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Weil die Fußgängerampel vor „Puppe“ die Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße verstopfte, wurde die Ampel nun ausgeschaltet. Eine Sondergenehmigung für die Baustellendurchfahrt gibt es derweil für Windrad-Schwertransporte nach Bestwig.
Warstein – Die ersten Tage nach der Einrichtung einer Baustelle werden gerne „Chaosphase“ genannt. Nicht, weil Chaos oder Durcheinander unbedingt vorprogrammiert sind. Aber durchaus, weil es häufig nach dieser Zeit einer gewissen Nachjustierung der Maßnahme bedarf. Im Fall der am vergangenen Mittwoch eingerichteten Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße, wo die Stadtwerke Warstein noch bis Juni Leitungsarbeiten vornehmen, war die Fußgängerampel auf Höhe des schließenden Spielwarengeschäftes „Puppe“ Mittelpunkt der Nachjustierung, wie Thimo Roderfeld, beim Ordnungsamt der Stadt Warstein für Straßenverkehrsangelegenheiten zuständig, auf Nachfrage erklärt.
Denn: Die Hauptstraßenbaustelle inklusive mobiler Ampelanlage liegt nur wenige Meter hinter der „festen“ Fußgängerampel. Zeigte die Fußgängerampel „Grün“ für querungswillige Passanten, zeigte sie entsprechend „Rot“ für den Straßenverkehr. Die Autofahrer, die aus Richtung Belecke kommend stadteinwärts fuhren, mussten also halten und „verstopften“ so die Baustelle. „Das hat zu Rückstaus und Verzögerungen geführt, weshalb wir uns in Absprache dazu entschieden haben, am Montagmorgen die Fußgängerampel abzuschalten. Wir waren im Vorfeld davon ausgegangen, dass es passt, sind aber schon am Donnerstag auf die Problematik aufmerksam geworden.“ Fußgänger sollen nun die Ampeln an der Rangekreuzung beziehungsweise an der Kreuzung Kreisstraße nutzen. Das „Volllaufen“ der Baustelle durch den Rückstau, bedingt durch die Fußgängerampel, sei insbesondere zu den „Kernzeiten“ vorgekommen, zwischen 7 und 8 Uhr am Morgen und 16 und 17 Uhr am Nachmittag.
Gespräch mit Polizei und RLG
Am Freitag habe es bereits ein Gespräch zu möglichen Nachjustierungen mit Polizei und RLG gegeben, berichtet Roderfeld. „Auf den betroffenen Buslinien kommt es aufgrund der Baustelle zu drei bis fünf Minuten Verspätung, erwartet wurden 10 bis 15 Minuten. Das ist also absolut vertretbar.“ Und auch die Polizei habe bei ihren Einsatzzeiten von „keinen größeren Schwierigkeiten“ durch die Baustelle berichtet, so Roderfeld bilanzierend.
Er selber habe Testfahrten unternommen, die längste Wartezeit habe sich von Belecke kommend stadteinwärts ergeben, dort habe er drei Minuten länger aufgrund der Baustelle gebraucht. „Die Baustelle läuft besser als erwartet – und das bei 14 000 bis 15 000 Verkehrsteilnehmern am Tag“, so Roderfeld: „Aber wir justieren auch weiterhin, stellen weitere Schilder auf.“
Sondergenehmigung für Schwerlasttransporte
Der „Plan B“ mit einer grundsätzlichen Einbahnstraßenregelung, der für die Baustelle vorbereitet wurde, muss also vorerst nicht zum Tragen kommen, sagt Roderfeld. Dann wäre der Verkehr stadtauswärts in Richtung Belecke/Suttrop über die Hauptstraße geleitet worden, wer stadteinwärts fährt, wäre dann über die Straßen Schwarzer Weg/St. Poler-Straße umgeleitet worden. Der Plan bleibt vorerst aber in der Schublade.
Die weiträumige Umleitung für den Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen sei nach wie vor gültig, der Anlieferverkehr für das Stadtgebiet sei aber frei, betont Roderfeld. Eine Sondergenehmigung gibt es übrigens für das Unternehmen SLT aus Kühlungsborn. Das Logistik- und Transportunternehmen bringt Teile für Windenergieanlagen nach Bestwig. Die Schwertransporte mit Polizeibegleitung, die ausschließlich nachts fahren, dürfen die Baustelle auf der nördlichen Hauptstraße passieren.
Auch auf der Suttroper Kreisstraße wird die Baustelle wieder aufgenommen, eine Ampelschaltung wird eingerichtet. Zudem wird auch die Rangekreuzung in Warstein in 2024 noch zur Baustelle.