Wetter-Vorhersage

Frühling verschiebt sich: Bauernregel mit eindeutiger Winter-Prognose für Niedersachsen

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Das Wetter in Niedersachsen könnte in diesem Jahr lange schlecht und winterlich werden. Das sagt eindeutig eine Bauernregel voraus. Was ist dran, an dem Jahreszeiten-Aufschub?

Hannover/Bremen – Das Niedersachsen-Wetter scheint endlich im Winter angekommen zu sein. Nach einem „Bomben-Zyklon“, der das Wetter im Norden beeinflusst hatte, zeichnete sich eine Schnee-Rückkehr an. Die Temperaturen fallen und zumindest in der Nacht kommt es zu Glätte. Doch vom Schnee fehlt jetzt im Binnenland noch jede Spur. Und genau das könnte laut einer Bauernregel einem baldigen Frühling entgegenstehen.

Bauernregel verspricht verlängerten Winter: Lichtmess könnte Niedersachsen den Frühling versauen

Denn am Sonntag, dem 2. Februar, ist Mariä Lichtmess. Dann feiert die katholische Kirche das Fest der „Darstellung des Herrn“. Das Fest markiert den Abschluss des weihnachtlichen Festkreises, genau 40 Tage nach Weihnachten und war für die Landwirtschaft enorm wichtig. Denn nach Lichtmess begann für die Bauern die Arbeit wieder, die Winterpause war dann traditionsgemäß beendet.

Ob nun auf glatten Straßen, oder mit der Familie draußen in der Natur: Der Winter in Niedersachsen könnte in diesem Jahr ungewöhnlich lang andauern. Das sagt eine Bauernregel für den Norden voraus.

Wohl aus diesem Grund entstanden für den Tag eine ganze Reihe Bauernregeln. In einer heißt es: „Wenn zu Lichtmess die Sonne glost, gibt‘s im Februar viel Schnee und Frost“. In einer anderen: „Auf Lichtmess lasst es Winter sein, kommt der Frühling bald herein“. Sprich: Ist es am 2. Februar freundlich, verlängert sich der Winter. Fällt an diesem Tag Schnee und es ist winterlich, kommt bald der Frühling. Eine andere Bauernregel versprach bereits ein hefiges Regenjahr in Niedersachsen.

Winter-Wetter am 2. Februar? „Auf Lichtmess lasst es Winter sein, kommt der Frühling bald herein“

Das Wetter in Niedersachsen deutet in diesem Zusammenhang leider auf einen unbekannten Frühlings-Aufschub hin. Denn nach Angaben der Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zieht derzeit aufgrund eines Hochdruckgebietes relativ milde Meeresluft nach Niedersachsen und Bremen.

So soll sich das Niedersachsen-Wetter am Samstag zwar recht bewölkt zeigen, von Schnee und Minusgraden fehlt jedoch jede Spur. Vereinzelt kann es schwach regnen, die Tageshöchsttemperaturen betragen 4 Grad.

