Unwetterwarnungen

Unwetter-Potential: „Vereinzelte Tornados nicht ganz ausgeschlossen“

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Der DWD warnt heute vor schweren Gewittern in NRW. Die Rede ist von Starkregen und Hagel. Und damit nicht genug: „Vereinzelte Tornados nicht ganz ausgeschlossen“

  • Für NRW gilt bereits in einigen Kreisen bereits eine „amtliche Wetterwarnung vor heftigem Starkregen“
  • Der DWD warnt: Am Donnerstag kann es in NRW zu schweren Gewittern mit Starkregen, Sturm und Hagel kommen.
  • Im Südosten von NRW sind sogar Tornados möglich.

Köln – Der Deutsche Wetterdienst hat am Mittwoch eine Vorabinformationen vor schweren Gewittern für Donnerstag veröffentlicht. Dabei sind im Südosten von NRW sogar vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Schon vorab wird vor den schweren Gewittern gewarnt. Komplett NRW ist gestrichelt rot eingezeichnet. „Dies ist ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen“, so der Wetterdienst.

Unwetterwarnung für NRW: Warnung vor „heftigem Starkregen“

Der DWD warnt am Donnerstag vor Tornados in NRW (Archivbild)

Wetter-Lage aktuell: Wie sich das Wetter am Donnerstag in NRW entwickelt, berichtet 24RHEIN laufend aktuell. Am Donnerstagmittag wurden die ersten „Amtlichen Wetterwarnungen vor heftigem Starkregen“ veröffentlicht. Diese gelten ab 14 Uhr. Gewarnt wird unter anderem in den Kreisen in der Nordwesthälfte von NRW. „Es tritt heftiger Starkregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 60 l/m² in sechs Stunden erwartet“, heißt es. Die Warnung gilt aktuell ab 14 Uhr.

► Vorabinfo des DWD für Donnerstag: Der DWD informierte am Mittwoch über eine „schwere Gewitterlage mit Unwetter-Potential“. Bereits am Donnerstagmorgen kommt es zu „schauerartigen Regenfällen“. Im Laufe des Tages ist ganz NRW betroffen, erklärt der DWD weiter. Die Rede ist von Starkregen, Hagel, Sturmböen – und sogar von Tornados. Beim DWD heißt es dazu, dass „im Südosten vereinzelte Tornados nicht ganz ausgeschlossen“ sind. Auch in Köln sind am Donnerstag Gewitter möglich.

Amtliche Warnungen für NRW: Das droht am Donnerstag

►Ab Mittwochabend erste starke Gewitter im Süden von NRW.

► Am Donnerstag gebietsweise Unwetter durch schwere Gewitter in ganz NRW. Dabei kann es zu Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen. Dabei besteht örtlich Unwettergefahr – im Südosten kann es vereinzelt zu Tornados kommen.

► In der Nacht zu Freitag sollen die Gewitter über NRW langsam abziehen.

Quelle: DWD

Experte warnt vor Superzellen: Gewitterzellen möglich

Auch Wetter-Experte Dominik Jung warnt vor sogenannten Superzellen. „Superzellen sind gewaltige Gewitterzellen, die sich durch rotierende Aufwärtsbewegungen auszeichnen.“ Die Folge: schwere Unwetter, Starkregen, Hagel und Tornados.

Tornados in NRW: So schlimm waren die Schäden im Sommer 2022

Ein heftiges Unwetter hat in Ostwestfalen für schwere Schäden gesorgt.
In NRW kam es am Freitag, 20. Mai 2022, zu schweren Gewittern. In Paderborn, Höxter und Lippstadt sorgten Tornados für massive Schäden.  © Christoph Hardt/Imago
Mitglieder der Feuerwehr stehen vor einem Haus, dessen Dach schwer beschädigt wurde.
Dabei wurden 43 Menschen verletzt – 13 von ihnen schwer. „Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen“, erklärte die Polizei damals.  © Ralf Roeger/dpa
Glassplitter und die Türgriffe eines gläsernen Windfangs liegen in der katholischen Kirche St. Clemens im Ortsteil Hellinghausen im Kirchenschiff.
In Lippstadt-Hellinghausen wurde die Kirche St. Clemens durch die Tornados beschädigt. Die Turmspitze ist weggeflogen und am Boden zerschellt. Das ganze Dach der Kirche ist um circa 30 Zentimeter Richtung Norden verschoben. „Die Schäden sind eine große Herausforderung“, sagte Dechant Thomas Wulf. © Bernd Thissen/dpa
Blick auf einen abgeknickten Baum.
Zahlreiche Bäume wurden bei den Tornados in Paderborn, Höxter und Lippstadt entwurzelt.  © Friso Gentsch/dpa
Ein Arbeiter zersägt einen Baumstamm, der auf ein Auto gefallen ist.
Teilweise stürzten die Bäume dabei auf Autos und Häuser und richteten so weitere Schäden an.  © David Inderlied/dpa
Anwohner blicken auf das beschädigte Dach eines Hauses.
Die Aufräumarbeiten nach den Tornados dauerten mehrere Wochen.  © Friso Gentsch/dpa
Der Tornado wehte ein Schild um. Im Hintergrund sind Feuerwehrkräfte zu sehen.
Bereits nach einer ersten Bilanz war schnell klar: Weit mehr als 100 Gebäude in Paderborn weisen Sturmschäden auf. Mehrere Schulen mussten zeitweise schließen.  © Christoph Hardt/Imago
Nach den verheerenden Tornados in NRW geben Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Bürgermeister Michael Dreier (CDU) eine gemeinsame Pressekonferenz in NRW.
Einen Tag nach den Tornados besuchte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Paderborn. „Dann sieht man, dass das eben auch bei uns leider möglich ist, und wir müssen uns darauf einrichten, dass so etwas hier häufiger passiert“, sagte der NRW-Ministerpräsident. „Es zeigt natürlich auch die Bedeutung des Klimaschutzes, das sieht man auch an einem solchen Unglück.“ © Christoph Hardt/Imago

„Die Wetterlage birgt ein hohes Risiko für Gefahren, sei es durch überflutete Straßen, überschwemmte Keller, unterbrochene Bahnverbindungen oder umgestürzte Bäume. Selbst die Bildung von Tornados ist nicht ausgeschlossen. Es wird nicht jeden treffen, aber dort, wo eine Superzelle wütet, kann es zu großen Schäden kommen“, warnt der Diplom-Meteorologe weiter.

Tornado sorgte im Sommer 2022 für schwere Schäden in NRW

Bereits im Sommer 2022 sorgte ein Tornado in Lippstadt, Höxter und Paderborn für schwere Schäden. In Paderborn wurden 43 Menschen verletzt, darunter 13 schwer. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Andreas Rosar/dpa & 24RHEIN

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