„Würde alles in den Schatten stellen“: Verheerende Wetter-Lage bahnt sich an – Experte schlägt Hochwasser-Alarm
VonKarolin Schaefer
schließen
Es wird ungemütlich in Deutschland. Ab Donnerstag haben sich massive Regenmengen angekündigt. Es droht vielerorts sogar Hochwasser.
Frankfurt – Die Hitze ist vorüber, das Wetter zeigt sich in Deutschland herbstlich. Ein Meteorologe rechnet sogar schon mit dem ersten Schnee. Es wird also zunehmend kälter in der Bundesrepublik. Hinzu kommen in den nächsten Tagen immer wieder kräftige Schauer, die sogar Hochwasser verursachen könnten.
Gewitter und kräftiger Regen: Ungemütliche Wetter-Lage steht bevor
Erst zum Wochenstart warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Unwettern. Jetzt gibt es laut DWD auch am Dienstag (10. September) Regen. Dieser verstärkt sich am Abend vor allem im Nordwesten des Landes. Es werden teilweise auch Gewitter erwartet. Regnerisch geht es dann auch am Mittwoch (11. September) weiter.
Dichte Wolken, Schauer und Gewitter prognostizierte der DWD auch für Donnerstag (12. September) in weiten Landesteilen. Zwar soll am Nachmittag immer wieder die Sonne zu sehen sein, in der Nacht zu Freitag (13. September) steht dann aber anhaltender Regen bevor. Das könnte eine verheerende Wetter-Lage ankündigen, erklärte Meteorologe Ronald Porschke von wetter.com.
„Würde alles in den Schatten stellen“: Wetter-Experte besorgt über Prognose
„Es könnte ein sehr großes Hochwasser im Südosten Deutschlands und bei unseren Nachbarn wie in Österreich und Tschechien bevorstehen“, so der Wetter-Experte. „Das wäre zirka die dreifache Menge wie Anfang Juni und auch in der Fläche deutlich mehr. Gemessen an bisherigen Hochwassern, würde das alles, wirklich alles in den Schatten stellen.“
„Das sind Regensummen auf den Wetterkarten, die sieht man für Mittel- und Osteuropa auch eher selten“, warnte auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net vor möglichem Hochwasser. Wo genau der Schwerpunkt der Niederschläge liegen wird, sei noch unklar. Fest stehe aber: Von Donnerstag bis Sonntag kommen ordentliche Regensummen vom Himmel. Laut GFS-Modell könnten in Bayern 100 bis 170 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, in Sachsen könnten es 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter sein.
So sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen ausfallen:
„Im Süden fällt Regen, die Schneefallgrenze sinkt in den Alpen auf 1.500 Meter und im Rest des Landes gibt es Schauer und an der Nordseeküste auch kurze Gewitter“, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta zum Wetter am Donnerstag und Freitag. Auch am Wochenende erwartet der DWD im Süden und Osten weiterhin kräftigen und langanhaltenden Regen. An den Alpen liegen die Höchstwerte unter 10 Grad. Demnach könnte es laut Jung bereits ab 700 Metern schneien. Während es im Süden und Osten weiter kräftigen Dauerregen gibt, stehen dagegen dem Westen und Norden Sonne und Trockenheit bevor.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
„Akute Hochwassergefahr“ gelte auch am Sonntag (15. September) warnte der Wetter-Experte. Gerade durch die hohen Regenmengen in den östlichen Nachbarländern seien Überschwemmungen der Elbe und Oder nicht ausgeschlossen. Und auch am Montag scheint sich das Wetter noch nicht zu bessern. Richtung Sachsen, Erzgebirge und Bayern sei immer noch kräftiger Regen möglich. Anwohnerinnen und Anwohner aus Hessen klagen derweil über den Hochwasserschutz in der Region. (kas)