VonMarvin Köhnkenschließen
Der Sommer hat sich am Wochenende aus Niedersachsen verabschiedet. Mitte der Woche könnten dann sogar schon Mützen gegen die Kälte zum Einsatz kommen.
Hannover – In Niedersachsen steht ein drastischer Wetter-Umschwung bevor. Während die Temperaturen am Samstag, 7. September, vielerorts noch einmal die 30-Grad-Marke übersteigen, werden für Mittwoch und Donnerstag nur noch Werte bis 15 Grad angekündigt. Und auch die Sonne verabschiedet sich im Verlauf dieser Zeit weitgehend.
Das Wetter am Samstag lädt daher ganz besonders zur Fahrt ans Meer oder an einen Badesee ein – zumal der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine Warnungen ausgegeben hat. Vielmehr ist es in Niedersachsen meist heiter, westlich der Weser können aber auch dichtere Wolkenfelder auftreten. Dabei bleibt es größtenteils aber trocken. Das Temperatur-Maximum liegt um 24 Grad auf den Inseln und bis 31 Grad im Raum Braunschweig. In der Nacht zum Sonntag gibt es im Westen und Südwesten Niedersachsens bereits erste Schauer.
Niedersachsen-Wetter wandelt sich innerhalb weniger Tage von Sommer zu Herbst
Am Sonntag selbst ist das Wetter im Nordosten Niedersachsens zunächst noch freundlich, von Südwesten her breiten sich allerdings bis hin zur Elbe Schauer und Gewitter aus. Der Tag ist noch einmal schwül bei Höchstwerten zwischen 24 Grad an der Ems, 26 Grad in Hannover und 31 Grad im Wendland. Daraufhin können Starkregen zwischen um 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde auftreten, warnt der DWD. In der Nacht zum Montag gibt es erst an der Ems nachlassende, in der Osthälfte Niedersachsens zum Morgen teils gewittrige Niederschläge.
Maximal-Temperaturen in Niedersachsen (laut DWD-Vorhersage/Wettertrend)
Samstag, 7. September: 24 bis 31 Grad
Sonntag, 8. September: 24 bis 31 Grad
Montag, 9. September: 19 bis 22 Grad
Dienstag, 10. September: 15 bis 18 Grad
Mittwoch, 11. September: 13 bis 15 Grad
Donnerstag, 12. September: 12 bis 15 Grad
Dieses Regenwetter mit viel Herbst-Flair begleitet die Niedersachsen dann auch in der startenden Woche. Am Montag gibt es laut DWD-Vorhersage vor allem östlich der Weser ergiebigen und teils gewittrigen Regen. Die Temperaturen steigen dann nur noch auf 19 bis 22 Grad. An der See kommt zunehmend starker und böiger Wind hinzu. Auch in der Nacht zu Montag ziehen Regenfelder über Niedersachsen hinweg. Allerdings sind keine Unwetter in Sicht. In Bremen standen unter der Woche zahlreiche Straßen unter Wasser, weil innerhalb einer Stunde so viel Wasser vom Himmel fiel wie sonst in einem ganzen Monat. Auch im niedersächsischen Umland war es zu Wolkenbrüchen gekommen.
Temperaturen sinken nachts auf weniger als zehn Grad – stetige Regenfälle prägen die Woche
Am Dienstag, 10. September, gibt es in Niedersachsen gebietsweise Auflockerungen, oft ist es aber auch stark bewölkt. Zunächst gibt es laut Vorhersage (Stand: Dienstag, 7:15 Uhr) selten Schauer, zum Abend im Nordwesten des Landes aber wieder verstärkt schauerartigen Regen, der teils gewittrig ausfallen kann. Die Höchstwerte liegen vielerorts um 18 Grad. An der See herrscht starker Wind mit stürmischen Böen der Stärke 9. In der Nacht zum Mittwoch bleibt das Wetter stark bewölkt, gebietsweise fällt schauerartig verstärkter Regen. Die Temperaturen sinken auf 8 bis 13 Grad.
Am Mittwoch herrschen in Niedersachsen erneut, Wolken, Schauer und Gewitter vor, zwischendurch kann es aber auch zu Auflockerungen mit etwas Sonnenschein kommen. Die Höchstwerte liegen bei rund 15 Grad. In der Nacht zum Donnerstag wird es laut DWD wolkig, teils auch gering bewölkt, an der See drohen einzelne Schauer und Gewitter. Die Tiefstwerte in Niedersachsen liegen bei fünf bis acht Grad, auf den Inseln bei elf Grad.
Bei entsprechendem Wind wird das für viele ein Grund sein, diesem Kälte-Schock mit dem Tragen einer wärmenden Mütze zu begegnen. Eine Bauernregel verspricht allerdings, dass der Herbst 2024 in Niedersachsen durchaus angenehm werden könnte. Und tatsächlich ist am Donnerstag bei ebenfalls bis zu 15 Grad erst einmal eine Talsohle beim Wetter erreicht – so könnte anschließend wieder deutlich schöner und wärmer werden.
Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa & DWD-Screenshot (Montage)

