Von Ulrike Hagen
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In Niedersachsen wurde ein Bauer von einem riesigen, grauen Tier angefallen und verletzt. Unklar ist, ob es ein Schäferhund, ein Wolf oder ein Hybrid war.
Aligse – In Niedersachsen wurde ein 23-jähriger Landwirt mitten am Tag auf seinem Acker in Aligse bei Lehrte von einem riesigen Tier angegriffen. Wie aus dem Nichts tauchte das schäferhundähnliche, graue Tier ohne Leine und Halsband auf und biss den geschockten Mann mehrfach in die Arme. Unklar ist, ob es sich um einen Schäferhund, einen Wolf, von denen es in Niedersachsen immer mehr gibt – oder einen Hybriden handelte. Die Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
In Niedersachsen wurde ein Bauer von einem riesigen, grauen Tier angefallen und verletzt. Unklar ist, ob es ein Schäferhund, ein Wolf oder einen Hybrid war. (Archivbild)
© Umweltministerium Hessen/dpa
Agressive Attacke auf dem Feld: Halterloses Tier beißt Landwirt mehrfach in die Arme „Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 28. April, auf einem Feld an der Alten Peiner Heerstraße in der Nähe des Ahltener Walds“, bestätigt Kriminalhauptkommissar Mario Mantei vom Polizeikommissariat Lehrte auf Nachfrage vonkreiszeitung.de von IPPEN.MEDIA . „Der Landwirt erlitt erhebliche Verletzungen an beiden Armen und erstattete Anzeige“. Diese ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den unbekannten Halter des Tieres und hofft auf Zeugenhinweise.
Bauer im Haferfeld gebissen: War es ein Hund, ein Wolf oder ein Wolfshund? Das graue Tier wurde von dem Opfer als sehr groß – etwa hüfthoch – und ohne Halsband oder Geschirr beschrieben: „Es näherte sich dem Landwirt gegen 14.30 Uhr und biss ihn mehrmals“. Das als Schäferhund bezeichnete Tier habe kurz geschnuppert, dann aber sofort zugebissen. Als der 23-Jährige versuchte, es zu vertreiben, biss es erneut mehrfach zu, der Mann trug tiefe Bisswunden an beiden Armen davon.
Es gibt hier in der Gegend einige Hybriden, die ausgesetzt wurden. Aber das sind nur Mutmaßungen.
Hans-Otto Thiele, Jägermeister aus Burgdorf Bauer wird von wildem Tier angegriffen – Jägermeister erstattet Anzeige Hans-Otto Thiele, zuständiger Jägermeister des Jägermeisterbezirkes Burgdorf, erstattete ebenfalls Anzeige, wie er gegenüber kreiszeitung.de bestätigte. Der Grund: Hunde müssen während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli angeleint sein, um Wildtiere zu schützen. Thiele warnt eindringlich vor dem aggressiven Tier, das weder einwandfrei als Hund noch als Wolf oder Hybrid identifiziert werden könne. Der Angriff habe sich an einem neuen Wanderweg ereignet, an dem auch viele Radler unterwegs seien: „Es würde mich nicht überraschen, wenn da mal irgendwann ein älterer Herr vom Fahrrad gerissen wird.“
XXL-Wuff: die 17 größten Hunderassen der Welt Der Irische Wolfshund gehört zu den größten Hunderassen der Welt und wurde – wie sein Name bereits verrät – für die Wolfs- und Bärenjagd eingesetzt. Nicht zuletzt seine stattliche Größe hat ihm dabei einen deutlichen Vorteil verschafft: Bei einer Widerristhöhe von bis zu 86 Zentimetern (in Ausnahmefällen bis zu einem Meter) kann selbst einem ausgewachsenen Bären schon mal angst und bange werden. Heute gelten die Riesen als Familienhunde und bewähren sich mit ihrer verschmusten und sanftmütigen Art. Eine solche Portion pure Hundeliebe hat ihren Preis: Bei seriösen Züchtern zahlen Sie zwischen 1.500 bis 2.000 Euro für einen Welpen. © blickwinkel/Imago Der Akita Inu kommt aus Japan und gehört zur Gruppe der Spitze. Seine Widerristhöhe von bis zu 70 Zentimetern macht ihn zu einem der größten Rassehunde. Die fest eingerollte Rute zeichnet den Akita Inu aus. Doch seine Eigenwilligkeit erfordert