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Nicht nur Bauernproteste am Mittwoch: Letzte Generation klebt sich auf Straße in Bremen fest

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Deutschlandweit haben Landwirte protestiert. In Niedersachsen und Bremen gab es zahlreiche Aktionen. Die Ereignisse im Live-Ticker.

Update am Donnerstag, 11. Januar, 12:55 Uhr: Der Live-Ticker rund um die Bauernproteste wird an dieser Stelle fortgeführt.

Fotos der aktuellen Bauernproteste – Streik, Blockaden und Staus

Vor der Protestaktion der Landwirte in Niedersachsen
Eine durchgestrichene Ampel ist als Symbol auf einem Siloballen zu sehen.  © Sina Schuldt/dpa
Trecker kommen dem Betrachter in einer langen Kolonnen entgegen.
Schlepper-Corso in der Achimer Innenstadt. © Walter
In der Morgendämmerung steht ein Trecker mit Anhänger quer zur Fahrbahn einer Ampelkreuzung.
Da ging nichts mehr. Die Trecker-Blockade verhinderte die Auf- und Abfahrt bei der Autobahn 27 in Achim. © Bartz
Verlangsamen den Verkehr: Trecker auf der Bundesstraße 215 in Eystrup.
Verlangsamen den Verkehr: Trecker auf der Bundesstraße 215 in Eystrup. © Nala Harries
Blick auf einen Kreisverkehr, in dem fast nur Traktoren fahren. Autos stehen davor und kommen offenbar nicht rein.
Am Nordertorkreisel in Verden sorgten die Trecker kurze Zeit dafür, dass an dem Knotenpunkt nichts mehr ging. © Klee
08.01.2024, Niedersachsen, Hannover, Bauern blockieren mit ihren Traktoren
Bauern blockieren mit ihren Traktoren die Vahrenwalderstraße in Hannover und bringen den Berufsverkehr zum Erliegen. © Rainer Droese/Imago
In Scheeßel werden die Kreisverkehre von den Bauern abwechselnd besetzt.
In Scheeßel werden die Kreisverkehre von den Bauern abwechselnd besetzt. © Ulla Heyne
Wolfsburg Niedersachsen Wolfsburg, 08.01.2024
Wolfsburger Landwirte fahren im morgendlichen Berufsverkehr © Darius Simka/Imago
Zwischen Hassendorf und Waffensen geht es nur im Schritttempo weiter.
Zwischen Hassendorf und Waffensen geht es nur im Schritttempo weiter. © Röhrs
Landwirte sorgen auch im Rotenburger Stadtgebiet immer wieder für lange Staus.
Landwirte sorgen auch im Rotenburger Stadtgebiet immer wieder für lange Staus. © Andreas Schultz
Runter geht es, aber wer auf die Autobahn 1 in Stuckenborstel fahren will, hat Pech: kein Durchkommen!
Runter geht es, aber wer auf die Autobahn 1 in Stuckenborstel fahren will, hat Pech: kein Durchkommen! © Matthias Röhrs
08.01.2024, Niedersachsen, Hannover, Bauern blockieren mit ihren Traktoren
Bauern blockieren mit ihren Traktoren die Vahrenwalderstraße in Hannover und bringen den Berufsverkehr zum Erliegen. © Rainer Droese/Imago
Trecker blockieren die Zufahrt zu den Justizbegäuden in Verden
Die Justiz in Verden von Traktoren lahmgelegt. © Bruns
Es ist noch Dunkel. Am Kreisel Verden-Ost Platz machte die Traktor-Blockade sofort Platz, als ein Krankenwagen passieren musste.
Am Kreisel Verden-Ost Platz machte die Traktor-Blockade sofort Platz, als ein Krankenwagen passieren musste. © Leeske

Update am Mittwoch, 10. Januar, 18:35 Uhr: Autofahrer im Bundesland Bremen hatten es am heutigen Mittwoch nicht leicht. In der Bremer Innenstadt kam es zu Protesten – nicht durch Landwirte, aber durch Aktivisten der „Letzten Generation“. Dies geht aus einem Bericht des Weser-Kuriers hervor. Jetzt teilt die hiesige Polizei mit, dass acht an der Zahl am Nachmittag in Bremen-Mitte eine Kreuzung blockierten.

Fünf von acht Personen der „Letzten Generation“ kleben sich fest – Polizei nimmt Personalien auf

Die Personen setzten sich gegen 15:25 Uhr im Bereich der Kreuzung Tiefer/Wilhelm-Kaisen-Brücke/Balgebrückstraße auf die Fahrbahn. Damit behinderten sie den stadteinwärtigen Verkehr. Von den acht Personen klebten sich fünf auf der Fahrbahn fest. Der Verkehr wurde von der Polizei umgeleitet, es kam kurzzeitig zu erheblichen Behinderungen.

