VonSofia Popovidischließen
Benjamin Strokaschließen
In einigen Teilen von NRW gibt es am Donnerstag schwere Unwetter. Meteorologen warnen vor heftigem Starkregen in kurzer Zeit, sowie Sturmböen und Hagel.
- Auch am Freitag gilt in Teilen von NRW noch eine Wetterwarnung des Deutsche Wetterdiensts (DWD) vor Windböen und Starkregen.
- Aufgrund des Unwetters gibt es auch am Freitagmorgen Einschränkungen und Zugausfälle bei der Deutsche Bahn.
- Allein in Duisburg gab es mindestens rund 420 Einsätzen.
Update vom 23. Juni, 6:41 Uhr: Noch immer gilt in Teilen von NRW eine Amtliche Wetterwarnung vor Windböen und Starkregen. Betroffen ist hier vor allem der Osten von NRW. Die Wetterwarnungen gelten bis 8 Uhr. Seit Donnerstag ziehen Orkanböen und heftiger Starkregen über das Bundesland – mit Folgen.
Es stürzten Bäume um, Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Allein in Duisburg gab es mindestens rund 420 Einsätzen. In Gelsenkirchen kam es zu einem Erdrutsch. Mehrere Straßen sind unbefahrbar. Am Freitag laufen die Aufräumarbeiten.
Orkanböen und heftiger Starkregen – Unwetterwarnungen in NRW
Update vom 22. Juni, 22:12 Uhr: Auch die Feuerwehr in NRW hatte durch das Unwetter im Bundesland viel zu tun. In Düren kam es am späten Nachmittag zu insgesamt 30 Einsätzen durch den Starkregen. Überwiegend wurden voll gelaufene Keller leergepumpt. Zusätzlich war ein umgestürzter Baum zu beseitigen. Gegen 21 Uhr konnten alle Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet werden und die Feuerwehr konnte wieder in den Normalbetrieb übergehen.
Update vom 22. Juni, 21:27 Uhr: Die Auswirkungen des Unwetters sind in NRW weniger schlimm als befürchtet. Es kam zwar zu vollgelaufenen Kellern und Hagelschäden, das extreme Unwetter bleibt allerdings wohl aus, berichtet auch der WDR. Es gilt jedoch weiterhin eine Unwetterwarnung in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens. Am Freitag soll es dann wieder freundlicher werden. „Ab Freitagmorgen setzt sich von Westen Hochdruckeinfluss und eine Wetterberuhigung durch“, so der DWD.
Unwetterwarnung in NRW: Schauerartige Regenfälle erwartet
Update vom 22. Juni, 20:03 Uhr: Der DWD warnt weiterhin vor schauerartigen Regenfällen in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands verläuft das Unwetter ohne größere Schäden. Ebenfalls sind bislang auch keine Meldungen von Verletzten bekannt. In Soest warnt der Bund allerdings vor Hochwassergefahr. Im Ortsteil Soest-Hattrop steigt der Soestbach wegen anhaltendem Starkregen weiterhin an. „Nach Einschätzung der Feuerwehr kann es zu einem Übertritt des Baches im Bereich Hattrop kommen“, so der Bund.
Update vom 22. Juni, 17:34 Uhr: Aktuell ziehen vor allem in der Südhälfte von NRW wieder viele Gewitter auf. Das berichtet Kachelmannwetter. „Vor allem die nächsten Stunden Gefahr von lokal heftigem Starkregen“, heißt es bei den Wetterexperten weiter. Der DWD warnt weiterhin für weite Teile von NRW, auch den kompletten Teil südlich von Düsseldorf, vor Unwettern mit schweren Gewittern.
Update vom 22. Juni, 16:45 Uhr: Am Nachmittag ist die Warnkarte des DWD in Nordrhein-Westfalen weiterhin fast komplett rot eingefärbt. Für viele Regionen gilt nach wie vor eine Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel.
IC-Züge der Bahn zwischen Frankfurt und Münster fahren nicht mehr
Update vom 22. Juni, 16:36 Uhr: Es gibt eine erste größere Einschränkung im Bahnverkehr durch Unwetter. Die IC-Züge Frankfurt (Main) - Siegen - Münster (Westf) fallen für den restlichen Tag komplett aus, teilt die Deutsche bahn mit.
Update vom 22. Juni, 16:30 Uhr: Die Feuerwehr in Soest berichtet von mehreren Einsätzen aufgrund von vollgelaufenen Kellern und hat einen Appell an alle Autofahrer veröffentlicht: „Bitte fahren Sie nicht durch überflutete Straßen!“
Hochwassermeldedienst in NRW wegen Unwetter-Gefahr aktiviert
Update vom 22. Juni, 16:10 Uhr: In NRW ist wegen der erwartet starken Niederschläge auch der Hochwassermeldedienst aktiviert worden. Das teilte das Umweltministerium mit. Nach letztem Stand von 15:30 Uhr gab es erhöhte Wasserstände an der Sieg im Bereich Weidenau und am Baarbach in Iserlohn.