Extremes Wetter in Niedersachsen: Die beeindruckendsten Bilder

Sturm Norderney
Trifft viel Wind auf die niedersächsische Küste, kann es zu hohen Wellen kommen. © Imago
Sturmtief Nadia an der deutschen Nordseeküste
Dann kann es insbesondere auf den Nordseeinseln unruhig und ungemütlich werden. © Imago
Sturm Nordsee
Nimmt der Wind jedoch weiter Fahrt auf, drückt er das Meer ins Landesinnere. Es kommt zu einer Sturmflut. © Christine Höfelmeyer/Imago
Norderney Sturm Spaziergänger
Dann tritt das Wasser über die Befestigungen an den Stränden. Jeder Spaziergang könnte gefährlich werden. © Imago
Fähre Nordsee
Wenn die Fähren noch fahren, ist das Wetter jedoch noch nicht kritisch. © Imago
Schneesturm fegt mit 130 Km/h über Berg
Anders sieht da Sturm auf Niedersachsens Bergen aus. Da kann man schon einmal die Haltung verlieren. © Martin Dziadek/Imago
Schwere Gweitter Niedersachsen
Aber auch Gewitter mit seinen extremen Begleitphänomenen trifft Niedersachsen regelmäßig hart. © Roland Bock/Imago
Blitz Gewitter
Auf keinen Fall sollte man sich jetzt im Freien aufhalten © Roland Bock/Imago
Blitze Gewitter Niedersachsen
Blitzeinschläge können zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. © Roland Bock/Imago
Niedersachsen, Hannover, Gewitter
Aber sie sind schön anzusehen. © Florian Petrow/Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter im südlichen Niedersachsen
Während eines Gewitters kann es zu viel Hagel kommen. Das kann zu Glätte führen.  © Bernd Mrz/Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter Niedersachsen
Plötzlicher Starkregen kann die Straße noch gefährlicher machen. © Bernd Mrz/Imago
Unwetter in Niedersachsen.
Und Sturmböen können dann auch geparkte Autos beschädigen. © Imago
Rotenburg an der Wümme
Fällt zu viel Regen in kurzer Zeit, kann es zu Hochwasser kommen © Silke Heyer/Imago
Nach sintflutartigen Regenfällen: Teich im Ortskern drohte überzulaufen
Dann sind auch die Kanalisationen überlastet. © Roland Bock/Imago
Einsatzkräfte des THW Ortsverband Friedrichsthal aus Saarbrücken im Hochwasser
In manchen Fällen helfen nur Sandsäcke gegen die Wassermassen. © Rainer Droese/Imago
Niedersachsen, Hannover, umgestürzter Baum auf überflutteter Straße
Wo keine sind, werden auch mal Straßen überflutet. © Imago
Der Fluss Ems tritt übers Ufer
So können ganze Landstriche Unterwasser gesetzt werden. © Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter
Dann ist die Feuerwehr im Dauereinsatz © Imago
Überflutung Niedersachen
Manchmal kommt man nur noch mit schwerem Gerät durch die Straßen. © Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter NDS
Denn es droht die Gefahr, einfach mit dem Auto in den Fluten stehen zu bleiben. © imago
Regenbogen ueber offenem Land
Doch das Wetter in Niedersachsen ist wechselhaft. Der Regen kann sich auch schnell wieder legen. © Martin Wagner/Imago
Traumhafter Sonnenaufgang in Niedersachsen
Dann kommt auch mal die Sonne raus. © Imago
Sonne über NDS
Zu viel Sonnenschein ist jedoch nicht gut für die Ernte. Es kommt zu trockenen Böden. © Imago
Malerischer Sonnenaufgang
Dann drohen Pflanzen einzugehen. Landwirte stehen dann vor Problemen. © Imago
Dürre NDS
Besonders in heißen Sommermonaten sind dann viele Felder von Dürre betroffen. © Martin Wagner/Imago
Landwirtschaft-Auf einem Acker
Die Ernte fällt schlechter aus, die Trockenheit ist schlecht für die Böden. © Martin Wagner/Imago

Am Sonntag, an dem die Bauernregel greifen soll, zieht dann etwas Nebel in das Bundesland. Das Wetter in Niedersachsen besticht durch Auflockerungen und auch die Sonne soll sich vereinzelt zeigen. Stellenweise kann es geringfügig regnen. Die Höchstwerte betragen ebenfalls bis zu 4 Grad. Ein echter Wintertag sieht also anders aus.

Jahreszeiten-Aufschub in Niedersachsen? Die wirklichen Daten des Frühlingsanfangs

Aber verschiebt sich deshalb nun wirklich der Frühling? Natürlich ist eine Bauernregel meteorologisch nicht haltbar. Jedoch gibt es sogenannte meteorologische Singularitäten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr auftreten. Der 2. Februar gehört jedoch nicht zu diesen Wetterphänomenen.

Ob die Bauernregel nun den Frühling in Niedersachsen wirklich verschiebt, lässt sich demnach nur im März feststellen. Denn am Samstag, 1. März, tritt der meteorologische Frühlingsanfang ein. Spätestens am 20. März sollten dann die Frühlingsgefühle ins Bundesland Einzug halten. Denn dann findet der astronomische Frühlingsanfang statt.

Rubriklistenbild: © Imago/Montage

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