Dauerregen

Hochwasser-Warnung für NRW – „Wird deutlich zu sehen sein“

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Der Dauerregen führt zu steigenden Flusspegeln. Für einige Regionen in Nordrhein-Westfalen gilt eine Hochwasserwarnung.

Hamm - Nichts da mit Bilderbuchwinter: In Nordrhein-Westfalen herrschen Sturm und Dauerregen, der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine entsprechende Unwetterwarnung herausgeben. Die angekündigten Niederschläge von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter bis Freitag haben Folgen für Flüsse und Bäche. Ihre Pegel steigen. Einige – etwa an Lippe, Lenne, Erft, Ems und Nette – haben den Informationswert 1 überschritten, der an der Ems in Greven hat sogar die zweite Marke gerissen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) warnt in einigen Regionen vor Hochwasser.

Hochwasser-Warnung für Teile von NRW – welche Regionen betroffen sind

Betroffen von der Warnung vor einem mittleren Hochwasser sind laut hydrologischem Lagebericht des Lanuv folgende Einzugsgebiete von Flüssen (Stand 7. Februar, 22.30 Uhr):

  • Ems: Östliches und nördliches Münsterland sowie der Kreis Gütersloh
  • Ruhr: Sauerland mit Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem schmalen Streifen bis Duisburg
  • Östliche Sieg: Siegerland
  • Niers und Schwalm: Niederrhein entlang der Grenze zu den Niederlanden
  • Lippe: von Wesel über den Kreis Coesfeld, Hamm, Kreis Unna, Kreis Soest bis zum Kreis Paderborn
  • Rur: Region rund um Aachen
  • Erft: Kreise Düren und Euskirchen, Rhein-Kreis Neuss

Ganz im Osten von NRW rechnet das Wasserschifffahrtsamt Weser mit einer neuen Hochwasserwelle am Wochenende. Der Dauerregen hat aktuell bereits Auswirkungen auf die Sanierungsarbeiten an der gesperrten B236-Lennebrücke und sorgt für Probleme an der provisorischen Fußgängerbrücke.

Begriffe wie Pegel und Informationswert wecken sofort Erinnerungen an das Hochwasser in NRW zwischen Weihnachten und Neujahr, als die Flüsse über die Ufer traten und ganze Flächen in Seen verwandelten. Kräfte von Feuerwehr und THW kamen ebenso wie Deiche an ihre Belastungsgrenze.

Hochwasser-Warnung in NRW: „Wird deutlich zu sehen sein“

So schlimm wird es diesmal aller Voraussicht nach nicht, sagt Lanuv-Sprecher Wilhelm Deitermann auf Nachfrage von wa.de: „Das ist nicht miteinander vergleichbar. Beim Weihnachtshochwasser hatten wir fast flächendeckend ein Überschreiten des Informationswerts 2. Jetzt haben wir ein kurzfristiges Dauerregenereignis“, erklärt er. Aber: „Es wird deutlich zu sehen sein, dass die Flüsse wieder ansteigen.“ Und zwar besonders da, wo die Böden durch das alte Hochwasser noch gesättigt sind und das Wasser verstärkt oberflächlich abläuft.

Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm

Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler
Drohnenbilder vom Weihnachtshochwasser in Hamm
Drohnenbilder vom Hochwasser an Weihnachten in Hamm © Andreas G.-Mantler

Auf der A40 bei Essen herrschte am Mittwochmorgen durch den Dauerregen bereits Aquaplaning-Gefahr. Es gab zahlreiche Unfälle.

Der Ruhrverband mit Sitz in Essen hat auf die Wetter-Lage reagiert und in Erwartung steigender Pegelstände das Talsperrensystem im Sauerland seit Anfang der Woche „vorentlastet“. Nach Angaben des Verbandes lag der Füllstand am Mittwoch bei 86,1 Prozent. „Damit steht ein Freiraum von 64,2 Millionen Kubikmetern zum Rückhalt des zufließenden Wassers zur Verfügung“, heißt es in einer Mitteilung.

Was die Informationswerte an den Flusspegeln bedeuten

  • Informationswert 1 (kleines Hochwasser) bei Überschreitung: Ausuferung des Gewässers, land- und forstwirtschaftliche Flächen können überflutet werden; leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen sind möglich.
  • Informationswert 2 (mittleres Hochwasser) bei Überschreitung: Gefahr der Überflutung einzelner bebauter Grundstücke oder Keller; Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen und / oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr (Feuerwehr, Katastrophenschutz) möglich.
  • Informationswert 3 (großes Hochwasser) bei Überschreitung: Bebaute Gebiete in größerem Umfang können überflutet werden; Einsatz der Wasser- oder Dammwehr (Feuerwehr, Katastrophenschutz) in großem Umfang möglich.

Lanuv-Präsidentin Elke Reichert erklärte zur Lage: „Der Klimawandel hinterlässt auch bei uns in Nordrhein-Westfalen deutliche Spuren in allen Umwelt-, Wirtschafts- und Lebensbereichen.“ Extremwetter wie Starkregen und Hochwasser werde es zukünftig immer häufiger geben – insbesondere an kleinen und mittleren Flüssen. „Die Dürrejahre 2018 bis 2020 und 2022, die auch immer neue Temperaturrekorde mit sich brachten, sowie mehr Starkregenereignisse bis hin zur Flutkatastrophe unterstreichen die Tendenz“, meinte sie.

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold / dpa

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