Unwetter sorgt für viele Einsätze von Polizei und Feuerwehr im Sauerland
Update vom 22. Juni, 16:03 Uhr: In Teilen des Sauerlands hat das Unwetter am Donnerstagnachmittag bereits deutliche Spuren hinterlassen. „Es gibt volllaufende Keller, ausgelöste Brandmeldeanlagen, überflutete Straßen und hoch gedrückte Gullys“, teilt die Polizei im Märkischen Kreis mit. Besonders viele Einsätze gebe es demnach in Iserlohn-Letmathe und in Nachrodt-Wiblingwerde.
Höchste Wetter-Warnstufe im Sauerland
Update vom 22. Juni, 15:05 Uhr: Für mehrere Regionen von NRW gilt ab sofort und bis circa 16 Uhr die höchste Unwetter-Warnstufe (lila). Mit diesen Warnungen der Stufe 4 wird vor extremem Unwetter gewarnt. Betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) aktuell Teile des östlichen Ruhrgebiets, inklusive Hamm, sowie große Teile des Sauerlands. „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es Orkanböen mit Geschwindigkeiten um 120 km/h sowie extrem heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 50 l/m² pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um vier Zentimeter“, heißt es in der DWD-Warnung.
Amtliche Unwetterwarnungen in NRW – Erftstadt schließt Parks und Spielplätze
Update vom 22. Juni, 14:50 Uhr: In Erftstadt werden ab 16 Uhr alle Sportstätten geschlossen und alle Parks, Friedhöfe und Spielplätze gesperrt. „Meiden Sie große Bäume“, teilt die Stadt mit. Eltern sollen ihre Kinder bis spätestens 16 Uhr von Kitas, Kindertagespflege und Offenen Ganztagsschulen abholen. Stadt und Feuerwehr seien auf das bevorstehende Unwetterereignis vorbereitet, heißt es weiter.
„Starke Gewitterzelle bei Siegen“ – viele Unwetterwarnungen in NRW
Update vom 22. Juni, 14:32 Uhr: Eine starke Gewitterzelle im Bereich Siegen wurde von den Experten von Kachelmannwetter gemeldet. „Die könnte lange durchhalten und noch stärker werden“, heißt es in einem Tweet der Meteorologen. Dort sei demzufolge sogar potenziell die Tornadogefahr erhöht. „Ganz aktuell aber noch keine klare Signatur dafür“, heißt es weiter. Für Siegen und den Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es aktive Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen.
Amtliche Unwetterwarnungen für NRW aktiv
Update vom 22. Juni, 13:55 Uhr: Erste Unwetterwarnungen der Stufe drei von vier (Warnstufe rot) sind in NRW aktiv. Das betrifft aktuell den Rhein-Sieg-Kreis, den Oberbergischen Kreis, den Kreis Olpe und Teile des Märkischen Kreises. Ab 14 Uhr gelten dann in weiten Teilen von NRW Unwetterwarnungen. Es wird vor orkanartigen Böen bis zu 110 km/h sowie heftigem Starkregen mit 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gewarnt.
Update vom 22. Juni, 13:09 Uhr: Erste bereits aktive Wetter-Warnungen des DWD gibt es jetzt ganz im Süden von NRW. Im Kreis Euskirchen, in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis wird seit 13 Uhr vor starkem Gewitter gewarnt. „Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 l/m² und 25 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel“, heißt es in der DWD-Warnung.
DWD-Website überlastet und nur eingeschränkt erreichbar
Update vom 22. Juni, 12:37 Uhr: Aktuell ist die Website des Deutschen Wetterdienstes wegen Überlastung nur eingeschränkt zu erreichen. Die ersten Regenfälle ziehen von Süden nach NRW. Noch gibt es aber keine Gewitter oder Unwetter. Derweil bereitet sich auch die Feuerwehr in Aachen auf die drohende Extremwetterlage vor.
„Die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr Aachen ist vorbereitet und behält die Entwicklungen fortlaufend im Blick. Sie empfiehlt Bürger*innen, während eines Unwetters insbesondere Türen und Fenster geschlossen zu halten und – wenn möglich – während der Unwetterphasen Aufenthalte im Freien zu vermeiden“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Stadt.
Unwetter könnte Reiseverkehr zum Ferienstart beeinträchtigen
Update vom 22. Juni, 11:51 Uhr: Die drohenden Unwetter treffen auch den ersten Tag der Sommerferien in NRW. Reisende müssen sich auf mögliche Verzögerungen durch Starkregen und Sturm einstellen. Auf den Autobahnen könnte es am Nachmittag brenzlig werden. Die Polizei in Duisburg appellierte bereits an Autofahrer, bei starkem Niederschlag und Gewitter langsamer zu fahren, mehr Abstand zu halten und das Licht einzuschalten. Die Deutsche Bahn hat bereits vor möglichen Einschränkungen im Zugverkehr gewarnt.
