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Anne Burkard
Sebastian Reichert- Sabine Kohl
Obwohl der kalendarische Sommeranfang mit großen Schritten näher rückt, zeigt sich das Wetter weiterhin alles andere als sommerlich. Es droht Unwetter mit einer Superzelle. Der Wetterdienst gab am Nachmittag eine amtliche Gewitter-Warnung für fast ganz Hessen heraus.
+++ 20.41 Uhr: Ein kurzes, heftiges Unwetter richtete in dem Vogelsberg-Ort Kirtorf-Arnshain am Dienstagnachmittag große Schäden an. „Das war ein Tornado“, sagte ein Anwohner. Ziegel fielen von den Dächern, Scheunentore wurden abgerissen, Autos beschädigt, große Bäume krachten um.
Unterdessen gab der Deutscher Wetterdienst nochmals eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter für den Main-Kinzig-Kreis heraus, gültig bis 20.30 Uhr. „Es besteht die Gefahr des Auftretens von starken Gewittern der Stufe 2 von 4“, warnte der DWD unter anderem vor vereinzelt umstürzenden Bäumen und herabstürzenden Gegenständen.
Unwetter-Warnung inklusive Superzellen für fast ganz Hessen
+++ 16.08 Uhr: Für den Vogelsbergkreis wurde die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter um 15.35 Uhr wieder aufgehoben. Wenig später folgte die Aufhebung der Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Im Landkreis Fulda besteht aktuell nur noch im nordöstlichen Gebiet zwischen Rasdorf, Hünfeld. Nüsttal und Tann die Gefahr von Unwettern. Die Vorabinformation vor schwerem Gewitter gilt für die Region Fulda und das östliche Hessen aber nach wie vor bis in die Nacht zu Mittwoch, 2 Uhr.
Um 15.47 Uhr am Dienstag alarmierte die Leitstelle im Vogelsbergkreis die Einsatzkräfte - Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei - zu einem Unwettereinsatz mit Sturmschäden in Kirtorf-Arnshain in der Kasseler Straße.
+++ 14.36 Uhr: Das Unwetter rückt näher. Der Deutsche Wetterdienst hat nun eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter für fast ganz Hessen herausgegeben. So gilt die Warnung auch für Teile des Landkreises Fulda - vor allem der Norden ist aktuell betroffen - und für den Vogelsbergkreis sowie für den Main-Kinzig-Kreis.
Die Unwetter können seit 13.38 Uhr und bis - Stand jetzt - 16 Uhr gehen. „Von Westen ziehen Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h (18 m/s, 35 kn, Bft 8) und 80 km/h (22 m/s, 44 kn, Bft 9) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und Hagel“ berichtet der DWD.
Für den Vogelsbergkreis gilt sogar eine starke Warnung im Vergleich zu dem Kreis Fulda und dem Main-Kinzig-Kreis - dort besteht die Gefahr des Auftretens von starken Gewittern der Stufe 3 von 4. Der DWD warnt vor Blitzschlag, verbreitet umstürzenden Bäumen, herabfallenden Äste und Dachziegel.
Es können sich Superzellen bilden, die mit schweren Sturmböen und größerem Hagel einhergehen.
Zudem seien Schäden an Gebäuden möglich sowie rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern. Verbreitet kann es zu Aquaplaning kommen. Hagelschlag und Erdrutsche sind möglich. Die Wetter-Experten raten, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden oder Schutz zu suchen sowie überflutete und gefährdete Abschnitte (wie Unterführungen) zu meiden. ·
Update von Dienstag, 18 Juni, 11.05 Uhr: Noch ist es sommerlich warm, und es weht nur leichter Wind. Die Ruhe vor dem Sturm, denn: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Vorabinformation vor schweren Gewittern in Mitteldeutschland - also auch in Hessen - herausgegeben. Es droht eine Superzelle.
