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Anfang Januar standen fünf Grablichter an den Haltverbotsschildern für die Betonmischer-Fahrten, nun steht in der Romecke ein Grablicht an einem „Enercon“-Schild. Was hat es damit auf sich?
Warstein - Anfang Januar waren es fünf. Fünf Grablichter, die Unbekannte im Warsteiner Romeckeweg im Bereich des Taubenheims an den Füßen der Halteverbotsschilder positionierten, die wiederum aufgrund der Betonmischer-Fahrten zum Windpark Rennweg dort aufgestellt worden waren.
Aufgefallen waren diese Grablichter erstmals, als es am 3. Januar auf dem Romeckeweg zu einem Alleinunfall kam, bei dem einer dieser Betonmischer vom Weg abkam und in eine Böschung kippte, damit einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste, dem eine aufwendige Bergungsaktion folgte.
Grablichter in Warsteiner Romecke: Windkraft-Protest oder Trauerbekundung?
Ein Leser meldete sich anschließend, dass die Grablichter zwar nicht durch ihn, seines Wissens aber für die Opfer des Anschlages in Magdeburg vom 20. Dezember aufgestellt worden waren. Anfangs waren dies fünf, ein sechstes Opfer erlag später seinen Verletzungen im Krankenhaus, wie am 6. Januar erklärt wurde. Warum diese fünf Grablichter aber gerade an den Schildern standen, blieb allerdings ungeklärt.
Von den fünf Grablichtern an den Halteverbotsschildern steht lediglich noch eins – dafür ist ein anderes Grablicht hinzugekommen. Das steht am relativ neu aufgestellten „Enercon“-Schild im Einmündungsbereich zur Belecker Landstraße und weist den Baustellenfahrzeugen die Einfahrt zum Windpark Rennweg, wo Windenergieanlagen der Marke „Enercon“ gebaut werden. Ob das Grablicht nun erneut eine Trauerbekundung ist oder damit gegen die Windpark-Baustelle protestiert werden soll, weil es direkt an dem Hinweisschild steht? Unklar.
Auch die Windpark-Betreibergesellschaft möchte das nicht kommentieren, weil sie die Zusammenhänge schlichtweg nicht kennt. Aber: Entfernt wird das Grablicht nicht. Denn es sei fremdes Eigentum und keines der Betreibergesellschaft.
