Wetter-Vorhersage

Orkanböen in Niedersachsen: Baum stürzt auf Gleise – Fähren fallen aus

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Ein Sturmtief prallt am Montag auf Niedersachsen. Wetter-Experten haben mehrere Warnungen ausgesprochen – für die Küste und den Harz.

Update von Montag, 22. Januar, 9:15 Uhr: Die Nacht auf Montag ist in Niedersachsen nicht ohne Sturm-Schäden geblieben. So ist beispielsweise zwischen Göttingen und Kassel ein Baum auf die dortigen Gleise gestürzt. Die Bahn-Strecke ist gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Die Züge sollen umgeleitet werden. Ab Mittwoch folgen in ganz Deutschland Ausfälle wegen des erneuten GDL-Streiks, wovon auch Niedersachsen betroffen sein wird.

Sturm-Wetter in Niedersachsen – Baum stürzt auf Gleise und behindert Bahnverkehr

Das Lagezentrum des Innenministeriums in Niedersachsen hatte zuvor mitgeteilt, in der Nacht und am frühen Morgen habe es zunächst keine größeren Schadensmeldungen gegeben. Auf dem Brocken an der Grenze zu Niedersachsen wurden in der Nacht Windgeschwindigkeiten von bis zu 168 Kilometern pro Stunde gemessen, berichtet Diplom-Meteorologe Dominik Jung über die extremen Orkanböen im Harz. In den Nacht hatte auch der Deutsche Wetterdienst davor gewarnt.

Auf dem Brocken wurden unweit der Grenze von Niedersachsen Orkanböen mit 168 Kilometern pro Stunde gemessen.
Montag, 22. JanuarWindstärke 10 bis 11 (102 bis 117 km/h)
Dienstag, 23. JanuarWindstärke 10 (90 bis 104 km/h)
Mittwoch, 24. JanuarWindstärke 10 bis 11 (102 bis 117 km/h)

Update von Montag, 22. Januar, 7:30 Uhr: Orkanartige Böen bestimmen an mehreren Orten das Wetter in Niedersachsen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt dementsprechend in den Gipfellagen des Hochharzes sowie Richtung Borkum vor heftigem Wind: Dort soll dieser Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometer pro Stunde erreichen. In den übrigen Teilen Niedersachsens treten verbreitet stürmische Böen und Sturmböen auf, an der übrigen Küste sowie in mittleren Hochlagen des Berglandes rechnen die Wetter-Experten mit schweren Sturmböen mit rund 95 Kilometern pro Stunde.

Das Lagezentrum des Innenministeriums in Niedersachsen teilte mit, in der Nacht und am frühen Morgen habe es zunächst keine größeren Schadensmeldungen gegeben. Auch die Bahn hatte keine größeren Schäden oder Verkehrseinschränkungen zu vermelden, wie ein Sprecher mitteilte. Aufgrund der Windvorhersage fallen einige Fährverbindungen zu den Ostfriesischen Inseln aus. Betroffen sind Fahrten von und nach Norderney, Juist und Spiekeroog. Das teilten die Fährgesellschaften auf ihren Internetseiten mit.

Der Sturm am Montag beeinträchtigt den Fährverkehr an der Nordsee-Küste – Verbindungen fallen aus.

Orkanartige Böen und Sturmböen bestimmen Niedersachsen-Wetter am Montag

Im Tagesverlauf schwächt der Wind laut DWD bei Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad leicht ab. Insbesondere auf den Inseln und im Harz soll es allerdings weiterhin zu Sturmböen kommen, dazu einzelne Gewitter in der Nacht. Oberhalb von 800 Metern erwartet das DWD-Team in der Nacht zum Dienstag vorübergehend nochmals einen bis vier Zentimeter Neuschnee und Glätte.

Update von Sonntag, 21. Januar, 17:18 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung vor Sturm an der Nordsee-Küste verschärft. Es werden Böen bis Windstärke 10 (bis zu 102 km/h) erwartet. Für die Nacht und den Montag gelten in allen niedersächsischen Landkreisen Warnungen der Warnstufe 2 vor markantem Wetter. An der Küste treten besonders schwere Sturmböen auf, in exponierten Lagen orkanartige Böen bis 110 km/h.

Am Montag (22. Januar) kommt es wegen des Wetters bei der Reederei Frisia zu Fahrtausfällen der Inselfähren: Die Abfahrten um 06:15 Uhr und 07:30 Uhr ab Norddeich und ab Norderney fallen aus. Die Abfahrt um 07:30 Uhr ab Juist fällt aus.

Update von Sonntag, 21. Januar, 11:41 Uhr: Die angekündigten Ausläufer des Sturmtiefs haben den Norden erreicht, das Wetter in Niedersachsen wird stürmisch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor Sturm an der Nordsee-Küste. Eine weitere Warnung gilt dem niedersächschischen Binnenland ab Montag, 22. Januar.