Vorabinformation: Wetterdienst warnt möglicher Superzelle
„Ab Dienstagmittag kommt es sowohl von Südwesten als auch von den Mittelgebirgen ausgehend zu teils schweren Gewittern mit (extremem) Unwetterpotenzial“, teilt der DWD mit. „Dabei können sich Superzellen bilden, die mit schweren Sturmböen, teils auch Orkanböen zwischen 90 und 120 Stundenkilometern und größerem Hagel zwischen drei und fünf Zentimetern einhergehen.“ Lokal sei auch heftiger Starkregen mit Mengen um 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit möglich.
Die Vorabinfo, bei der es sich zunächst nur um einen Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial handelt, gilt auch in den osthessischen Landkreisen Fulda, Main-Kinzig und Vogelsberg bis in die Nacht hinein.
Wechselhaftes Wetter: Unwetter und Gewitter trotz Sommer-Temperaturen
Das Wetter gestaltet sich heute in Hessen wechselnd bewölkt und im Tagesverlauf mit Schauern und Gewitter mit Starkregen, teils auch mit Hagel. Lokales Unwetter durch heftigen Starkregen und größeren Hagel, vereinzelte Orkanböen sind laut DWD nicht ausgeschlossen.
Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 23 Grad im äußersten Norden und 29 Grad am Neckar, in Hochlagen um 21 Grad. In der Nacht zum Mittwoch bliebt es stark bewölkt und regnerisch, teils bis in die zweite Nachthälfte dauern Gewitter an, so der DWD. Die Tiefstwerte liegen bei 16 bis 11 Grad.
Am Mittwoch wird das Wetter passend zum EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn besser, bei wenig Regen, vereinzelten Gewittern und Temperaturen bis zu 27 Grad im Süden. In etlichen Kneipen und Restaurants werden im Kreis Fulda dafür Fernseher und Leinwände aufgebaut.
Aus Südwesten aufkommende örtlich kräftige Schauer und Gewitter werden am Donnerstag laut DWD wahrscheinlich bei Höchstwerten bis zu 26 Grad. Am Freitag bleibt es wechselnd bewölkt mit verbreiteten Schauern und gebietsweise auch Gewitter mit Starkregen, trotzdem Temperaturen bis zu 27 Grad. Am späten Abend lässt der Niederschlag möglicherweise etwas nach.
Erstmeldung von Montag, 17. Juni, 19.15 Uhr:
Fulda - Nachdem der Deutsche Wetterdienst für die osthessischen Landkreise Fulda, Vogelsberg und Main-Kinzig am Montag einige kurzzeitige Unwetterwarnungen herausgegeben hatte, soll die Nacht zum Dienstag zunächst ruhiger werden. Bei wechselnder Bewölkung wird die Nacht laut DWD weitgehend niederschlagsfrei.
Im Laufe des Dienstag kann sich das Wetter aber schnell wieder ändern. Die Höchstwerte steigen zwar auf 24 bis 28 Grad, dafür sind Schauer sowie Unwetter und Gewitter mit Starkregen und zum Teil Hagel möglich. Der Wind weht insgesamt mäßig, in Gewitternähe sind allerdings Sturmböen möglich.
Von Dienstagmittag bis zum frühen Mittwochmorgen sind laut Vorabmeldung des DWD schwere Gewitter in ganz Osthessen möglich. Mit lang anhaltendem Starkregen, wie beispielsweise in Süddeutschland Anfang Juni, und der unter anderem außerdem eine Schlammlawine in Alsfeld im Vogelsberg auslöste, ist allerdings nicht zu rechnen.
Erst am Mittwoch wird es wieder trockener. Bewölkung und gelegentlich Regen stehen allerdings laut DWD weiter auf dem Programm. Die Temperaturen liegen zwischen 23 und 27 Grad.
„Das Wetter zeigt sich in der neuen Woche weiterhin von seiner unbeständigen Seite. Die Sonne zeigt sich nur zeitweise“, erklärt Meteorologe Nico Bauer von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Bestes Badewetter winke am Dienstag nur südlich des Mains.
Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild


