Bundestagswahl 2025

Lugk schafft‘s über Landesliste: Kandidaten aus dem MK im Bundestag

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Direktkandidatin Bettina Lugk (SPD) zieht in den Bundestag ein.
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Drei Abgeordnete aus dem Märkischen Kreis werden im neuen Bundestag vertreten sein. Diese drei Kandidaten haben es geschafft.

Märkischer Kreis – Der Märkische Kreis wird im neuen Bundestag mit drei Abgeordneten vertreten sein. Bisher waren es fünf. Die gute Nachricht für die Region: Bettina Lugk (SPD) hat es doch noch über ihren Platz auf der SPD-Landesliste in NRW geschafft.

Direktkandidat Paul Ziemiak (CDU) zieht in den Bundestag ein.

So zieht die Iserlohnerin trotz ihres schlechten Ergebnisses im Wahlkreis 149 (Märkischer Kreis II) neben dem überlegenen Wahlkreissieger Paul Ziemiak (CDU) in den neuen Bundestag ein.

Bundestagswahl: Abgeordnete aus dem MK

Auf Platz 14 der Landesliste war Lugk geführt worden, bis Platz 19 zog die Liste, was letztlich auch dem Umstand geschuldet war, dass die Sozialdemokraten viele Direktmandate nicht holten. So zum Beispiel direkt in der Nachbarschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis, der seit 1949 immer in roter Hand gewesen ist. Diesmal siegte dort die Herdecker Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster (CDU), auch der traditionell rote Wahlkreis Hagen ging diesmal an Tijen Ataoglu von der CDU.

Auch Florian Müller (CDU) zieht in den neuen Bundestag ein.

Während der Wahlkreis 149 damit in Berlin mit demselben Personal wie bisher vertreten bleibt, gibt‘s im Wahlkreis 148 (Olpe/Märkischer Kreis I) eine Zäsur: Nezahat Baradari (SPD) hat es wie befürchtet über die Landesliste nicht erneut nach Berlin geschafft. Ihr war auf der Landesliste sogar die Siegener SPD-Kandidatin Luiza Licina-Bode vorgezogen worden. Licina-Bode hoffte am Wahlabend lange und wurde dann doch enttäuscht: Damit ist die SPD im südlicheren Südwestfalen gar nicht mehr im Bundestag vertreten.

Bundestagswahl: FDP hats nicht geschafft

Und auch für Johannes Vogel hat es nicht gereicht. Kämpfte die FDP am frühen Sonntagabend noch um den Einzug in den Bundestag, so wurde im Verlaufe des Abends immer klarer, dass sie die Fünf-Prozent-Hürde reißen würde. Bitter für Vogel, der als stellvertretender Bundesvorsitzender auf jeden Fall wieder im Bundestag dabei gewesen wäre. Auf den FDP-Mann aus dem Kreis Olpe wird derweil nun wohl eine andere Aufgabe zukommen. Nach dem Rückzug von Christian Lindner wird allgemein erwartet, dass Johannes Vogel eine sehr zentrale Rolle beim Neuaufbau zukommen wird, vielleicht gar als Bundesvorsitzender der FDP. Man wird sehen.

Der Wahlkreis 148 jedenfalls hat nur noch eine Stimme im neuen Bundestag: Florian Müller (CDU), der den Wahlkreis mit mehr als 20 Prozent Vorsprung vor Nezahat Baradari holte, steht alleine für die Interessen der so wichtigen Wirtschaftsregion zwischen Olpe und Lüdenscheid. Zum Vergleich: Im Hochsauerland gewann Friedrich Merz (CDU) seinen Wahlkreis, dort allerdings zogen mit Merz auch die Vertreter von AfD, Grünen und SPD in den neuen Bundestag ein. Der Wahlkreis wird in Berlin vierfach vertreten sein, der Wahlkreis 148 nur noch einfach.

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