einen erfahrenen und geduldigen Hundehalter. Dem treuen Vierbeiner wurde 2009 sogar ein eigener Film gewidmet: „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ mit Richard Gere erzählt die Geschichte des japanischen Akita Inu Hachikō, der in den 1920ern seinen Besitzer täglich zum Bahnhof Shibuya in Tokio begleitete und ihn abends stets zur selben Uhrzeit wieder abholte. Nach dem Tod seines Herrchens wartete Hachikō – bis zu seinem eigenen Tod – fast zehn Jahre lang täglich am Bahnhof auf dessen Heimkehr. Eine Bronzestatue und die Bezeichnung „Hachikō Exit“ für den West-Ausgang des Bahnhofs erinnern heute an den berühmten Akita. © imagebroker/Imago Deerhounds (oder Schottische Hirschhunde) erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 76 Zentimetern und größer (der Rassestandard setzt nach oben keine Grenze) und wurden schon im Mittelalter zur Hirschjagd eingesetzt. Ihren Mut und ihre Geschwindigkeit haben die Windhunde zwar beibehalten, mit ihrem sanftmütigen Wesen werden sie jedoch heute großteils als Familienhunde gehalten. © Pond5/Imago Der Komondor hat seinen Ursprung in Ungarn und zählt mit einer Widerristhöhe von bis zu 80 Zentimetern zu den größten Hunderassen der Welt. Er gilt als gelassener und gehorsamer, jedoch sehr wachsamer Begleithund. Seine ausgeprägten Zotteln lassen sein Gesicht meist verschwinden und erschweren die Interaktion, da sein Gemütszustand oftmals nur schwer zu erkennen ist. Die besondere Struktur seines Fells ist vermutlich auf einen Gendefekt zurückzuführen. © agefotostock/Imago Ein Kaukasischer Owtscharka sitzt vor blauem Himmel in einer Blumenwiese. Der Kaukasische Owtscharka wurde einst gezüchtet, um im Gebirge des Kaukasus Bären zu jagen. Mit einer Größe von bis zu 75 Zentimetern und einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm konnten sie den Wildtieren das Leben durchaus schwer machen. Weil der Schutz- und Wachinstinkt auch heute noch im Wesen dieser kraftvollen Hunderasse schlummert, sollten sich ausschließlich sehr erfahrene Hundehalter einen Kaukasischen Owtscharka zulegen. © imagebroker/Imago Erwachsener aktiver Bernhardinerhund, der im tiefen Schnee spielt. Auch als St. Bernhardshund bekannt, ist der Bernhardiner einer der größten Hunde der Welt. Seine Wurzeln hat der Vierbeiner mit dem großen Herzen in der Schweiz, wo er früher als Lawinenhund eingesetzt wurde. Heute sind Bernhardiner meist zu massig, um diese Funktion noch zu erfüllen. Mit ihrer imposanten Größe beeindrucken sie dennoch: Bis zu 90 Zentimeter Widerristhöhe erreichen die entspannten Riesen. Von seiner Hilfsbereitschaft und der berühmten Kinderliebe hat der Bernhardiner nichts eingebüßt und eignet sich damit heute bestens als gutmütiger, aber wachsamer Familienhund. © Pond5/Imago Ein schwarz-weißer Neufundländer rennt über Rasen. Er sieht aus wie ein Riesenteddy, liebt das Wasser und ist ein echter Kraftprotz: In seiner Vergangenheit als Arbeitshund ging der Neufundländer den Fischern auf seiner Herkunftsinsel Neufundland zur Hand und hat sich seine Leidenschaft fürs Schwimmen bis heute bewahrt. Ihre Größe von bis zu 71 Zentimetern macht die Neufundländer zu einer der größten Hunderassen überhaupt. © blickwinkel/Imago Pyrenäenberghund steht auf Heu. Der Pyrenäenberghund (auch als Chien de Montagne des Pyrénées bekannt) ähnelt Landseer und Neufundländer sehr, weshalb angenommen wird, dass alle drei Rassen die gleichen Vorfahren haben. Ähnlich sind sie sich daher auch in der Größe: Bis zu 80 Zentimeter Widerristhöhe weisen die stattlichen Herdenschutzhunde auf. Sein dickes Fell lässt den Pyrenäenberghund noch imposanter als ohnehin erscheinen. © Westend61/Imago Eine schwarz-weiße Landseer Hündin mit Welpen. Diese Rasse findet aufgrund