Die Einsatzkräfte lösten die Personen vom Asphalt, so die Polizei. Aufgrund der Witterungsbedingungen wurden alle Demonstranten in eine naheliegende Wache gebracht. Dort werden die Personalien festgestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Update am Mittwoch, 10. Januar, 18:21 Uhr: Der 45 Jahre alte Fahrer, der einen 35-jährigen Teilnehmer der Bauernproteste bei Friesoythe im Kreis Cloppenburg angefahren hat, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Das teilte die Polizeidirektion Oldenburg am Mittwoch auf Anfrage gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Demnach war der Mann bereits am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt worden. Zuvor hatte die Ostfriesen-Zeitung berichtet.

Autofahrer flüchtet, nach dem er einen 35-Jährigen überfuhr – Polizei nimmt ihn fest

Früheren Angaben der Polizei vom Montag zufolge war der 35-Jährige, der sich an der Demonstration der Landwirte beteiligte, von dem Autofahrer angefahren und verletzt worden. Demnach wollte der 45-Jährige mit seinem Wagen eine Blockade umfahren und erfasste dabei den 35-Jährigen auf einem Gehweg. Der Autofahrer fuhr zunächst weiter und flüchtete. Polizisten stellten ihn später und nahmen ihn fest. Der 35-Jährige kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Er konnte die Klinik aber bereits am Montag wieder verlassen.

Handelte der Fahrer vorsätzlich? Ermittlungsverfahren eingeleitet – Polizei wertet Spuren aus

Nach dem Vorfall war die Polizei dem Verdacht nachgegangen, dass der Fahrer vorsätzlich gehandelt haben könnte. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet. Nach Angaben des Innenministeriums in Hannover vom Dienstag wurde der Fall als versuchter Totschlag gewertet. Die Polizei wertet nach eigenen Angaben zurzeit gesicherte Spuren und Hinweise aus. Außerdem sollen Zeugen vernommen werden, um den genauen Ablauf des Vorfalls zu rekonstruieren, wie die Beamten mitteilten.

Update am Mittwoch, 10. Januar, 17:36 Uhr: In Bremerhaven legten die Landwirte mit ihren Traktoren während der heutigen Bauernproteste Teile des Bremerhavener Stadtgebiets lahm. Jetzt zieht die hiesige Polizei in einer Pressemitteilung erste Bilanz. Ab etwa vier Uhr morgens fuhren erste Traktoren durch die Stadt. Gegen fünf Uhr folgte ein großer Konvoi mit 100 landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Landwirte geben die blockierte Zugangsstraßen zum Containerterminal Bremerhaven für den Rettungsdienst frei.

Dieser bewegte sich in Richtung der Zufahrten ins stadtbremische Überseehafengebiet in Weddewarden sowie im Bereich Rotersand im Ortsteil Mitte-Nord. Hier blockierten die Fahrzeuge wiederholt die Straßen und Zufahrten, wobei der Verkehr aus dem Hafen in gewissen Abständen fließen konnte, so die Polizei.

Polizei zieht Bilanz: Bauernproteste blockieren zunächst Containerterminal und dann Stadthäuser

Gegen 13 Uhr erklärten die Leiter der Aktion diese für beendet. Anschließend formierte sich ein Aufzug, der in Richtung Stresemannstraße/Stadthäuser im Stadtteil Lehe fuhr. Die Teilnehmer meldeten eine weitere Versammlung und blieben mit 100 vorwiegend landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf der Stresemannstraße vor den Stadthäusern stehen.

Landwirte blockieren Zugangsstraßen zum Containerterminal Bremerhaven (Luftaufnahme mit einer Drohne).

„Die Polizei sicherte diesen Bereich umgehend und leitete den Durchgangsverkehr örtlich ab“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Gegen 16.30 Uhr endete auch diese Versammlung und die Teilnehmenden verteilten sich mit ihren Fahrzeugen in unterschiedliche Richtungen.

Allerdings gab es durch weitere Traktoren in kleinen Kolonnen von etwa sieben Fahrzeugen leichte Verkehrsbehinderungen. Diese waren im Süden der Stadt unterwegs.

Mehr als 100 Traktoren blockieren Containerterminal in Bremerhaven

Update am Mittwoch, 10. Januar, 13:51 Uhr: Mehr als 100 Traktoren waren an der Blockade des Containerterminals in Bremerhaven beteiligt, jetzt ziehen die Demonstranten der Bauernproteste in die Bremerhavener Innenstadt. Das berichtet buten un binnen. Die Auswirkungen der Hafen-Blockade seien jedoch überschaubar gewesen, erklärte der Leiter des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik.

