Einsatz zu Weihnachten

Im „Grenzbereich des Leistbaren“: So dankt der Südkreis Rotenburg den Hochwasser-Rettungskräften

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Mit mehreren Wasserschläuchen pumpt die Feuerwehr Wasser ab.
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Im „Grenzbereich des Leistbaren“ ist die Rotenburger Feuerwehr laut ihrer Führung. Vielerorts kämpfen die Einsatzkräfte nach wie vor gegen das Hochwasser. Die Solidarität im Netz ist groß.

Rotenburg – Dieses Weihnachten wird den Rettungskräften nicht nur im Landkreis Rotenburg lange in Erinnerung bleiben. Statt gemütlich mit den Familien am geschmückten Weihnachtsbaum zu sitzen, sind viele bereits seit Samstag, 23. Dezember, immer wieder im Einsatz, pumpen Wassermassen ab, befüllen Sandsäcke und geben ihr Bestes, die Stadt Rotenburg und die umliegenden Gemeinden vor dem Hochwasser zu schützen. Viele Menschen aus der Region nutzen die sozialen Netzwerke, um ihren Dank dafür auszudrücken. Es ist eine Situation, die Rotenburgs Bürgermeister Torsten Oestmann in einem Facebook-Post am Heiligabend-Nachmittag so beurteilt: „Die Belastung für die eingesetzten Kräfte ist enorm ...“

Über aktuelle Hochwasser-Entwicklung berichten wir in News-Tickern unter anderem für den Landkreis Rotenburg und für Niedersachsen.

Besuche vom Weihnachtsmann

Für die Helferinnen und Helfer aus Freiwilligen Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bauhöfen und mehr gilt daher für viele der Dank, weil sie ihre ruhigen Feiertage opfern. Unter Postings zum Hochwasser bei Facebook, Instagram und Co. haben viele Bürgerinnen und Bürger wertschätzende Kommentare verfasst. Immerhin scheint das Weihnachtsfest nicht ganz an den Helferinnen und Helfern vorbeizugehen. Aus Bothel und Sottrum berichten die Feuerwehren von Besuchen von Weihnachtsmännern - einige Beispiele der Solidarität. Andernorts stellen Menschen Kaffee und Kuchen bereit.

Dass die Wümme zu dieser Jahreszeit über die Ufer tritt, ist nichts Ungewöhnliches. Aber das Sturmtief „Zoltan“ tut sein Übriges, die Lage zu verschärfen. In der Region wurden entsprechend Vorbereitungen getroffen. Rotenburgs Baumamtsleiter Roman Lauchart hatte schon vor dem Sturm angekündigt: „Es kann auch sein, dass wir ein Jahrhunderthochwasser bekommen.“

Rotenburger Feuerwehr-Führung dankt den Einsatzkräften

Rotenburgs Ortsbrandmeister Matthias Harries und sein Stellvertreter René Hübner richteten via Facebook noch in der Nacht auf den ersten Weihnachtstag Dankesworte an ihre Kameradinnen und Kameraden aus der Kreisstadt und den anderen beteiligten Ortswehren. „Als verantwortliche Führung ist es ein tolles Gefühl, eine so schlagkräftige und zuverlässige Mannschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit hinter sich zu wissen“, schreiben sie unter anderem.

Es heißt in dem Text aber auch: „Seit drei Tagen sind wir nahezu im Dauereinsatz, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wir kommen so langsam in Grenzbereiche des Leistbaren. Zahlreiche Einsatzstellen konnten wir bereits abarbeiten, eine Beruhigung der Lage und somit ein Ende für uns ist aktuell noch nicht absehbar. Das Weihnachtsfest wird für viele von uns nahezu ausfallen.“

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