ihrer Schönheit und Eleganz überall Bewunderung. Der Landseer stammt zwar vom Neufundländer ab, ist jedoch seit 1960 eine offiziell anerkannte Rasse. Auch seine Widerristhöhe unterscheidet ihn vom Ahnenvater: Mit bis zu 85 Zentimetern ist der Landseer der deutlich größere Rassehund. Seinen Namen verdankt die sanftmütige Hunderasse übrigens dem englischen Maler Edwin Landseer. Er war einer der bekanntesten Tiermaler des 19. Jahrhunderts und widmete sich den schönen Vierbeiner mit Vorliebe. © Anka Agency International/Imago Eine junge Frau und ihr reinrassiger Leonberger sitzen auf der Wiese. Bereits Kaiserin Sissi soll einen besessen haben: den Leonberger. Die Kreuzung aus Neufundländer, Pyrenäenberghund und Bernhardiner, die zum ersten Mal in der Stadt Leonberg durchgeführt wurde, gehört ebenfalls zu den größten Hunderassen. Ganze 80 Zentimeter Widerristhöhe erreichen die stattlichen Vierbeiner mit der majestätischen Löwenmähne. © YAY Images/Imago Ein Mastiff läuft ohne Leine an einem Strand entlang. Zugegeben: Die Optik eines Mastiffs ist durchaus respekteinflößend. Er zählt mit einer Widerristhöhe von bis zu 90 Zentimetern nicht nur zu den weltweit größten Hunden – auch sein Gewicht mit bis zu 100 Kilogramm macht ihn zu einem der schwersten Vierbeiner. Ein rekordbrechender Riese war „Aicama Zorba La-Susa“, ein Mastiff-Rüde. Er eroberte 1989 mit einer beeindruckenden Schulterhöhe von 95 Zentimetern und einem Kampfgewicht von 155,58 Kilogramm den Titel des schwersten Hundes der Welt und wurde ins „Guinness-Buch der Rekorde“ aufgenommen. © alimdi/Imago Deutsche Dogge im Herbst. Ein sanfter Riese: Eine der größten Hunderassen mit einer Größe von bis zu 90 Zentimetern ist die Deutsche Dogge. Auch der aktuell größte Hund der Welt ist eine Deutsche Dogge: Zeus misst 104,6 Zentimeter und wohnt in den USA. Trotz ihrer ungeheuren Größe sind die Tiere ruhig, liebevoll und verschmust. Beim Kuscheln mit ihren Menschen unterschätzen sie oftmals ihr eigenes Gewicht. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Dogge beträgt nur 6 bis 7 Jahre. Übrigens: Wussten Sie, dass die einheitliche Bezeichnung als Deutsche Dogge bis heute umstritten ist? Deshalb wird die Hunderasse im englischen Sprachgebrauch als „Great Dane“ bezeichnet. © imagebroker/Imago Ein Cane Corso, eine Hunderasse aus Italien, und dessen Welpen sitzen auf dem Gras. Auch der Cane Corso (italienisch ausgesprochen) gehört mit einer stattlichen Widerristhöhe von bis zu 68 Zentimetern zu den großen Hunderassen. Trotz ihrer Größe werden die Tiere als souverän und ausgeglichen beschrieben. Sie werden häufig als Fährten- und Jagd-, Schutz- oder Polizeihunde eingesetzt und in der privaten Haltung nur sehr erfahrenen Hundebesitzern empfohlen. Die Fellnasen mit dem nachdenklichen Blick wurden erst 1996 als eigenständige Rasse anerkannt. In Teilen Deutschlands gilt der Cane Corso als Listenhund. Inoffiziell bezeichnet man Hunde dieser Rasse auch als „Italienische Dogge“ oder „Italienischer Moloss“. © Anka Agency International/Imago Ein Paar aus zwei hellen Barsoi-Hunden posiert vor dem Hintergrund der Natur. Der Barsoi zählt nicht nur zu den größten, sondern auch zu den tollpatschigsten Hunderassen. Der Windhund gilt außerdem als eines der schnellsten Landtiere der Welt („Barsoi“ leitet sich vom russischen Begriff für „schnell“ her). Neben seiner Geschwindigkeit beeindruckt dieser Hund mit einer stolzen Größe von bis zu 95 Zentimetern. Auch in der Kunst ist der Barsoi ein beliebtes Motiv: Eine ganze Reihe von Gemälden, Bronze-, Keramik-, oder Porzellanskulpturen zeigen den eindrucksvollen Rassehund. Selbst in der Literatur wird ihm Tribut gezollt. Bestes Beispiel: Leo Tolstoi widmet sich in seinem Roman „Krieg und Frieden“ der Rasse mit Hündin „Milka“. © agefotostock/Imago Ein Akbash-Hund, eine ursprünglich aus der Türkei stammende Hirtenhundrasse, bewacht eine Schafherde in Sa. Der Anatolische Akbash (zu Deutsch so viel wie Weißkopf) ist wie der Kangal Hirtenhund ein Herdenschutzhund mit türkischen Wurzeln. Er gilt als treu und zuverlässig, neigt jedoch zu Eifersucht. