- VonFrank Osiewaczschließen
Die lang erwarteten Tiefbauarbeiten für das „B-tween“ in Hamm stehen kurz bevor. Mit dem Projekt neben dem Allee-Center soll ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung aufgeschlagen werden.
Hamm – Es geht in die Erde: Voraussichtlich im Juli sollen die Tiefbauarbeiten für das „B-tween“ zwischen Ritterstraße und Westenwall beginnen. Das teilt Projektleiterin Anna Funke vom Investor Fokus Development (Duisburg) auf Nachfrage unserer Zeitung mit. In etwa zeitgleich soll der Bauantrag für den Hochbau bei der Stadt gestellt werden.
Alle planerischen Arbeiten verliefen gut, sagte Funke, die Abstimmungstermine mit der Bauverwaltung ebenfalls. Am 27. Mai werde der finale Fassadenentwurf dem Gestaltungsbeirat vorgelegt, einem Gremium aus Fachleuten und Politik, das bei städtebaulich wegweisenden Projekten hinzugezogen wird. Mit einem zwischenzeitlichen Wechsel des Architekturbüros war eine neue Planung für die Außenhülle einhergegangen.
Am 18. Juni solle die Gesamtplanung im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt werden. Funke geht davon aus, dass der Öffentlichkeit zur gleichen Zeit Ansichten des neuen Gebäudekomplexes präsentiert werden.
„B-tween“ in Hamm: Bodenuntersuchungen ab Donnerstag
Am Donnerstag (16. Mai) würden auf dem Gelände Bodenuntersuchungen durchgeführt. Eine vorgeschriebene Routineuntersuchung, für die Funke keine Auffälligkeiten erwartet. Gleiches gelte für die Kampfmittelsondierungen, die durch das beauftragte Tiefbauunternehmen vor allen weiteren Arbeiten ausgeführt werden. „Ich gehe nicht davon aus, dass Kampfmittel gefunden werden“, so Funke. „Bei den archäologischen Untersuchungen rechne ich nicht damit, Erhaltenswertes aus früheren Epochen der Stadtgeschichte zu finden. Befunde werden natürlich dokumentiert.“
Parallel zum Tiefbau und der Einrichtung der Baugrube erfolgten noch Entkernungs- und Entrümplungsarbeiten im östlichen Bestandsgebäude: Wände, die für die neue Planung nicht benötigt würden, und alte Haustechnik würden entfernt.
„B-tween“ in Hamm: So soll der Komplex mal aussehen
Entstehen sollen zwei separate Gebäudekomplexe: der kleinere, runderneuerte Altbau und der deutlich größere Neubau in Richtung Westen. Miteinander verbunden sind sie nicht, äußerlich würden sie aber – beispielsweise durch ähnlichen Klinker – miteinander korrespondieren, kündigte Funke an. Zwischen den Gebäuden verläuft ohne Überdachung die Rödinghauser Straße als Fußgängerzone. Der Bodenbelag werde mit leichter Abwandlung an den vorhandener Fußgängerzonen erinnern.
Im Neubau sollen sich im Erdgeschoss vier kleinere und zwei größere Gewerbeeinheiten (rund 1700 und 600 Quadratmeter) befinden. Im Altbau sollen im Zentrum drei bis vier gastronomische Betriebe (50 bis 100 Quadratmeter) einziehen.
Inwieweit sich veränderte Rahmenbedingungen in der Baubranche finanziell auf das einstmals mit 40 Millionen Euro taxierte Projekt auswirken, wollte Funke nicht kommentieren. Die Branche habe sich erfreulicherweise etwas entspannt, sagte sie.
Grundflächen
Grundstücksfläche Erdgeschoss:
Neubau: ca. 3400 m²
Bestandsbau: ca. 1200 m²
Mietfläche Erdgeschoss:
(Grundfläche abzüglich Flure, Treppen, Haustechnik, Aufzüge, TG-Zufahrt, Altbau-Innenhof)
Neubau: ca. 2700 m²
Bestandsbau: ca. 740 m²
Die Erneuerung der Hammer Innenstadt kommt nicht wirklich voran. An zwei prominenten Orten herrscht Stillstand statt Baufieber. Der aktuelle Stand.