der UEFA genutzt werden. Einzig die Parkplätze in der Isenburger Schneise werden zur Verfügung stehen, weil sie laut Definition der UEFA nicht stadionnah sind und damit unreglementiert bleiben. Die Stadt weist darauf hin, dass es mittlerweile deutlich mehr Fahrradabstellplätze am Stadion gebe.

Der Deutsche Bank Park wird während der EM 2024 Schauplatz von fünf Spielen sein.

Sperrung des Mainkais sorgt für Verkehrsbeeinträchtigung in der Innenstadt

Während der Fußball-EM wird es aber auch zu Verkehrseinschränkungen auf Straßen im Innenstadtbereich kommen, denn über den gesamten Zeitraum des Turniers ist der Mainkai voll gesperrt. Damit wird die Uferstraße Teil der etwa 1,4 Kilometer langen „Fan Zone“ sein und mehreren Tausend Menschen Platz bieten. Auf zehn Bildschirmen zwischen Friedensbrücke und Eisernem Steg werden alle Spiele der EM übertragen – unter anderem auf einem Großbildschirm mit einer Fläche von 144 Quadratmetern, der auf dem Main schwimmt.

Public Viewing wieder am Wasser: Vor einer riesigen LCD-Wand am Main verfolgten Fans 2006 die Fußball-Weltmeisterschaft.

Der Aufbau wird voraussichtlich Ende Mai beginnen, sagte Ulrike Gaube, Referentin von Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne). Da bis einschließlich August weitere Veranstaltungen auf der Uferstraße geplant sind, wird die wichtige Ost-West-Straßenverbindung von Ende Mai bis Ende August nicht befahrbar sein. Den Verkehr versucht die Stadt mit weiträumigen Umleitungen über Anlagen-/Cityring, über den Alleenring und via Mörfelder Landstraße zu vermeiden.

Anfahrt zu EM-Spielen im Stadion „Deutsche Bank Park“ mit dem ÖPNV

Um die stark eingeschränkte Parkplatz-Situation zu umgehen, erreichen Fußball-Fans den Deutsche Bank Park an der Mörfelder Landstraße 362 sehr gut über verschiedene Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Linien S7, S8 und S9 fahren vom Tiefgeschoss des Frankfurter Hauptbahnhofs in Richtung „Frankfurt Flughafen/Airport“ oder „Wiesbaden Hauptbahnhof“ über die Station „Stadion“. Zudem verkehren die Buslinien 61 und 80 zwischen Frankfurter Südbahnhof über den Stadtteil Niederrad in Richtung Stadion. Besucherinnen und Besucher des Waldstadions können an den Haltestellen „Stadionbad“ oder „Osttribüne“ aussteigen. Auch die Straßenbahn fährt zur Station „Stadion“.

Derzeit gilt in Frankfurt (schon seit Ende Januar) ein reduzierter Fahrplan, der erst im Sommer aufgehoben werden soll. Dennoch soll der Nahverkehr um die Arena während der EM öfter fahren als bei Bundesligaspielen oder Konzerten. Ob das ohnehin schon stark angeschlagene Personal die Fahrten planmäßig bewältigen kann, ist indes noch nicht sichergestellt.

„Fanbotschaft“ beantwortet Fragen rund um die Fußball-EM in Frankfurter Innenstadt

Während der gesamten EM 2024 soll eine „Fanbotschaft“ in der Frankfurter Innenstadt an der Hauptwache für Anfragen von Fans bereitstehen. Treffpunkte für Anhänger der spielenden Teams sollen vor den Spielen am Roßmarkt und Opernplatz eingerichtet werden. (nok/nhe)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/picture alliance

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