Viele Kräfte im Einsatz

Der viele Regen macht Probleme: THW muss Behelfsbrücke in Nachrodt verstärken

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Das Technische Hilfswerk war am Dienstagabend an der provisorischen Fußgängerbrücke in Nachrodt im Einsatz.
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Noch bis Freitag, 9. Februar, gilt im Märkischen Kreis eine Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen. Das hat jetzt auch Auswirkungen auf die Sanierungsarbeiten an der gesperrten B236-Lennebrücke und sorgt für Probleme an der provisorischen Fußgängerbrücke.

Nachrodt-Wiblingwerde - Noch bis einschließlich Freitag, 9. Februar, 6 Uhr gilt auch in Nachrodt-Wiblingwerde eine Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen. Unter anderem über die Warn-App Nina wird die Bevölkerung gewarnt. So werden im Zeitraum von Mittwoch bis einschließlich Freitagmorgen Regenmengen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. Der viele Regen führt zu einem schnellen Ansteigen des Lennepegels und damit zu neuen Problemen rund um die gesperrte Lennebrücke in Nachrodt.

So beträgt der Wasserstand am Pegel in Altena aktuell (Mittwoch, 10.50 Uhr) 1,65 Meter. Das rief bereits am Dienstagabend das Technische Hilfswerk (THW) auf den Plan. Die Ehrenamtler hatten kurz nach der Sperrung der maroden B236-Lennebrücke in einer beachtlichen Wochenendaktion eine Behelfsbrücke über die Lenne errichtet, die seitdem zumindest Fußgänger nutzen können. Genau diese provisorische Brücke machte jetzt Sorgen.

Die Einsatzkräfte des THW verstärkten die Verankerungen der Fußgängerbrücke.

Strömung wird immer stärker

Denn wegen des schnell ansteigenden Lennepegels und damit verbunden einer immer stärker werdenden Strömung, mussten die Verankerungen der Brücke verstärkt werden. Deshalb wurde gegen 18.45 Uhr die Bergungsgruppe des THW Lüdenscheid nach Nachrodt alarmiert. „Einige Helfer waren bereits im Rahmen der täglich durchzuführenden Brückenprüfung vor Ort. Zusammen mit Helfern aus mehreren weiteren Ortsverbänden (THW Altena, THW Balve, THW-Ortsverband Remscheid und THW-Ortsverband Unna-Schwerte) verstärkten wir die Verankerungen der Brücke“, teilte das THW Lüdenscheid mit. Dies sei vorsorglich aufgrund der vorhergesagten Regenfälle und damit zu erwartenden stärkeren Strömungen geschehen.

Nachdem der Wasserstand der Lenne deutlich gestiegen ist und damit auch die Strömung stark zugenommen hat, waren die zusätzlichen Sicherungsarbeiten erforderlich.

Auswirkungen haben die massiven Niederschläge auch auf die Arbeiten an der gesperrten Lennebrücke. Zwar können die Steine im Fluss zunächst weiterhin wie geplant umgelegt werden, um die Strömung so zu leiten, dass auch der zweite Brückenpfeiler auf mögliche Schäden und/oder Unterspülungen kontrolliert werden kann. Wann jedoch Taucher in den Fluss können, um diese Kontrolle vorzunehmen, scheint derzeit völlig offen.

Das THW war am Dienstagabend mit einem Großaufgebot in Nachrodt.

Taucher müssen in den Fluss

Denn der Landesbetrieb Straßen.NRW, der die Sanierungsarbeiten am maroden Brückenbauwerk koordiniert, hatte für die Arbeiten am ersten Brückenpfeiler immer davon gesprochen, dass ein Wasserstand der Lenne von um die 70 Zentimeter nötig sei. Dieser dürfte in den nächsten Tagen auf keinen Fall zu erreichen sein. Ganz im Gegenteil: Durch die weiteren Regenfälle ist zunächst mit einem weiteren Ansteigen des Wasserstandes zu rechnen.

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