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Marcel Priggeschließen
Der Sturm prallt auf Niedersachsen. Extreme Windgeschwindigkeiten sind bereits aufgetreten, Experten haben Böen mit bis 168 Kilometern pro Stunde gemessen.
Update am Montag, 22. Januar, 13:38 Uhr: In der Nacht zum Montag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf dem Brocken im Harz Windböen von bis zu 168 Kilometern pro Stunde registriert. Ein DWD-Meteorologe in Leipzig teilte dies der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. Er erklärte: „Das ist schon sehr, sehr heftig. Da hält es definitiv keinen mehr auf den Beinen.“ Er gab an, dass er die Webcam auf dem 1141 Meter hohen Gipfel des Harzes während des Sturms in Niedersachsen im Blick behalte und „bisher niemanden“ bemerkt habe.
Extremer Wind auf dem Brocken gemessen: Am Mittwoch wird es noch einmal heftig
Aufgrund der heftigen Orkanböen hat die Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen am Montag sämtliche Fahrten zum Berg gestrichen. Der DWD berichtete, dass bis zum Montagmittag eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 122 Kilometern pro Stunde erfasst wurde. Allerdings wurde auch vermerkt, dass die Windstärke allmählich nachlässt.
Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Dienstag, wird erwartet, dass die Windverhältnisse am Mittwoch ähnlich sein werden. Der Meteorologe fügt hinzu: „Beginnend in der zweiten Nachthälfte müssen wir uns bis zum Mittag erneut auf extremen Orkan einstellen.“
Warnung vor Sturm in Niedersachsen: Orkan an der Nordsee erwartet
Update am Sonntag, 21. Januar, 14:53 Uhr: Der Sturm ist in Niedersachsen angekommen, der Deutsche Wetterdienst gibt eine Warnung vor Böen für die Küste heraus. So soll es an der Nordsee am heutigen Sonntag zu Böen bis zur Stärke 9 (bis 88 km/h) kommen.
Auch für das niedersächsische Binnenland ist eine Warnung herausgegeben worden. Heftige Böen können am morgigen Montag in den Landkreisen um Bremen herum auftreten. Ein Orkan mit einer Windstärke von bis zu 130 km/h soll ab dann auf der Nordsee wüten. Dessen Ausläufer werden bis einschließlich Mittwoch das Wetter in Niedersachsen beeinflussen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in Niedersachsen vor Sturmböen, Frost und Straßenglätte
Update am Freitag, 19. Januar 2024, um 08:35 Uhr: Nun wird es wohl windig. Der Deutsche Wetterdienst warnt amtlich vor Sturmböen. Betroffen sind, so die ersten Meldungen, gleich mehrere Gemeinden, Städte und Kommunen. Hauptsächlich an der Nordseeküste. Die Warnung lautet wie folgt:
Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h (15 m/s, 30 kn, Bft 7) und 65 km/h (18 m/s, 35 kn, Bft 8) anfangs aus nordwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 80 km/h (22 m/s, 44 kn, Bft 9) gerechnet werden.
Zusätzlich warnt der Deutsche Wetterdienst flächendeckend für ganz Niedersachsen vor Straßenglätte und Frost. Ein eiskalter Sturmtag steht Niedersachsen scheinbar bevor.
Niedersachsen wird schockgefrostet – Kälteeinbruch vorausgesagt
Erstmeldung am Montag, 15. Januar 2024, um 20:52 Uhr: Niedersachsen – Schnee, Gewitter, Regen, dann wieder Sonne, plötzlicher Sturm: Das Wetter in Niedersachsen ist bekannt für seine wechselhafte Seite. Wetterprognosen fallen nicht nur so manchem Meteorologen deshalb schwer. Früher versuchte man wiederkehrende Gemeinsamkeiten mit Bauernregeln zu erfassen, und auch in diesem Winter könnte eine solche Regel für Niedersachsen gelten.
Wissenschaftlicher betrachtet gibt es solche Zusammenhänge aber auch. Diese sogenannten meteorologischen Singularitäten erscheinen immer wieder und bezeichnen jährlich wiederholende Prognosen. Eine von ihnen besagt, dass am 17. Januar, der Hochwinter nach Niedersachsen kommen soll.
Kälteeinbruch in Niederaschen ab dem 17. Januar: Meteorologische Singularität soll Wetter bestimmen
Denn in Mitteleuropa gibt es statistisch nachweisbare Temperaturbesonderheiten, die um ein besonders Datum herum auftreten. Ab dem 17. und bis zum 20. Januar soll demnach ein Kälteeinbruch auftreten, der sogenannte Hochwinter kommt. Und tatsächlich hat es in den vergangenen Tage ungewöhnlich viel geschneit, die Schneebombe ist geplatzt.
Der Hochwinter bezeichnet laut wetter.net die Kernphase des Winters. Kennzeichnend dafür sind Dauerfrost, Schnee und – logischerweise – niedrige Temperaturen. Grund für die regelmäßige Wiederkehr des Wetter-Phänomens ist der Winter in Russland und ein immer wieder auftretendes Hoch am Atlantik. Arktische Polarluft strömt dann von Norden her ein.
Hochwinter kommt auf Niedersachsen zu: Wie genau ist die wiederkehrende Prognose?
Doch wie sieht der Hochwinter in Niedersachsen aus? Der Wochenanfang hat sich schon frostig mit wiederkehrenden Schneefällen und viel Wind gezeigt. Am Dienstag, 16. Januar, sollen die Schneefälle im Norden etwas nachlassen. Wie aus Daten des Deutschen Wetterdienstes hervorgeht, kommt es noch zu glatten Straßen und einzelnem Schneefall im Harz und an der Küste. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 und 3 Grad.
Am eigentlichen Tag des Hochwinters, am Mittwoch, wird es noch einmal etwas kälter. Im Tagesverlauf ist mit -1 Grad im Binnenland zu rechnen. An der Küste kommt es weiterhin zu Schnee, der im südlichen Niedersachsen noch einmal auflebt. Es wird weiter vor Glätte gewarnt – auch, weil die Temperaturen in den kommenden Nächten weit unter 0 Grad fällt.
Weiterer Schnee kommt am Donnerstag auf Niedersachsen zu. Das Wetter bleibt freundlich und trocken, bis auf Schneeschauer im Küstenumfeld und im Bergland. Die Höchstwerte betragen 0 bis 4 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Westen.
Das scheint es jedoch vielleicht schon gewesen zu sein mit dem Winter in Niedersachsen: Wie die Trendprognose des DWD zeigt, schießen die Temperaturen ab Samstag, 20. Januar, in die Höhe. Es könnte immer wärmer werden, bis Dienstag könnten bereits Temperaturen um die 10 Grad in Hannover und Bremen herrschen.
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