- VonLinda Scherdinschließen
Die diesjährige Badesaison hat schleppend begonnen, doch die Aussichten auf besseres Wetter lassen Hoffnung auf mehr Badegäste bei den Betreibern aufkommen. Passend zum ersten Ferienwochenende sollen es laut Deutschem Wetterdienst bis zu 34 Grad in der Region werden.
Fulda - In diesem Sommer waren die Besucherzahlen in vielen Freibädern in und um Fulda für die Betreiber bisher enttäuschend. Das Freibad Rosenau in Fulda zählte von Beginn der Badesaison bis in die erste Juli-Hälfte des vergangenen Jahres rund 65.700 Badegäste. Diese Zahl wurde in der aktuellen Badesaison noch nicht erreicht. Von Mai bis Mitte Juli wurden gerade einmal knapp 45.000 Besucher gezählt. 1700 Besucher 2024 kamen am Eröffnungstag.
Badesaison startet wegen Wetter und Personalmangel schleppend
Auch im Petersberger Freibad Waidesgrund war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Im Juni konnte nur etwa ein Drittel der Badegäste des vergangenen Jahres gezählt werden. Das gab die Bürgermeisterin von Petersberg, Claudia Brandes, bei der letzten Gemeindevertretersitzung bekannt. „So hatten wir in der ersten Juni-Hälfte 2023 hervorragendes Wetter, allein an einem Junitag waren 5600 Menschen im Freibad Waidesgrund, ein absoluter Rekord“, fügt Sebastian Kircher, Pressesprecher der Gemeinde Petersberg, hinzu. „Wir hoffen nun auf einen guten Restsommer in Kombination mit den Ferien.“
Ähnlich sieht es in Poppenhausen aus. Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) erklärt die fehlenden Besucherzahlen so: „Wie in allen anderen Freibädern ist der Besuch unseres Freibades in der Saison 2024 witterungsbedingt überschaubar. Das wechselhafte Wetter sorgt leider dafür, dass die Zahl der Besucherinnen und Besucher zurückgegangen ist.“ Das Freibad in Poppenhausen wird über eine Solar-Ripp-Anlage beheizt und von vielen Freiwilligen bewirtschaftet. Ein Grund für den geringen finanziellen Verlust. „Das Defizit von 40.000 Euro in diesem Jahr ist überschaubar und trägt nicht dazu bei, dass wir uns ernsthafte Sorgen machen müssen“, so Helfrich.
Ein bedeutender Beitrag leisten die circa 25 bis 30 Freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich für den Erhalt unseres kleinen aber feinen Freibads engagieren.
Im Waldschwimmbad in Hosenfeld wird derzeit freiwillige Unterstützung gesucht. Durch den aktuellen Personalmangel mussten die Öffnungszeiten des Schwimmbads verkürzt werden. Aktuell hat das Waldschwimmbad von montags bis sonntags von 13 bis 19 Uhr geöffnet. „Wir hoffen, dass wir schnell neues Personal finden und die Öffnungszeiten im August wieder verlängern können“, betont Hosenfelds Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU).
Betreiber von Waldschwimmbad Hosenfeld hoffen auf neues Personal
In den vergangenen Badesaisons waren es zwischen fünf und sieben Bademeister in dem Freibad. Jetzt gibt es nur ein bis zwei Personen, die die Sicherheit der Badegäste gewährleisten können. Trotz der erfolgreichen Neu-Sanierung des Freibads konnten die Menschen das Angebot bisher nur eingeschränkt nutzen, da das Wetter nicht mitgespielt hat, fügt Malolepszy hinzu. Ab einer Temperatur von 19 Grad öffnet das Freibad.
Auch die Gemeinde Flieden und die Stadt Hünfeld bestätigen den Rückgang der Besucherzahlen in dieser Badesaison durch das wechselhafte Wetter. Wie sich die geringen Besucherzahlen finanziell auf die gesamte Badesaison auswirken zeigt erst die Bilanz am Ende des Sommers. Mit dem vorhergesagten besseren Wetter und den beginnenden Sommerferien bestehe jedoch Hoffnung auf eine positive Entwicklung in den kommenden Wochen.