Wetter in Niedersachsen

Ex-Hurrikan kommt „ganz schön nah“ – Wetter-Experten warnen vor starken Gewittern in Niedersachsen

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Wetter-Experten warnen weiterhin vor starken Gewittern mit Sturmböen und Starkregen. Grund ist ein Hurrikan vor Europa. Doch es ist ein Ende in Sicht.

Update vom 23. September, 12:20 Uhr: Bevor das Wetter am morgigen Sonntag, 24. September 2023, schöner wird, spitzt sich die Wetterlage am heutigen Samstag weiter zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt gleich vor drei Wetterlagen. Zum einen ziehen weiterhin Gewitter über die Nordwesthälfte Niedersachsens. Auf den Inseln und im direkten Küstenumfeld können starke Gewitter mit stürmischen Böen bei 70 Kilometern pro Stunde entstehen. Auch Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter ist möglich. Kleinkörniger Hagel könnte ebenfalls dafür sorgen, dass es ungemütlich wird.

Herbstanfang bringt Rekord-September – Gewitter ziehen vorerst weiter über Niedersachsen

Abseits von Gewittern ziehen außerdem Regenschauer über die Inseln, bei denen vereinzelt Windböen mit sieben Windstärken aufkommen. In der Nacht beruhigt sich die Wetterlage, so der DWD. Allerdings kommt es in den Morgenstunden gebietsweise zu dichtem Nebel. Sichtweiten von unter 150 Metern können vorkommen, sind aber gering wahrscheinlich.

Update vom 23. September 2023, 07:11 Uhr: In den vergangenen Tagen machten Gewitter das Wetter in Niedersachsen sehr ungemütlich. Auch am Samstag, 23. September 2023, warnt der Seewetterdienst. Während Gewittern können demnach starke Böen an der Nordseeküste aufkommen. Es sind gleich mehrere Regionen davon betroffen.

Amtliche Warnung für Niedersachsen: An diesen Orten kann es zu Gewittern mit Sturmböen kommen

Ostfriesische Küste: Gewitterböen von 8 Beaufort aus Südwest bis West.

Elbemündung: Gewitterböen von 8 Beaufort aus Südwest bis West.

Seegebiet Helgoland: Gewitterböen von 8 Beaufort aus Südwest bis West.

Nordfriesische Küste: Gewitterböen von 8 Beaufort aus Südwest bis West.

Elbe von Hamburg bis Cuxhaven: Gewitterböen von 8 Beaufort aus Südwest bis West.

Erstmeldung vom 22. September 2023, 11:20 Uhr: Niedersachsen – „Vor allem an der Nordsee zeitweise starke Gewitter“, so lautet die Wetter-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Freitag, 22. September 2023. Hierbei drohen Gefahren durch stürmische Böen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde sowie Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Es kann des Weiteren zu kleinkörnigem Hagel kommen. Im Binnenland zeigt sich der Freitag zunächst ruhiger.

Wetter-Experten warnen vor starken Gewittern in Niedersachsen – Ex-Hurrikan macht Druck

In der Nacht zu Samstag können auch im Binnenland starke Gewitter aufkommen. Ursache ist ein Ex-Hurrikan, der vor Europa steht.

Mittags und Nachmittags ist es bewölkt. Zwischenzeitlich können einzelne Schauer über Niedersachsen hinweg ziehen. Die Temperaturen liegen zwischen 18 und 20 Grad. Dabei weht ein schwacher bis mäßiger Wind. In der Nacht zu Samstag steigt im Binnenland allerdings die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter. Die Temperaturen fallen auf etwa 9 Grad Celsius.