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 86 Zentimetern gehört auch diese Hunderasse zu den größten der Welt. Als waschechter Arbeitshund ist der Akbash für die private Haltung nur bedingt geeignet. Zwar eignet er sich wunderbar als Familienhund, da er eine tiefe Bindung zu seinen Menschen aufbaut. Der Akbash benötigt jedoch zwingend ausreichend Auslauf und Beschäftigung. Als außergewöhnlich selbstständigen Hund empfehlen Experten ihn ausschließlich für erfahrene Hundehalter, die dem robusten Vierbeiner Sicherheit bieten können, aber auch Respekt ausstrahlen. © Pond5/Imago Ein Kangal steht auf dem Gras und blickt direkt in die Kamera. Offiziell wird der Kangal auch als anatolischer Hirtenhund bezeichnet. Die Funktion eines Hirtenhundes bekam er einst aufgrund seiner Größe übertragen. Sogar mit Bären nimmt es dieser imposante Vierbeiner auf. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 81 Zentimetern und einem Gewicht um die 75 Kilogramm ist diese Hunderasse eine der größten weltweit. In den letzten Jahren ist der eigensinnige Herdenschützer auch in Deutschland beliebt geworden. In einigen Bundesländern gilt der türkische Hirtenhund allerdings als sogenannter Listenhund. Informieren Sie sich daher vor einer möglichen Anschaffung ausreichend. © Anka Agency International/Imago Ein stattlicher Berner Sennenhund steht auf einem Felsvorsprung mit Blick auf ein malerisches Tal vor blauem Himmel. Bis zu 70 Zentimeter Widerristhöhe erreichen die Berner Sennenhunde aus unserem Nachbarland Schweiz. Seine nahen Verwandten, der Große Schweizer Sennenhund oder der Appenzeller Sennenhund erreichen ähnliche Größen. Die Sennenhunde sind aufgrund ihrer liebevollen Art besonders beliebte Familienhunde. © YAY Images/Imago „Mehr Wölfe als in Skandinavien“: Immer wieder Attacken in der Region Der Jägermeister erklärt, dass völlig unklar sei, ob es sich um einen Schäferhund, einen Wolf oder einen Hybriden, also einen Wolfshund handelt: „Es gibt hier in der Gegend einige Hybriden, die ausgesetzt wurden. Aber das sind nur Mutmaßungen. Es wurden schließlich keine DNA-Spuren genommen.“
Es seien jedoch inzwischen in Niedersachsen „mehr Wölfe unterwegs als in ganz Skandinavien“, so Thiele, der seit 50 Jahren einen Jagdschein besitzt. Studien bestätigen den Trend: Allein in Niedersachsen könnten danach 2030 bis zu 1.000 Tiere leben. Schafshalter schlagen seit Längerem Alarm , ein Schutz vor Wölfen sei „unmöglich“.
Tatsächlich sind Wolfsattacken im Nordwesten Deutschlands keine Seltenheit mehr. Allein im Landkreis Osterholz tötete ein Wolf 25 Schafe – trotz Zaun . Einen mutmaßlichen Wolfsangriff gab es auch in Sulingen, dort lagen tote Schafe weit verstreut im Moor . Und im Alten Land hat bereits kurz vor der Obstbaumblüte eine Wolfssichtung für Unruhe gesorgt .
Landwirt wird mitten am Tag von aggressivem Tier angegriffen – Polizei sucht Zeugen Im Fall des Angriffs auf den Landwirt ermittelt die Polizei Lehrte nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und hat die Bevölkerung zur Mithilfe aufgefordert. Personen, die Hinweise zu dem Tier, das als Schäferhund bezeichnet wird, oder seinem Besitzer geben können, werden aufgefordert, sich beim Polizeikommissariat Lehrte unter der Rufnummer 05132/827-0 oder unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de zu melden.
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