VonBenjamin Strokaschließen
Am Freitag wird der ÖPNV in NRW durch die Gewerkschaft Verdi bestreikt. Auch das Ruhrgebiet ist schwer betroffen. Busse und Bahnen werden ausfallen.
Essen/Dortmund – Pendler müssen sich auch im Ruhrgebiet am Freitag (2. Februar) auf massive Einschränkungen im ÖPNV einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft fast bundesweit zu Warnstreiks auf – auch in NRW. Vielerorts werden voraussichtlich Busse und Bahnen am Freitag ausfallen. Betroffen sind unter anderem die Ruhrbahn, die DSW21 und auch die STOAG. Aber auch der ÖPNV in Hamm wird bestreikt.
- Was? Der ÖPNV in NRW und auch im Ruhrgebiet wird bestreikt.
- Wann? Am Freitag, 2. Februar, den ganzen Tag.
- Auswirkungen? Viele Busse und Bahnen in der Region fallen aus.
Diese Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet werden bestreikt
Der Verdi-Streik im ÖPNV trifft weite Teile von NRW. Bestreikt werden beispielsweise auch die KVB in Köln oder die Rheinbahn in Düsseldorf, wie 24RHEIN berichtet. Aber auch im Ruhrgebiet muss mit massiven Ausfällen gerechnet werden. Verdi hat inzwischen eine Liste mit den Betrieben veröffentlicht, die bestreikt werden sollen. Im Ruhrgebiet betrifft das demnach folgende:
- DVG (Duisburg)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- NIAG (Moers)
- DSW21 (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen (Herten)
- Bogestra (Bochum, Gelsenkirchen)
- Ruhrbahn (Essen, Mülheim a. d. Ruhr)
- STOAG (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel (Herne)
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S-Bahnen und Regionalzüge werden nicht bestreikt
Der Streik folgt auf einen mehrtägigen Bahnstreik durch die Lokführergewerkschaft GDL. Von Mittwoch bis Montagnacht hatte die GDL die Deutsche Bahn bestreikt. Diesmal sind aber nicht die S-Bahnen, Regionalzüge und der Fernverkehr betroffen, sondern die Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen im Nahverkehr. Entsprechend können vielerorts im Ruhrgebiet besonders die S-Bahnen am Freitag zu einer Alternative für Pendler werden.
Warum jetzt auf einmal Verdi im ÖPNV streikt
Die Gewerkschaft Verdi verhandelt seit der vergangenen Woche bundesweit für rund 90.000 Beschäftigte im kommunalen ÖPNV. Allein in NRW sind rund 30.000 Beschäftigte betroffen. Dabei geht es vor allem um die Arbeitsbedingungen. „Der dramatische Mangel an Arbeitskräften im ÖPNV führt überall zu Fahrausfällen und einem riesigen Berg an Überstunden für die Beschäftigten“, sagte am Montag Andrea Becker, Verdi-Landesfachbereichsleiterin in NRW. So gehe es nicht weiter. „Die Arbeitgeber fahren auf Verschleiß, das ist kein sinnvolles Vorgehen. Wir werden den Fahrbetrieb nur mit gesunden Beschäftigen auf Dauer aufrechterhalten können.“
Die Verhandlungen blieben auch in NRW bislang ohne Ergebnis. Entsprechend versucht Verdi nun mit dem Streik Druck auf die Arbeitgeberseite aufzubauen. (bs)
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