Update am Mittwoch, 10. Januar, 11:41 Uhr: Die Abläufe des Containerterminals werden durch eine Verkehrsblockade von Landwirten erheblich gestört. Das berichtet die Hafenmanagementgesellschaft Bremenports. Die Auswirkungen seien spürbar, so ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur. Beide Zufahrtsstraßen zum Terminal seien versperrt. Ebenso sei der Bahnverkehr beeinträchtigt. Schiffe könnten den Hafen nicht verlassen, da sie auf Fracht warten müssten. Andere Schiffe könnten nicht einlaufen, da der Hafen besetzt sei.

Bauernproteste behindern Verkehr in Oldenburg und Bremerhaven

Update am Mittwoch, 10. Januar, 10:38 Uhr: Im Oldenburger Land kommt es ebenfalls zu Einschränkungen im Straßenverkehr aufgrund von Protesten der Landwirte. Die Zufahrt auf die A28 in Hude sei zurzeit nicht möglich, berichtet die Polizei. Schleichfahrten in Delmenhorst sind ebenso angekündigt.

Die Bauernproteste haben in Bremerhaven den Containerterminal lahmgelegt. Schiffe können weder ein- noch ausfahren. (Montage)

Update am Mittwoch, 10. Januar, 07:54 Uhr: Auch am Mittwoch gehen die Bauernproteste in Niedersachsen weiter. Am Morgen berichtet die Polizei Bremerhaven von geplanten Versammlungen in der Stadt und im Gebiet des Überseehafens. Es kommt „zu erheblichen Verkehrsbehinderungen“ heißt es vonseiten der Beamten. Alle Zufahrten zum Hafen seien derzeit blockiert. Auch in Cuxhaven und weiteren Städten im Norden sind weitere Proteste geplant.

Update am Dienstag, 9. Januar 2024, um 19:10 Uhr: Am Montag setzte die Bundesregierung trotz heftiger Gegenwehr von Bauern ihre Pläne zur Reduzierung von Agrarsubventionen um. Als Reaktion darauf führten die Landwirte auch am Dienstag ihre Proteste fort. Sie blockierten am Abend mit etwa 50 Traktoren die Zufahrten zur Autobahn A28 bei Oldenburg und Bremen auf der Bundesstraße B 212.

Bauernproteste gegen Bundesregierung: Autobahnzufahrten bei Oldenburg und Bremen blockiert

Um Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn zu vermeiden, blieben die Ausfahrten an der Anschlussstelle Ganderkesee-Ost offen. Dennoch mussten Berufspendler auf dem Heimweg größere Umwege in Kauf nehmen. Ein Landwirt äußerte, ohne Änderungen stünde das Aus der Landwirtschaft bevor, und kündigte an, dass die Proteste anhalten werden, solange keine Veränderungen erfolgen.

„No Farmer, no Future“ steht auf einem Schild, das an einem der Traktoren angebracht ist. Es werden Bauernproteste in ganz Niedersachsen erwartet. (Archivbild)

Update, 11:45 Uhr: Wegen Bauernprotesten kommt es in einigen Orten Niedersachsens erneut zu Verkehrsbehinderungen. Unter anderem in Wolfsburg, Verden, Meppen und im Kreis Diepholz meldete die Polizei am Dienstag Blockaden und Schleichfahrten mit Trecker-Konvois. In Leer waren zeitweise auch Autobahnauffahrten betroffen, auf der A31 kam es dort zu einem Stau. Die Demonstranten in Leer verhielten sich aber kooperativ, sagte eine Polizeisprecherin.

Polizei ermittelt wegen „Ampel am Galgen“

Update, 10 Uhr: Weil bei den Bauernprotesten mehrere Landwirte unterwegs waren, die die Ampel-Regierung am Galgen zeigten, ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts der öffentlichen Aufforderungen zu Straftaten.

Die Symbolik war unter anderem in den Landkreisen Osterholz und Oldenburg sowie in Bremen aufgetaucht.

Gefährliche Zwischenfälle bei Bauernprotesten in Niedersachsen

Update am Dienstag, 9. Januar 2024, um 8:30 Uhr: Bei den Bauernprotesten in Niedersachsen ist es weitestgehend friedlich geblieben. Allerdings gab es dabei am Montag auch mehrere gefährliche Zwischenfälle, in denen nun die Polizei ermittelt. An vielen Orten sei es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen, teilten diverse Polizeistellen mit.

Zu einem gefährlichen Zwischenfall kam es in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg: Ein 45 Jahre alter Autofahrer umfuhr dort eine Blockade über einen Geh- und Radweg und erfasste einen Protestteilnehmer. Der 35-Jährige wurde verletzt per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber am Nachmittag wieder verlassen, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer flüchtete zunächst vom Unfallort, wurde jedoch wenig später vorläufig festgenommen. Gegen den 45-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt.

