VonEva Burghardtschließen
Am 1. Juni 2024 findet im Ruhrgebiet wieder die „Extraschicht“ statt. In vielen Städten gibt es dann ein Programm mit Musik und Kultur – auch 2024.
Oberhausen – Das Ruhrgebiet (NRW) legt wieder eine Extraschicht ein. Für einen Abend und eine Nacht werden die alten Zechen, Kokereien und Orte der Schwerindustrie zum Schauplatz von Kultur, Theater und Musik. Seit 2001 gibt es das Event, das in knapp 20 Städten das „industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets“ feiert, wie es auf der Website heißt. In diesem Jahr findet die Extraschicht am Samstag, 1. Juni, von 18 Uhr am Abend bis 2 Uhr nachts statt.
Bei der Extraschicht im Ruhrgebiet ist „alles möglich, aber jedes Jahr anders“
„Alles ist möglich, aber jedes Jahr anders“, so die Veranstalter der Extraschicht. Sei es der Tanz auf dem Hochofen oder die Lichtkunst im Stahlwerk. Gleich bleibe nur die Idee: Gemeinsam das industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets zu feiern. Interessierte sollen Orte entdecken, „die längst nicht mehr sind, was sie mal waren“. Davon gibt es im Ruhrgebiet nämlich einige. Manche Städte fallen dabei besonders auf, so etwa Gelsenkirchen, wo es einige skurrile Sehenswürdigkeiten gibt.
An diesen Orten findet die Extraschicht 2024 statt
► Ankerpunkt Lindenbrauerei (Unna)
► Aquarius Wassermuseum (Mülheim an der Ruhr)
► Berne Park (Bottrop)
► Creativ Quartier Fürst Leopold (Dorsten)
► Creativrevier Heinrich Robert (Hamm)
► Die Veranstaltung im Dortmunder U (Dortmund) wurde wegen des Champions League-Finales abgesagt.
► Eisenbahnmuseum Bochum
► Energieversorgung Oberhausen AG (evo)
► Familienbrauerei Moritz Fiege (Bochum)
► Flottmann Hallen (Herne)
► Hoesch-Museum (Dortmund)
► Landschaftspark Duisburg-Nord
► Lehmbruck Museum (Duisburg)
► LWL-Museum für Archäologie und Kultur (Herne)
► LWL-Museum Henrichshütte (Hattingen)
► LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg (Waltrop)
► LWL-Museum Zeche Hannover (Bochum)
► LWL-Museum zeche Nachtigall (Witten)
► LWL-Museum Zeche Zollern (Dortmund)
► Margarethenhöhe (Essen)
► MüGa-Park (Mülheim an der Ruhr)
► Nahverkehrsmuseum Dortmund
► Neue Zeche Westerholt (Gelsenkirchen)
► Phoenix des Lumiéres (Dortmund)
► Rheinpreußen Schacht IV (Moers)
► Schlägel & Eisen (Herten)
► Theater an der Niebuhrg (Oberhausen)
► UNESCO-Welterbe Zollverein (Essen)
► WDL-Luftschiffhangar (Mülheim an der Ruhr)
► Zechenpark Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort
► Zeitreise Strom – Das deutsche Elektrizitätsmuseum (Recklinghausen)
► Zukunftsstandort Ewald (Herten)
Dabei geht es um Schauplätze der Industriekultur und solche Orte, die sich verändert haben oder gerade dabei sind, schreiben die Veranstalter. Bei dem insgesamt acht Stunden langen Programm gebe es „Lautes und Leises“, „Licht und Schatten“ sowie „Altes und Neues“. Das genaue Programm soll am 19. April verkündet werden. Fest steht allerdings schon, dass es 35 Spielorte in insgesamt 19 Städten geben soll.
Ein Ticket gilt für alle Spielorte, Shuttlebusse und den ÖPNV
Für die Extraschicht brauchen Interessierte nur ein Ticket. Das ermöglicht Zutritt zu allen Spielorten. Zwar ist es damit möglich, jeden Spielort zu besuchen und jedes Programm mitzumachen, doch die Veranstalter empfehlen, maximal drei zu besuchen. „Ansonsten kann es vielleicht ein bisschen hektisch werden und ihr könnt den Abend und seine Magie nicht richtig genießen.“ Wer sich auch tagsüber umsehen möchte, hat im Ruhrgebiet übrigens zahlreiche Möglichkeiten für einen Ausflug.
Tickets für ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur
► Wofür gilt das Ticket? Zutritt zu allen Spielorten und Nutzung der Shuttlebusse sowie ÖPNV.
► Was kostet das Ticket? Das reguläre Vorverkaufsticket kostet 20 Euro. An der Tageskasse am 1. Juni gibt es Tickets für 24 Euro.
► Wo kann man Tickets kaufen? Bei offiziellen Vorverkaufsstellen und im Ticketshop der Extraschicht.
Während der Extraschicht fahren Shuttlebusse zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten hin und her. Das Ticket ist gleichzeitig auch der Fahrschein für dieses Angebot. Die Busse fahren alle 15 bis 30 Minuten. Übrigens: Das Ticket ermöglicht auch freie Fahrt im ÖPNV, und zwar am ganzen Veranstaltungstag (1. Juni) und bis sieben Uhr am Morgen des Folgetages. (ebu)
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