Sturmwarnung für die Nordsee-Küste: Niedersachsen bekommt am Montag die Sturmböen ab

Wie die Wetter-Experten des DWD berichten, kommt es heute an der ostfriesischen Küste zu Windstärken bis zu 60 km/h (Windstärke 7). Böen bis zu 88 km/h (Windstärke 9) sind dabei nicht ausgeschlossen. Am Montag prallt der Sturm auf das niedersächsische Binnenland.

Für folgende Bereiche gilt die aktuelle Warnung vor Sturmböen des DWD (von Montag, 22. Januar, 0 Uhr bis voraussichtlich 17 Uhr:

  • Landkreis Diepholz
  • Landkreis Verden
  • Landkreis Rotenburg
  • Landkreis und Stadt Oldenburg
  • Landkreis Nienburg
  • Stadt Bremen

Tiefdruckkomplex verursacht Sturmtief: Heftige Böen ab der kommenden Woche in Norddeutschland

Erstmeldung von Samstag, 20. Januar, 10:18 Uhr: Hannover/Bremen – Sturm mit einer Windstärke 11 wird in der kommenden Woche in Niedersachsen erwartet. Das teilen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in einem aktuellen Warnlagebericht mit. Bereits am Wochenende kommt es zu höheren Windgeschwindigkeiten im Norden. Grund dafür sind Ausläufer eines Tiefs, das das Wetter in Niedersachsen dreht – es wird warm, regnerisch und extrem stürmisch.

Der Hochwinter in Norddeutschland ist in der kommenden Woche vorüber – da sind sich die Meteorologen einig. Ein Tiefdruckkomplex über dem Nordatlantik und Großbritannien sorgt dafür, dass ein Sturmtief über den Norden Europas fegt. Die Ausläufer dessen, was zum Beispiel Südnorwegen erwartet, werden auf Niedersachsen prallen.

Insbesondere die Nordsee-Küste wird betroffen sein, teilt der DWD mit. Am Samstag, 20. Januar, werden dort zunächst noch stürmische Böen (Windstärke 8) und im Süden Niedersachsens einzelne Sturmböen (Windstärke 9) erwartet. Dieser Trend setzt sich auch am Sonntag fort. Das Wochenende soll sich sonst relativ freundlich im Binnenland mit Sonne und nur wenigen Wolkenfeldern zeigen. Die Temperaturen betragen am Samstag um die 3 Grad, am Sonntag 5 Grad.

Orkan-Ausläufer erreichen Niedersachsen: Diese Windstärken werden im Binnenland erwartet

Heftiger Sturm an der niedersächsischen Küste und Orkan über der Nordsee erwartet

Das Niedersachsen-Wetter schlägt am Montag jedoch spontan um. Die Temperaturen im Norden schnellen auf 11 Grad hoch, kräftiger Regen wird erwartet. An der Nordsee und im niedersächsischen Bergland sind schwere Sturmböen (Windstärke 10) und vereinzelt orkanartige Böen (Windstärke 11) nicht ausgeschlossen, berichten die Meteorologen.

Auf Großbritannien – wie auf dem Bild in New Brighton – und eben auch auf Niedersachen prallt ab Montag ein ausgeprägtes Sturmtief. Über der Nordsee wird ein Orkan erwartet, im Binnenland sind Windgeschwindigkeiten bis zu 117 km/h möglich. (Montage)

Auf einer Karte, die die Experten von wetter.net bereitstellen, wird das Ausmaß des Sturms am Montag deutlich. Niedersachsen ist hellrot bis dunkelrot gefärbt, maximale Sturmböen von mehr als 100 km/h sind zu erwarten. Auf der Nordsee selbst kann es auch Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h geben, was einem starken Orkan entspricht.

Sturmflut-Gefahr ab Montag: Behörde warnt vor Überflutungen

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) warnt bereits am Freitag schon vor der Gefahr einer leichten Sturmflut am Montagabend. Eine Überflutungsgefahr bestehe demnach für Strände und Vorländer. Die Nordsee erhöhe sich um etwa einen Meter in Norderney, Bensersiel, Emden, Wilhelmshaven, Cuxhaven sowie Bremerhaven.

Der weitere Wochenverlauf bleibt mild, regenreich und stürmisch. Am Dienstag werden an der niedersächsischen Nordseeküste stürmische Böen (Windstärke 8) aus Südwest erwartet. Am Mittwoch peitscht der Wind noch einmal ordentlich. Es herrschen an der See und im Bergland schwere Sturmböen bis orkanartige Böen. Erst am Donnerstag soll sich das Wetter beruhigen.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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