In Lüneburg umfuhr ein 48-Jähriger eine Absperrung und fuhr einen Demonstrationsteilnehmer an. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. In Tostedt im Landkreis Harburg touchierte ein Verkehrsteilnehmer zwei Protestierende, die dadurch leicht verletzt wurden.

Update am Montag, 8. Januar 2024, um 18:20 Uhr: Seit dem heutigen Abend verkehren die Busse und Straßenbahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) größtenteils wieder nach Fahrplan. Den gesamten Tag über waren Geduld und Flexibilität der Fahrgäste gefragt, da die Proteste der Landwirte zu zahlreichen Unterbrechungen, Ausfällen und Umleitungen führten. Diese Protestaktionen, die etwa 13 Stunden andauerten, beeinträchtigten insbesondere die Buslinien, die teilweise bis zu 90 Minuten Verspätung hatten.

Update am Montag, 8. Januar 2024, um 16:26 Uhr: Ein 35-jähriger Aktivist der Landwirte-Proteste in Niedersachsen, der von einem Fahrzeug erfasst wurde, hat das Krankenhaus verlassen. Dies gab die Polizeidirektion Oldenburg am Montagnachmittag auf der Plattform X bekannt. Ursprünglich wurde angenommen, dass der Mann schwer verletzt sei. Er wurde am Montagmorgen in Friesoythe auf dem Gehweg von einem Auto getroffen. Der 45-jährige Fahrer hatte offenbar eine Blockade umfahren. Nach der Kollision flüchtete er vom Unfallort und wurde kurz darauf in Gewahrsam genommen. Die Polizei hat gegen den Fahrer ein Verfahren wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag eingeleitet.

Bauernproteste in Göttingen führen zu Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen im Krankenhausalltag

Update am Montag, 8. Januar 2024, um 15:50 Uhr: Während der Bauernproteste bei Göttingen wurden auch mehrere Autobahnauffahrten blockiert. Rettungskräfte und Pflegedienste konnten trotz Versprechen der Organisatoren nicht immer die Bauernblockaden passieren. Mitarbeiter des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende (EKW) wurden gewarnt und kamen früher zur Arbeit, doch einige, besonders aus Duderstadt, erreichten das Krankenhaus verspätet. Ein Unfallchirurg und ein Krankenwagen mit einem kritischen Patienten erlebten erhebliche Verzögerungen. Trotz der Proteste und Anfahrtsprobleme lief der Klinikbetrieb normal, mit wenigen Patientenabsagen und ohne Ausfall von Operationen. Mitarbeitende konnten teilweise im Homeoffice arbeiten.

Wegen des Hochwassers: Einige Schulen in Niedersachsen geschlossen

Update, 15:30 Uhr: Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien sind einige Schulen in Niedersachsen wegen des Hochwassers und der Bauernproteste geschlossen geblieben. Auch in Bremerhaven konnte der Unterricht am Montag wegen der Proteste an einigen Schulen nicht wie üblich stattfinden, wie das Bildungsressort mitteilte.

An der Grundschule Bierden in Achim (Landkreis Verden) sind laut Kultusministerium Toiletten infolge des Hochwassers defekt, die Schülerinnen und Schüler sollten zu Hause lernen.

In der Alpheideschule in Nienburg ist nach Angaben des Kultusministeriums Wasser in den Keller gelaufen. Im Hauptgebäude der Grundschule gebe es momentan weder Strom noch Wasser. Bis einschließlich Dienstag fällt der Unterricht dort aus, danach soll es Distanzunterricht geben. Eine Notbetreuung sei eingerichtet, hieß es.

Der Landkreis Verden und der Heidekreis setzten die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler vorerst aus, die wegen überfluteter Straßen nicht zum Unterricht kommen können. Darüber hinaus verspäteten sich einige Schulbusse wegen der Trecker-Demos oder weil sie wegen des Hochwassers Umwege fahren mussten.

Landfrauen-Präsidiumsmitglied beklagt Misstrauen aus Politik

Update, 15:30 Uhr: Das Präsidiumsmitglied beim Niedersächsischen Landfrauenverband Hannover, Ilka Holsten-Poppe, hat Misstrauen aus der Politik beklagt. „Was uns allen am meisten zu schaffen macht, ist dieses Misstrauen, das aus der Politik den Landwirten entgegengebracht wird“, sagte Holsten-Poppe auf einer Kundgebung in Bremen. Bauern werde unterstellt, dass sie nicht das Beste für Hof, Tiere und bewirtschaftete Flächen wollten. Das stimme nicht. Landwirte seien verantwortungsvoll und wollten das Beste für die Gemeinschaft, in der sie lebten, sagte Holsten-Poppe.

