„Würde alles in den Schatten stellen“

Unwettergefahr: In dieser Form „für Mittel- und Osteuropa eher selten“ – trifft es auch Nordhessen?

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Nach wochenlanger Hitzewelle kündigt sich in Kassel und Nordhessen der Herbst mit Regen an. Ein großes Hochwasser scheint aber unwahrscheinlich.

Kassel – Der Sommer scheint vorüber. Nach der Hitzewelle, die Kassel und Norhdessen in den vergangenen Wochen fest im Griff hatte, scheint nun der Herbst angekommen. In Teilen des Bundeslandes regnet es am Mittwoch (11. September) bereits seit den Nachtstunden durch. Überraschend kommt das nicht.

So wurde für Teile Deutschlands in den vergangenen Tagen bereits ein düsteres Wetterbild gemalt: „Es könnte ein sehr großes Hochwasser im Südosten Deutschlands und bei unseren Nachbarn wie in Österreich und Tschechien bevorstehen“, erklärte etwa Meteorologe Ronald Porschke von wetter.com. Und weiter: „Das wäre zirka die dreifache Menge wie Anfang Juni und auch in der Fläche deutlich mehr. Gemessen an bisherigen Hochwassern, würde das alles, wirklich alles in den Schatten stellen.“

Keine Dauerregen-Panik in Kassel und Nordhessen: Sogar Auflockerungen möglich

Ganz so wild scheint es in Kassel und Nordhessen nach aktuellem Stand aber nicht zu werden. Zumindest prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwischen Darmstadt und Kassel sowie zwischen Fulda und Limburg zwar Niederschläge, amtliche Warnungen wegen Dauerregen oder Starkregen liegen nach aktuellem Stand aber zumindest – noch – nicht vor. Vielmehr liest sich die Aussicht auf den Mittwoch wie jene auf einen klassischen Frühherbsttag: „Zunächst stark bewölkt und schauerartiger Regen. Im Tagesverlauf von Nordwesten Auflockerungen und Übergang zu einzelnen Schauern, im Norden einzelne kurze Gewitter nicht ausgeschlossen.

Bilder wie dieser müssen für Kassel und Nordhessen wohl nicht erwartet werden. (Symbolbild)

Hochwasser und Dauerregen über Kassel? Eher herbstliche Schauer in den kommenden Tagen

Und wie geht es weiter in Hessen? Bis inklusive Freitag (13. September) ist mit Wolken und einzelnen Schauern zu rechnen. Während Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit Blick südlichere Teile Deutschlands von Regensummen spricht, die „man für Mittel- und Osteuropa eher selten“ sieht, scheint zumindest der Hochwasser-Kelch an Hessen vorbeizugehen.

Und mit Blick auf die Temperaturen ist sogar ein Aufwärtstrend zu erkennen. So erwartet der DWD für Sonntag (15. September) und die darauffolgenden Tage, dass die Marke von 20 Grad im Bundesland durchaus wieder geknackt werden kann. Der Herbst bleibt trotzdem präsent: Denn mit Regen muss in den kommenden sieben Tagen in Kassel und Nordhessen immer wieder gerechnet werden.

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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