VonJohanna Werningschließen
Verdi ruft am Freitag zum Warnstreik im ÖPNV auf, auch die KVB ist betroffen. Stadtbahnen fallen aus, einige Busse sollen fahren.
WICHTIGER HINWEIS
Diese Artikel handelt vom Streik im Februar 2024: Hier erhalten Sie Informationen zum KVB-Streik am 7. Februar 2025.
Köln – Stadtbahnen werden nicht fahren, auch nicht alle Busse werden am Freitag auf den Straßen Kölns unterwegs sein. Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag (2. Februar) zu einem Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. Betroffen von dem Streik sind vielerorts die Busse und Bahnen in Nordrhein-Westfalen. Pendler müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen – auch bei der KVB in Köln. Denn hier wird am Freitag ebenfalls gestreikt.
Streik bei der KVB am Freitag: Was das für Köln bedeutet
► Streik bei der KVB: Der Verdi-Streik trifft auch die KVB. Am Freitag, 2. Februar 2024, kommt es zu massiven Auswirkungen.
► Stadtbahnen: Ab Freitag, 3 Uhr, fahren keine Stadtbahnen mehr. Erst am Samstag, 3 Uhr, fahren wieder Bahnlinien.
► Busse: Im Busbetrieb fahren nur die Linien, die durch Subunternehmen durchgeführt werden können.
► Kundencenter: Kundencenter und Vertriebsstellen der KVB bleiben am Freitag geschlossen.
► Alternativen zur KVB: Bestreikt wird zwar der ÖPNV, S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpressbahnen fahren jedoch trotzdem.
► Außerdem: Die KVB weist zudem darauf hin, dass bei einem Streik die Mobilitätsgarantie des Unternehmens nicht gilt.
Streik im ÖPNV: Welche Bahnen und Busse bei der KVB ausfallen
Auch bei der KVB wird am Freitag gestreikt, so die Gewerkschaft Verdi. Die Auswirkungen für die Fahrgäste sind dabei enorm. Ab Freitag, 3 Uhr morgens, fahren keine Stadtbahnen mehr. Im Busbetrieb fahren nur die Linien, die durch Subunternehmen durchgeführt werden können. Diese Fahrten werden den Fahrgästen in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt. „Der Betrieb der KVB wird erst zum Beginn des Betriebstages am Samstag, 3. Februar 2024, wiederaufgenommen“, heißt es weiter. „Da der Warnstreik auch in Bonn stattfindet, findet auch auf den Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, kein Verkehr statt.“
- Welche Bahnen bei der KVB am Freitag ausfallen: Am Freitag fallen alle Bahnen der KVB aus. Von 3 Uhr morgen bis Samstag, 3 Uhr morgens fährt keine Linie.
- Welche Busse bei der KVB am Freitag ausfallen: Auch die meisten Buslinien fallen aus. Nur vereinzelte Busse fahren. Diese werden dann von Subunternehmen durchgeführt. Das bedeutet, dass statt KVB-Bussen dann andere Busse in Köln unterwegs sind. Diese Fahrten werden den Fahrgästen in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt.
„Auch der On-Demand-Service ‚Isi‘ wird an diesem Tag nicht angeboten“, so die KVB weiter. Kundencenter und Vertriebsstellen der KVB bleiben am Freitag ebenfalls geschlossen.
Verdi-Streik im ÖPNV: Alternativen für Pendler der KVB
Die KVB weist jedoch darauf hin, „dass die Verkehre der Deutschen Bahn, der Mittelrheinbahn und anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht durch den Streik der Gewerkschaften betroffen sind. Kunden der KVB können somit während des Streiks auf S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpressbahnen (RE) als Alternativen ausweichen. Innerhalb der räumlichen Geltungsbereiche im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gelten die Tickets der KVB-Kunden auch in diesen Verkehrsmitteln.“
Verdi-Streik im ÖPNV: Auch andere Städte in NRW betroffen
Auch in anderen Städten und Kreisen kommt es am Freitag zu Streiks im ÖPNV. Pendlerinnen und Pendler müssen an diesem Freitag somit in ganz Nordrhein-Westfalen mit erheblichen Einschränkungen bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen rechnen. Betroffen sind:
- DVG (Duisburg)
- Rheinbahn (Düsseldorf)
- WSW mobil (Wuppertal)
- Stadtwerke Solingen (Solingen)
- Stadtwerke Remscheid (Remscheid)
- Bahnen der Stadt Monheim (Monheim)
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft (Lüdenscheid)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- KVB (Köln)
- SWB (Bonn)
- wupsi (Leverkusen)
- WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
- Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – (Düren)
- NIAG (Moers)
- SWK Mobil (Krefeld)
- NEW mobil und aktiv (Mönchengladbach)
- NEW mobil und aktiv (Viersen)
- DSW21 (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen (Herten)
- Bogestra (Bochum, Gelsenkirchen)
- Ruhrbahn (Essen, Mülheim a. d. Ruhr)
- STOAG (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel (Herne)
- Stadtwerke Hamm (Hamm) (Alle Infos zum angekündigten Streik in Hamm zeigt wa.de im Überblick)
- Verkehrsbetrieb Hamm (Hamm)
- Stadtwerke Gütersloh (Gütersloh)
- Stadtwerke Münster (Münster)
- REVG (Kerpen)
- moBiel (Bielefeld)
Verdi-Streik im ÖPNV: Alle Infos für Pendler aus NRW im Überblick (Auswahl)
- Streik bei der Rheinbahn – was bisher bekannt ist
- Streik bei der SWB – welche Busse und Bahnen in Bonn ausfallen
- Streik bei der DVG – was Fahrgäste in Duisburg wissen müssen
- Streik im ÖPNV – welche Städte im Ruhrgebiet betroffen sind, berichtet wa.de
- Streik bei Bus und Bahn in Wuppertal, Remscheid und Solingen, berichtet wa.de
Warum jetzt auf einmal Verdi bei der KVB und im ÖPNV streikt – Hintergrund
Hintergrund der geplanten Warnstreiks sind in Nordrhein-Westfalen die Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen, die im sogenannten Manteltarifvertrag geregelt sind. Die Verhandlungen darüber begannen vergangene Woche. Verdi NRW fordert zusätzliche freie Tage. In den kommunalen Verkehrsbetrieben des bevölkerungsreichsten Bundeslandes sind nach Gewerkschaftsangaben rund 30.000 Beschäftigte tätig.
„Da jetzt in allen Bundesländern Tarifverhandlungen stattgefunden haben und ohne Ergebnis geblieben sind, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um mehr Druck auf die Arbeitgeber zu machen“, erklärte die Vize-Verdi-Vorsitzende Christine Behle in Berlin. Die Gewerkschaft berichtete von einem dramatischen Mangel an Arbeitskräften im Nahverkehr und einem „unglaublichen Druck auf die Beschäftigten“. (jw mit dpa)
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