Am Montagmorgen begannen bundesweit Bauernproteste. Der Bauernverband hat zu einer Aktionswoche aufgerufen, um gegen die Streichung von Subventionen für die Branche zu demonstrieren. Dabei geht es vor allem um die Steuervergünstigung von Agrardiesel. Dass die Bundesregierung einen Teil ihrer Sparpläne zurückgenommen hat, reicht dem Verband nicht aus.

Dem Niedersächsischen Landfrauenverband Hannover gehören nach eigenen Angaben 62.000 Frauen an.

Bauernprotest im Landkreis Diepholz: „Zu viel ist zu viel“

Update, 15 Uhr: „Zu viel ist zu viel“, hieß es auch beim Bauernprotest im Landkreis Diepholz auf einem der zahlreichen Schilder, die an Treckern angebracht waren: Zahlreiche Treckerfahrer sammelten sich am Montagmorgen, um Straßen und Kreuzungen im Landkreis Diepholz und ganz Deutschland zu blockieren beziehungsweise durch langsames Fahren auszubremsen.

Update, 13 Uhr: Diepholz – Die Zufahrten nach Bremen sind so gut wie alle wieder frei, schreibt die Polizei Diepholz auf X, ehemals Twitter. Da im gesamten Landkreis aber noch die Konvois auf den Bundesstraßen unterwegs seien, könne es noch vereinzelt zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Demonstrant von Auto überfahren

Update, 12:35 Uhr: In Friesoythe wurde ein Demonstrant der Bauernproteste mutmaßlich schwer verletzt, nachdem er von einem Fahrzeug erfasst wurde. Dies wurde am Montag von der Polizeidirektion Oldenburg auf der Plattform X, ehemals Twitter, bekannt gegeben. Ein Polizeisprecher äußerte, dass der Demonstrant vermutlich ernsthafte Verletzungen erlitten habe. Ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz.

Bauernprotest in Bremen: Zahlreiche Behinderungen im Stadtgebiet

Update, 11:45 Uhr: Bremen – Wegen der Bauernproteste gibt es im Gebiet der Stadt Bremen an vielen Stellen Verkehrsbehinderungen. Erste Verkehrsknotenpunkte seien seit 5:00 Uhr von Landwirten blockiert worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Der Sprecher verwies auf die Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale.

Auf der Karte des Amts für Straßen und Verkehr sind mehrere Stau-Meldungen sichtbar. Eine Kundgebung der Bauern in der Bremer Überseestadt sollte um 10:00 Uhr beginnen. Eine dpa-Reporterin auf der Kundgebung berichtete, die Straßen in der Umgebung der Versammlung seien blockiert.

Busse in Bremen verspäten sich wegen Bauernprotesten

Auf nahezu allen Buslinien im Bremer Stadtgebiet kommt es aufgrund der Bauernproteste nach Angaben der Bremer Straßenbahn AG zu Verspätungen. Diese betragen bis zu 90 Minuten, wie der Verkehrsbetrieb am Montag mitteilte. Busse fahren demnach Umleitungen und verkürzte Strecken, um Verspätungen aufzuholen. Straßenbahnen seien vergleichsweise weniger stark von den Einschränkungen betroffen. Nach Einschätzung des Verkehrsbetriebs war zunächst nicht abzusehen, wann sich die Situation bessern wird.

Polizei: Landwirte blockieren auch Autobahnen

Update, 11:30 Uhr: Landwirte haben bei ihren Protestaktionen am Montagmorgen auch Autobahnen in Niedersachsen zeitweise blockiert. Betroffen war unter anderem die Autobahn 2 bei Lauenau, sagte eine Polizeisprecherin in Hannover. Die Polizei habe mit den Versammlungsführern gesprochen, die Fahrbahn wieder freizugeben.

Auch bei Osnabrück hatten zeitweise rund 100 Traktoren in Höhe der Anschlussstelle Lüstringen die Fahrbahnen der A33 Osnabrück-Paderborn in Fahrtrichtung Süden blockiert. Nach einer Ansprache der Versammlungsteilnehmer sei der linke Fahrstreifen wieder freigegeben worden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Osnabrück.

Die Autobahn 1 sei ebenfalls von Blockadeaktionen betroffen gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Hier sei insbesondere die Auffahrt Neuenkirchen-Vörden blockiert worden.

Auch in Innenstädten kam es zu Verkehrsbehinderungen. In Osnabrück wurden laut Polizei die Traktoren nach Absprache auf dem Wallring geparkt. Auf den Zufahrtsstraßen sei es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen. Das galt laut Polizei auch für die Region Hannover.

