Aufruf von Verdi

Warnstreik im ÖPNV: Keine Busse und Stadtbahnen am Freitag in Dortmund

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    Annika Ketzler
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Verdi hat zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Auch in Dortmund werden am Freitag Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen still stehen. Eine Ausnahme gibt es aber.

Dortmund - Pendler und Reisende, die am Freitag, 2. Februar, mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein wollen, müssen eventuell umplanen. Grund dafür: Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte in vielen kommunalen Verkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Streik im ÖPNV: Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen sollen in Dortmund nicht fahren

Verdi gehe es bei dem anstehenden Warnstreik vor allem um verbesserte Arbeitsbedingungen sowie einer Entlastung und mehr Wertschätzung. „So geht es nicht weiter. Die Arbeitgeber fahren auf Verschleiß, das ist kein sinnvolles Vorgehen“, schreibt die Gewerkschaft. Wegen des Streiks soll es am Freitag zu erheblichen Einschränkungen bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen kommen – auch in Dortmund.

Konkret bedeutet das: Sämtliche von den Dortmunder Stadtwerken (DSW21) betriebenen Stadtbahn- und Buslinien werden an diesem Tag nicht fahren. Dies gelte vom Betriebsbeginn gegen 3.30 bis zum Betriebsende (1.30 Uhr am Folgeteg), teilt DSW21 mit. Und weiter: Betroffen sind auch die NachtExpress-Linien von DSW21, die gegenwärtig um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt „Reinoldikirche“ sternförmig in alle Stadtteile starten.“

Auch die in den Dortmunder Nachbarstädten von DSW21 betriebenen Buslinien sind betroffen.

  • Castrop Rauxel: 480, 481, 482, NE 11
  • Schwerte: 430, 435, NE 25

Darüber hinaus falle auch „die gemeinsam mit der Vestischen betriebene ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln)“ komplett aus. Dazu bleiben die Kundencenter „Petrikirche“, „Hörde Bahnhof“ und „Castrop Betriebshof“ ganztägig geschlossen.

Nicht betroffen vom Streik sei die H-Bahn „und die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490“. Diese Linien würden grundsätzlich über den Flughafen Dortmund korrdiniert und fahren entsprechend eigenständig und autark zum übrigen Linienbetrieb der Stadtwerke.

Nur die S- und Regionalbahnen dürften am Freitag noch fahren, da sie von der Deutschen Bahn und nicht von DSW21 betrieben werden. 

Warnstreik im ÖPNV in Dortmund – Schulpflicht gilt trotzdem

Das Ruhrgebiet ist insgesamt massiv vom Warnstreik betroffen. Auch in Hagen, Essen und Duisburg soll gestreikt werden. Aber auch das Rheinland soll es hart treffen - so zum Beispiel mit Streiks bei der Rheinbahn in Düsseldorf oder bei der KVB in Köln. , wie 24RHEIN berichtet. Auch die Mitarbeitenden der Stadtwerke Münster beteiligen sich am Verdi-Streik.

Neben Pendlern sind unter anderem auch Schüler von den Warnstreiks betroffen, die üblicherweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihren Schulen fahren. Das NRW-Schulministerium erklärte, dass trotz des ganztägigen Warnstreiks die Schulpflicht gelte. Der ADAC Nordrhein rät Pendlern dazu, nach Möglichkeit auf das Fahrrad umzusteigen oder Fahrgemeinschaften mit dem Auto zu bilden. In den Großstädten und auf Stadtautobahnen könnte es aufgrund des Streiks zu einem erhöhten Staurisiko kommen.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

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