Tornado und Orkantief: Die 5 heftigsten Unwetter in Niedersachsen der vergangenen Jahre in Bildern 

Westerland auf Sylt Kyrill
Der 18. Januar 2007 ist vielen Menschen in Niedersachsen vermutlich in Erinnerung geblieben: Der Orkan „Kyrill“ zog über das Land hinweg. Diese Aufnahme zeigt den Vortag, an dem bereits hohe Wellen auf den Strand von Sylt trafen.  © dpa/Carsten Rehder
Sturm - Orkan „Kyrill“ über Deutschland
Im Fischereihafen von Norden-Norddeich schlugen am 18. Januar 2007, rund vier Stunden vor dem Maximum der zu erwartenden schweren Sturmflut, bereits die ersten Wellen über die Pierkante. Bis in den Morgenstunden des Folgetags sollte das Orkantief noch im Norden wüten und Zerstörung mit sich bringen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan "Kyrill" - Hochhausdach fällt auf Wohnhaus
Der Blick aus einem zerstörten Kinderzimmer in Barsinghausen zeigt: Das Orkantief „Kyrill“ hinterließ große Schäden in Niedersachsen. Mit einer Schadenssumme von 149 Millionen Euro verfehlte der Orkan dort nur knapp die Aufnahme in die Liste der weltweit zehn teuersten Naturkatastrophen der Gruppe. 47 Menschen starben durch „Kyrill“. © Jochen Lübke
Tornado auf Helgoland
Wenn Urlauber Helgolands an den 12. Juli 2010 zurückdenken, gefriert ihnen vermutlich das Blut in den Adern. An diesem fegte ein Tornado über die Düne der Nordseeinsel hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Ursache für die Superzelle war das Tiefdruckgebiet „Norina“. © dpa/Uwe Nettelmann
Tornado fegt über Helgoländer Düne
Der Tornado, der am 12. Juli 2010 über die Helgoländer Düne hinwegfegte, sorgte vom Land aus für eindrucksstarke Bilder durch massive Wolkenformationen.  © dpa/Kay Martens
Tornados in Norddeutschland - Helgoland 2010
Der Tornado hinterließ auf Helgoland ein Trümmerfeld. Dieses Bild zeigt einen Campingplatz auf der Düne der Insel. Elf Menschen wurden verletzt. Auch kam es zu Schäden in Niedersachsen. Im ostfriesischen Hafen Leer richtete das Unwetter zum Beispiel Schäden von etwa einer Million Euro an. Zudem starben zwei Menschen.  © dpa/Andrea Auer
Sturmflut am Hafen in Neuharlingersiel (Niedersachsen)
Der Orkan „Xaver“ wütete vom 4. Dezember 2013 bis zum 10. Dezember 2013 im Norden Europas. Den Norden Deutschlands erwischte er am 6. Dezember 2013 mit voller Wucht. Die „Nikolausflut“ gehört zu den schwersten der letzten 100 Jahre. Dieses Foto zeigt die Stärke der Flut am Hafen von Neuharlingersiel in Niedersachsen.  © dpa/Ingo Wagner
Orkantief Xaver Hochwasser Bensersiel Niedersachsen
Das Hochwasser in den Mittagsstunden am 6. Dezember 2013 überflutete während des Sturmtiefs „Xaver“ den gesamten Campingplatz in Bensersiel, Niedersachsen. Auf den Inseln waren „erhebliche Dünenabbrüche zu verzeichnen“, teilte das niedersächsische Umweltministerium (NLWKN) mit. Insbesondere waren die Dünen am Hammersee auf Juist und die Zeltplatzdünen auf Spiekeroog sowie die Harlehörn-Düne auf Wangerooge betroffen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan Xaver Lüneburg
Auch im Inland Niedersachsens kam es während des Orkantiefs „Xaver“ zu erheblichen Schäden. Auf eisglatter Fahrbahn wurde der Bus von einer Sturmböe erfasst, rutschte von der Straße und knallte in zwei Bäume. Der Gesamtschaden in Deutschland wurde auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Präzise Wettervorhersagen und verbesserter Küstenschutz konnten großeren Summen vorbeugen. In Europa starben insgesamt 13 Menschen, davon in Deutschland eine Person.  © dpa/Polizei Lüneburg
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Das Sturmtief „Friederike“ erreichte am 18. Januar 2018 seinen Höhepunkt. Im Norden Deutschlands brachte der Orkan unter anderem starken Schneefall mit sich. Die Straßen waren deshalb spiegelglatt. So kam es zu einer Reihe an Unfällen. Besonders den Süden Niedersachsens erwischte es heftig. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Den Süden Niedersachsens erwischte der Orkan „Friederike“ heftig. Während in den flachen Regionen des Landes nur wenig Schäden verzeichnet wurden, sah die Lage in der Hauptstadt Hannover ganz anders aus. Wie auf dem Foto zu sehen ist, stürzten unter anderem Bäume in Häuser. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Waldschäden nach Orkan Friederike
Die größten Schäden richtete „Friederike“ in den Wäldern von Niedersachsen an. Landesweit werde mit mehr als zwei Millionen Kubikmetern Sturmholz gerechnet, erklärte damals das Niedersächsische Umweltministerium. Insbesondere im Mittelgebirge wurden Wälder zerstört, wie zum Beispiel im Harz, Solling und dem Weserbergland. © dpa/Stefan Rampfel
Sturmtief Zeynep - Bensersiel
275431582.jpg © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Sturmtief Zeynep - Emden Niedersachsen
Ein Unimog der Hafenbehörde fährt am überschwemmten Kai im Hafen Emden in Niedersachsen vor der Fähre „Westfalen“. Es ist der 18. Februar 2022. An der Nordsee erreichen die Windböen des Orkantiefs „Zeynep“ stellenweise bei über 140 Kilometer pro Stunde. © dpa/Lars Klemmer
Stürme verursachen Schadholz im Privatwald
Mitte Februar zog nicht nur das Orkantief „Zeynep“ über Niedersachsen hinweg. Auch zwei weitere, „Ylenia“ und „Antonia“, sorgten für Unwetter und Sturm. Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer entstanden dabei gut eine Million Festmeter Schadholz. Das Orkantief „Zeynep“ forderte in Europa insgesamt 17 Todesopfer. Ein Mann starb bei Dacharbeiten an der Wurster Nordseeküste, Niedersachsen. In Ostfriesland wurden laut Feuerwehrverband ca. 1900 Feuerwehreinsätzen abgearbeitet. © dpa/Philipp Schulze