Proteste der Bauern bringen Produktion bei VW in Emden zum Erliegen

Update, 11:15 Uhr: Im Zuge der Bauernproteste ist die Produktion am Volkswagen-Werk in Emden in Ostfriesland zum Erliegen gekommen. „Die Produktion steht heute“, sagte eine VW-Sprecherin am Montag. Die Wege zum Werk seien durch die Bauernproteste versperrt gewesen. Es sei für die Beschäftigten daher nicht möglich, zur Arbeit zu kommen. Betroffen war die Produktion der Verbrenner-Modelle. Die Fertigung der E-Autos soll planmäßig nach den Weihnachtsferien erst in der kommenden Woche wieder anlaufen. Wie viele Beschäftigte genau von dem Ausfall betroffen waren, war nicht bekannt. Am Dienstag sollte die Produktion wieder aufgenommen werden. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Auch in Emden und Aurich ist es seit dem frühen Montagmorgen wegen der Proteste zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Einschränkungen gekommen. In Emden und auf der Autobahn 31 rund um die Seehafenstadt stand am Montagmorgen der Verkehr. Die Polizei riet Autofahrern auf der Plattform X (ehemals Twitter), nicht mehr auf die Autobahn in Richtung Emden zu fahren.

Streifenwagen in Bremen von Traktor blockiert

Update, 11 Uhr: Bremen – Während der Bauernproteste hat ein Landwirt in Bremen mit einem Traktor einen Streifenwagen kurz blockiert. Der Polizeiwagen habe sich auf dem Weg zu einem Einsatz befunden, sagte ein Sprecher der Bremer Polizei. Der Vorfall ereignete sich demnach am frühen Montagmorgen im Stadtgebiet auf der Autobahn 27. Genauere Angaben machte die Behörde nicht. Die Polizei zeigte den Fahrer an. Weitere Vorfälle dieser Art im Stadtgebiet waren der Polizei nicht bekannt.

Bremerhaven: Autofahrer bedroht Landwirte mit Hammer

Update, 10:45 Uhr: Bremerhaven – In Bremerhaven-Wulsdorf ist ein wütender Autofahrer mit einem Hammer auf Landwirte zugegangen. Das berichtet das Bremer Regionalmagazin „Buten un Binnen“. Verletzte habe es keine gegeben. Anschließend habe sich der Autofahrer bei den Landwirten entschuldigt.

Die Polizei nahm dem Mann den Hammer ab und ließ ihn wieder gehen. Dennoch wird gegen ihn nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Bauernproteste in Niedersachsen und Bremen: B6 in Brinkum blockiert

Update, 10:25 Uhr: Neues aus dem Landkreis Diepholz: Wie die Polizei mitteilt, ist die B6 in Brinkum aufgrund von Schleichfahrten blockiert. Dabei fahren die Landwirte mit ihren Maschinen extra langsam, um den Verkehr auszubremsen.

In Dreye sei die L331-Zufahrt nach Bremen hingegen wieder frei.

Blockade-Aktionen in Bremen gehen weiter

Update, 10:20 Uhr: Bremen – In Bremen kommt es nach wie vor zu vereinzelten Blockade-Aktionen, so die Polizei. So auch etwa auf der Stephanibrücke. Zeitgleich seien diverse Blockaden auch wieder aufgelöst. Unter anderem sind die Habenhauser Brückenstraße, der Utbremer Kreisel und der Zubringer Überseestadt wieder frei.

Landwirte legen Innenstadt in Oldenburg lahm

Update, 10:15 Uhr: Oldenburg – Zahlreiche Landwirte haben mit ihren Traktoren die Innenstadt in Oldenburg lahmgelegt.

Zudem sind im gleichnamigen Landkreis Bauern aus Düngstrup (Landgemeinde Wildeshausen) zur Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West und von dort über die Ahlhorner Straße und den Nordring zur Anschlussstelle Wildeshausen-Nord gefahren. Ihr Ziel: eine 11-Uhr-Kundgebung beim Kreishaus. Der Konvoi umfasst ungefähr 40 bis 50 Fahrzeuge.

Polizeigewerkschaft appelliert an Bauern: Weisungen beachten

Update, 10:10 Uhr: Hannover – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen hat die Teilnehmer der Bauernproteste aufgerufen, sich an die Vorgaben der Behörden zu halten. „Wir rufen alle Protestierenden dazu auf, die Weisungen von Polizei und Ordnungsbehörden zu beachten und bei allem legitimen Protest insbesondere Rettungswege freizuhalten“, sagte GdP-Landeschef Kevin Komolka am Montagmorgen. 