An den großen NRW-Flughäfen ist die Lage aber nach aktuellem Stand noch entspannt. Ein Sprecher des Flughafens Köln/Bonn sagte der dpa, dass der Flugbetrieb wie geplant fortgesetzt werde. „Wir beobachten die Wetterlage sehr genau und sind entsprechend vorbereitet.“ Am Flughafen Düsseldorf äußerte sich ein Sprecher ähnlich. „Im Moment deutet nichts darauf hin, dass es wegen des Unwetters Änderungen im Flugbetrieb geben könnte“, hieß es dort.
Wetterdienst gibt Unwetterwarnungen für NRW heraus
Update vom 22. Juni, 11:18 Uhr: Der DWD hat jetzt amtliche Unwetterwarnungen für NRW herausgegeben. Betroffen ist demnach vor allem die Nordwesthälfte des Landes, inklusive Düsseldorf, weiten Teilen des Ruhrgebiets und dem Münsterland. „Es tritt heftiger Starkregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 60 l/m² in sechs Stunden erwartet“, heißt es in der Warnung. Auch die Warnapp NINA sowie KATWARN haben inzwischen ausgelöst.
Feuerwehr Köln bereitet sich auf schwere Unwetter vor
Update vom 22. Juni, 11:13 Uhr: Die Stadt Köln bittet angesichts der drohenden Unwetter die Bürgerinnen und Bürger um Vorsicht. „Die Feuerwehr Köln hat ihre Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft gesetzt. Die Notrufzentrale ist personell verstärkt worden“, erklärt eine Stadtsprecherin.
Drohende Unwetter: Deutsche Bahn befürchtet Auswirkungen auf Zugverkehr
Update vom 22. Juni, 11:07 Uhr: Laut aktuellen Angaben des DWD verlagert sich aktuell ein Tief von Frankreich nach Deutschland „und sorgt am heutigen Tag für eine Schwergewitterlage“.
Die Deutsche Bahn rechnet bereits mit drohenden Ausfällen und Verspätungen durch das aufziehende Unwetter-Tief „Lambert“. „Auswirkungen auf Zugverkehr in großen Teilen Deutschlands am 22.06. ab Mittag möglich“ heißt es aktuell in einer Nachricht der Bahn. „Alle Fahrgäste, die ihre vom 22.06. bis 23.06.2023 geplante Reise aufgrund des Unwetters verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben.“
Schwere Gewitter drohen über NRW
Erstmeldung vom 22. Juni, 10:30 Uhr: Düsseldorf – Schwere Gewitter, teilweise mit Unwetterpotenzial drohen heute über NRW. Sturmtief „Lambert“ soll im Laufe des Tages über das Land ziehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet laut seinem aktuellen Warnlagebericht ab dem Mittag und Nachmittag mit extrem heftigem Starkregen, großem Hagel und Sturmböen in Nordrhein-Westfalen.
„Die Dampfluft explodiert heute über Deutschland“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung am Donnerstagmorgen. Er spricht von einem „brisanten Unwettertag mit teils heftigen Schauern und Gewittern“. Sogar Superzellen seien möglich.
Schwere Unwetter bringen Starkregen, Sturmböen und Hagel
Der DWD hat bereits am Mittwoch eine „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“ veröffentlicht. Das ist zwar noch keine amtliche Warnung, eine solche Vorabinfo wird aber im Normalfall nur bei potenziell besonders bedrohlichen Wetterphänomenen herausgegeben. Auch in Köln droht ein schweres Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
„Ab Donnerstagmittag ziehen von Südwesten her gebietsweise schauerartig verstärkte und mitunter gewittrig durchsetzte Starkregenfälle auf“, heißt es dort beim DWD. Es wird mit teils extrem heftigem Starkregen gerechnet. Lokal können demnach in kurzer Zeit Regenmengen von 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit herunterkommen.
Innerhalb von sechs Stunden sei sogar extrem heftiger Starkregen mit 40 bis 70 Litern pro Quadratmeter „sehr wahrscheinlich“. Dazu droht Hagel mit Korngrößen bis drei Zentimeter sowie Sturmböen bis 80 km/h. Sogar einzelne Tornados sind laut DWD „im Südosten nicht ausgeschlossen“. Die Deutsche Bahn hat für NRW bereits auf mögliche Einschränkungen im Zugverkehr durch Sturmtief Lambert hingewiesen. Die Unwettergefahr nimmt erst in der Nacht zum Freitag ab. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Dominik Kindermann/Imago & Screenshot DWD