Bereits in den vergangenen Tagen erreichte ein Herbststurm Niedersachsen. Dieser sorgte nicht nur für Gewitter in Norddeutschland, bei Bremen zog vermutlich ein Tornado eine Schneise der Verwüstung durch den Ort Hude. Gründe hierfür ist ein Tief bei Schottland, dessen Kaltfront starken Einfluss auf die Wetterlage in Niedersachsen hatte. Bald könnte es allerdings schon wieder schöner werden.

Wetter-Trend: Das erwartet Niedersachsen in den kommenden fünf Tagen

Samstag, 23. September 2023küstennah häufiger Schauer und einzelne Gewitter, 18 Grad
Sonntag, 24. September 2023freundlicher Wechsel von Sonne und Wolken, zwischen 18 und 20 Grad
Montag, 25. September 2023teils starke Bewölkung, sonst vielfach heiter und trocken, 20 Grad an der See und 23 Grad in Hannover
Dienstag, 26. September 2023Bis zu 23 Grad Celsius in Hannover, trocken
Mittwoch, 27. September 2023Bis zu 25 Grad in Hannover, trocken

„Freitag und Samstag spürbar kälter, kaum mehr als 20 Grad, nachts sogar Bodenfrostgefahr“, teilt auch wetter.net-Meteorologe Dominik Jung an. „Da könnte man dann fast meinen, JETZT kommt er aber, der Herbst!“ Dem sei allerdings nicht so. Ab Sonntag baue sich ein großes Hoch über Europa auf, das auch auf Niedersachsen Einfluss nimmt. Die Wetter-Entwicklung werde durch einen Ex-Hurrikan forciert. Jung sagt: „Dieser kommt Europa ganz schön nah.“

Ex-Hurrikan vor Europa hat Auswirkungen auf Niedersachsen: Bald wird das Wetter besser

Ein Wunder sei das nicht. Schließlich sei der Atlantik in diesem Jahr ziemlich warm. „Das Altweibersommerhoch könnte dann in der gesamten nächsten Wetterwoche bei uns bleiben.“ Im Klartext bedeutet das: 20 bis 25 Grad Celsius und Sonnenschein in Niedersachsen. Regional können sogar bis zu 27 oder 28 Grad entstehen.

Rubriklistenbild: © dpa/Patrick Pleul

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