Bei den Protesten mit Treckern und Landmaschinen dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass sich das Recht des Stärkeren durchsetze, nur weil die Fahrzeuge größer seien. Bundesweit gehen Landwirte am Montag auf die Straße, um gegen Sparpläne der Bundesregierung zu demonstrieren.

Polizei löst Bauernproteste auf A1 auf - Strafverfahren eingeleitet

Update, 10 Uhr: Cuxhaven/Vechta – Die Polizei hat eine Versammlung der Bauernproteste auf der Autobahn 1 aufgelöst. Auf Höhe der Anschlussstelle Vechta in Fahrtrichtung Hamburg waren am Montagmorgen alle drei Fahrstreifen vollständig mit rund 100 Traktoren blockiert, wie die Polizei mitteilte. Durch die Blockadeaktion seien gefährliche Verkehrssituationen entstanden. Die Polizei hat die Versammlung aufgelöst, sodass die Fahrbahn nun wieder frei ist. Es wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet. 

Darüber hinaus blockieren rund 25 Traktoren seit etwa 4:50 Uhr den Wesertunnel in Fahrtrichtung der Wesermarsch auf der Bundesstraße 437. Der Tunnel ist nach Angaben der Polizei derzeit in beide Fahrtrichtungen nicht passierbar. Für Rettungsdienste sei die Durchfahrt jedoch möglich. Auch die Auffahrt der Anschlussstelle Stotel der A27 ist gesperrt. 

Aktuell sind nach Angaben der Polizei die Auffahrten Cuxhaven, Altenwalde, Nordholz, Neuenwalde, Debstedt, Hagen, Uthlede, Schwanewede und Ihlpohl der Bundesautobahn 27 durch landwirtschaftliche Fahrzeuge blockiert. Der Kreisel Cuxhaven der Bundesautobahn 1 ist derzeit mit rund 70 Fahrzeugen blockiert. 

Wegen Protesten: Bundespolizei verstärkt Einsatz an Bahnhöfen

Update, 9:45 Uhr: Hannover/Bremen/Hamburg – Wegen der Bauernproteste hat die Bundespolizeidirektion Hannover eine erhöhte Präsenz an den Bahnhöfen in Hamburg, Niedersachsen und Bremen angekündigt. Durch den vermehrten Einsatz sollten Gefahren für die Bahnreisenden, die Bahnanlagen und den Betrieb der Bahn abgewehrt und „die vom Bahnverkehr ausgehenden Gefahren minimiert werden“, wie es in einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion am Montagmorgen hieß.

„Frohes Neues, ihr Wixxer, eure Bauern sind wieder da“ steht auf einem Schild, das an einem der Traktoren angebracht ist, die bei einem Bauernprotest auf der Straße des 17. Juni vor dem Brandenburger Tor stehen.

Seit dem frühen Morgen laufen die angekündigten Proteste der Bauern gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Wegen der Aktionen und Demonstrationen kommt es in Niedersachsen und Bremen zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Einschränkungen. Die Bundespolizei rechnet daher mit einem starken Ausweichen von den Hauptverkehrsstraßen auf den Bahnverkehr.

Bauernprotest legt Straßen im Landkreis Oldenburg lahm

Update, 9:15 Uhr: Oldenburg – Im Landkreis Oldenburg sind bereits seit den frühen Morgenstunden zahlreiche wichtige Verkehrsknotenpunkte blockiert. So sind derzeit alle Auffahrten zur Autobahn 28 dicht. Die Autobahn selbst ist allerdings frei. Alle Infos zu den Bauernprotesten im Landkreis Oldenburg gibt es hier.

Update, 9 Uhr: Bremen – Es kommt weiterhin zu Blockaden im Stadtgebiet Bremen, teilt die Polizei mit. Aktuell betroffen seien unter anderem die Habenhauser Brückenstraße, der Zubringer Überseestadt und der Utbremer Kreisel.

Ministerpräsident Weil: Ampel soll Agrar-Kürzungen zurücknehmen

Update, 8:45 Uhr: Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat die Ampel-Regierung in Berlin aufgefordert, ihre geplanten Subventionskürzungen für die Landwirtschaft zurückzunehmen. Die Bundesregierung solle reinen Tisch machen und den Konflikt beenden, sagte der SPD-Regierungschef am Montag im ZDF-Morgenmagazin. „Ich glaube, dass die beiden Vorschläge eine Branche doch stärker treffen als andere“, sagte Weil. Die Bundesregierung plant, Steuersubventionen für Agrardiesel stufenweise wegfallen zu lassen. Ein weiterer Vorschlag, die Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Maschinen zu kippen, ist inzwischen vom Tisch.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Die Landwirte seien auch von anderen Maßnahmen betroffen, wie unter anderem dem höheren CO2-Preis, der zu höheren Kraftstoffkosten führe. „Das ist ja der eigentliche Grund, warum die Landwirte sich schlechter behandelt fühlen als viele andere Teile der Gesellschaft“, sagte Weil. Seit Montagmorgen laufen die angekündigten Proteste der Bauern gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung.

