Verkehrssicherheit

Ab Sommer Tempo 30 auf der Werler Straße in Hamm

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Langsamer fahren, weil es sicherer ist. Das soll in Hamm auf weiteren Hauptstraßen gelten. Die Stadt hat jetzt gesagt, wo ab Sommer Tempo 30 angesagt ist.

Hamm – Die Stadt Hamm will im Sommer auf weiteren Hauptstraßen Tempo-30-Zonen einrichten. Auf dem Alten Uentroper Weg, der Marker Allee, der Werler und der Wilhelmstraße müssen Autos ihre Geschwindigkeit dann vor Kindergärten, Krankenhäusern und Seniorenheimen drosseln. An drei weiteren Straßenabschnitten hat die Stadt noch nicht über Tempo 30 entschieden.

Die neuen Geschwindigkeitsreduzierungen sollen auf folgenden Straßen gelten: Auf dem Alten Uentroper Weg vor dem Amalie-Sieveking-Haus, auf der Marker Allee vor dem DRK-Seniorenstift, auf der Werler Straße durchgängig vor der Kita „Spatzennest“, dem Evangelischen Krankenhaus und der Kinderklinik und auf der Wilhelmstraße vor der Outlaw-Kita (Höhe Augusta- und Vinzenzstraße). Auf der Hammer Straße soll Tempo 30 nach Bau eines Kreisverkehrs vor der Kita Sterntaler kommen.

Hier wird künftig langsamer gefahren: Die Werler Straße vor dem Evangelischen Krankenhaus.

Für manche Straßen gibt es noch keine Entscheidung

Noch keine Entscheidung gibt es laut Stadt für die Große Werlstraße (Awo-Kita) und die Kamener Straße (Kita Don Bosco). Hier wolle man die Entwicklung des Creativ-Reviers abwarten. An der Kreuzung von Altem Uentroper Weg und Ostwennemarstraße will die Stadt entscheiden, wenn die Zufahrt zum Neubau der Villa Kunterbunt festgelegt ist.

Allgemein gilt auf innerstädtischen Straßen seit 1957 für Autos und Motorräder eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Seit 2016 ist es für die Städte aber einfacher geworden, davon abzuweichen. Vor Altenheimen, Kindergärten, Krankenhäusern und Schulen kann aus Sicherheitsgründen Tempo 30 eingeführt werden.

2019 kam das erste innerörtliche Tempo-Limit

Hamm machte von dieser Regelung erstmals 2019 Gebrauch. Auf der Alleestraße gilt seitdem vor der Matthias-Claudius-Schule Tempo 30 – übrigens auch in den Ferien, wie einige geblitzte Autofahrer erfahren mussten.

Beantragt hatten das Tempolimit auf der Alleestraße die Grünen noch zu Zeiten der Großen Koalition. Die Ampel-Koalition fuhr damit fort: 2022 folgten Adenauerallee, Fährstraße, Ludwig-Teleky- und Mansfelder Straße. Auf einer Liste mit 23 möglichen Tempo-30-Zonen wurde allerdings gut die Hälfte wieder verworfen, teilweise weil der Linienbusverkehr durch Tempo 30 zu sehr gebremst würde.

OB Herter sieht Tempo 30 als Teil der „familienfreundlichsten Stadt“

Die Grünen hätten gerne mehr Tempo 30 gehabt, die Liberalen möchten es beim bisherigen Stand belassen. Für Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) sind die Tempo-30-Zonen Teil seiner Initiative, Hamm zur familienfreundlichsten Stadt des Landes zu machen. Kinder, Eltern und Großeltern sollten schließlich auch zu Fuß und auf dem Fahrrad sicher unterwegs sein können.

Die Schilder für die neuen Tempo-30-Abschnitte sollen nun im Sommer aufgestellt werden. Weiter eingrenzen lasse sich das noch nicht, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Man wolle die anstehenden Maßnahmen jedoch im zweiten und dritten Quartal umgesetzt haben, also spätestens bis Ende September.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/Digitalbild

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