B63: Verbesserung schon spürbar, aber Wunder nicht zu erwarten
VonJörg Beuning
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Die inzwischen monatelangen Bauarbeiten auf der B63 in Hamm-Rhynern tragen erste Früchte: Kleine Verbesserungen sind inzwischen spürbar. Wunder sollte aber niemand erwarten, wenn alles mal fertig ist.
Hamm – Wunder sollten die Verkehrsteilnehmer von den Umbaumaßnahmen auf der Bundesstraße B63 nicht erwarten. Ohne den Weiterbau der Autobahn A445 werde der Verkehr auch in Zukunft zäh an Hamm-Rhynern vorbeifließen, zu groß sei das Aufkommen an Kraftfahrzeugen dort. So hatte sich der Landesbetrieb Straßen-NRW vor einem Jahr im Vorfeld der Planungen für die derzeit laufende Baumaßnahme geäußert. Aber zumindest kleine Verbesserungen sollen spürbar werden. Und das sei nach aktueller Einschätzung von Straßen-NRW bereits jetzt der Fall, obwohl die Bauarbeiten noch gar nicht ganz abgeschlossen sind und weiterhin den Verkehr behindern – noch bis Mitte November.
„Die durchgängige, zusätzliche Fahrspur zwischen der Autobahn-Abfahrt und dem Edeka-Lager sorgt dafür, dass der Verkehr etwas flüssiger läuft“, schildert Sprecherin Nadia Leihs die ersten Beobachtungen ihrer Kollegen vom Landesbetrieb.
Der Effekt ist nachvollziehbar: Öffnete sich bislang erst einige Meter nach der Autobahn-Abfahrt die Rechtsabbiegespur von der Werler Straße in die Straße „Im Sutenkamp“, so treffen sich die Verkehrsteilnehmer jetzt sofort beim Abbiegen auf die Bundesstraße auf diese zusätzliche Spur. Die Folge: Sämtliche Lkw mit Ziel Edeka (und das sind extrem viele) müssen nach Verlassen der Autobahn nicht mehr in den Verkehr auf der B 63 einfädeln, sondern nutzen direkt die Spur, die schließlich zur Rechtsabbiegespur in Richtung Edeka-Lager wird.
Bauarbeiten auf der B63: Es staut sich noch gewaltig
Dass dies bereits jetzt zu kleinen Verbesserungen geführt hat, macht zumindest Hoffnung. Denn noch beeinträchtigen die Bauarbeiten den Verkehr auf der Bundesstraße, entsprechend staut es sich noch gewaltig. Aufgrund von Arbeiten an den Straßenrändern, insbesondere im nördlichen Teil der Baustelle, sind weiterhin nicht alle Fahrspuren für den Verkehr frei. Dies werde wohl auch noch bis Mitte November dauern, so Leihs.
Die zusätzliche Spur beginnt aus Hamm kommend übrigens bereits hinter der Kreuzung mit der Unnaer Straße. Dadurch soll der Verkehr demnächst besser an den Autobahnanschlussstellen vorbeifließen.
Bauarbeiten auf der B63: Effekt neuer Ampelanlagen?
Mit Spannung darf auch der Effekt der neuen Ampelanlage erwartet werden. An allen fünf Kreuzungen zwischen Unnaer Straße und Oberallener Weg werden demnächst moderne Anlagen installiert, die miteinander kommunizieren und auf Verkehrssituationen reagieren können. Die alten Ampelanlagen sind bereits abgestellt und werden noch übergangsweise durch Baustellen-Ampeln ersetzt, bis die neue Technik angeliefert worden ist.
Über die Schaltung der bisherigen Ampelanlage ist in der Vergangenheit viel diskutiert und geschimpft worden. Nicht wenige Verkehrsteilnehmer machten das schlechte Zusammenspiel der fünf Ampeln für die extremen Staubildungen auf der B 63 verantwortlich.
Sanierung der B63/Werler Str. zweiter Teil verläuft planmäßig
Eine Statistik aus dem Vorjahr zeigt übrigens: Mehr Hammer pendeln aus als Menschen für den Job in die Lippestadt kommen. Jeden Tag wollen demzufolge rund 34.000 Hammer raus aus der Stadt.