Landwirte blockieren wichtige Straßen im Landkreis Diepholz

Update, 8:10 Uhr: Diepholz – Auf der B51 als wichtige Verkehrsader im Landkreis Diepholz geht ab Twistringen über Bassum und Stuhr-Brinkum in Richtung Bremen nichts mehr, meldet die Polizei Diepholz. Ein Treckerkonvoi würde für Stillstand sorgen.

Auch seien die Zufahrten über Brinkum oder Dreye nach Bremen zurzeit blockiert. Betroffen von den Treckerkonvois seien auch die B6 und die L331. Hier komme es an manchen Stellen zu Stau.

Bauernproteste im Nordwesten: Landwirte in Bremen angekommen

Update, 8 Uhr: Bremen – In Bremen sind mittlerweile mehrere Autobahnzufahrten blockiert. Betroffen sei unter anderem die Doppelkreuzung Ihlpohl an der A27, berichtet das Bremer Regionalmagazin „Buten un Binnen“. Und auch der Wesertunnel bei Bremerhaven soll bis 20 Uhr dicht bleiben.

Erste Bauern seien mit ihren Traktoren bereits seit 6 Uhr im Stadtgebiet, um dort Straßen zu blockieren, teilte die Polizei Bremen auf Twitter mit. Es sei mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Live-Ticker: Bauernproteste in Niedersachsen und Bremen – Landwirte blockieren A1

Erstmeldung, Montag, 8. Januar, 07:30 Uhr: Hannover/Bremen – Im Zuge der Bauernproteste ist es am frühen Montagmorgen in Niedersachsen bereits zu mehreren Verkehrsbeeinträchtigungen und Einschränkungen gekommen. Die Wut der Bauern zeigt sich bereits am frühen Morgen entlang der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen.

Entlang der Hansalinie sammelten sich die Protestler an den Anschlussstellen, um gemeinsam im Korso zu den Kundgebungen zu fahren. In Oyten wurde die komplette Anschlussstelle blockiert. Die Folge war ein Verkehrschaos. Einige Autofahrer versuchten über Gehwege oder Verkehrsinseln die Landmaschinen zu umfahren. Die findigen Bauern wichen ihrerseits mit ihren Treckern aus und versperrten die Wege.

Bauern versammelten sich bereits früh am Morgen an der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen.

Ein Autofahrer war so genervt, dass er seinen Wagen einfach am Rand einer Kreuzung auf der Fahrbahn parkte und zu Fuß zu seinem Arbeitsplatz spazierte. Die Polizei rückte an, konnte die Traktorfahrer aber auch nicht zum Weiterfahren bewegen. Die Anschlussstelle war auch gegen 7 Uhr noch immer komplett gesperrt.

Bauernproteste in Niedersachsen im Live-Ticker: Erste Blockaden gestartet

In Oldenburg ist der Verkehr durch die Bauernproteste seit den frühen Morgenstunden bereits eingeschränkt, wie die Polizei mitteilte.

In Lüneburg hingegen sind zwar seit den frühen Morgenstunden zahlreiche Fahrzeuge unterwegs, zu erheblichen Verkehrseinschränkungen ist es nach Angaben der Polizei allerdings noch nicht gekommen. Auch im Kreis Uelzen sind nach Angaben eines dpa-Fotografen über 600 Fahrzeuge unterwegs. 

Bauern protestieren: In Niedersachsen fällt teils die Schule aus

Wegen der Proteste fällt im Landkreis Friesland am Montag der Präsenzunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Eine Notbetreuung in den Schulen ist gewährleistet. Einen Überblick über den Schulausfall am Montag aufgrund von Hochwasser oder Bauernprotesten gibt es hier.

Bundesweit sind Landwirte aufgerufen, ihren Ärger über eine drohende Streichung von Steuervorteilen auf die Straße zu tragen. Andere Berufsgruppen wie Lkw-Fahrer und Fischer haben sich daraufhin mit den Bauern solidarisiert. Allein in Bremen erwartet die Polizei daher bis zu 2000 Fahrzeuge, die von Niedersachsen aus sternförmig in die Hansestadt ziehen. Auch in Braunschweig ist eine Kundgebung geplant.

 Hier wird in Bremen und Niedersachsen das Verkehrschaos erwartet.

Rubriklistenbild: © dpa/ Sina Schuldt

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