Karnevalsauftakt in Köln

390 Rettungseinsätze, 173 Wildpinkler – erste Bilanz zum 11.11 in Köln

  • schließen

Köln feiert die Sessionseröffnung des Karnevals am 11.11. Dabei bleiben Einsätze für Ordnungsamt und Rettungsdienst nicht aus. Die Stadt zieht Bilanz.

Köln – Während die Jecken nach der Sessionseröffnung am 11. 11 in Köln langsam von der Zülpicher Straße in andere Viertel abwandern, zieht die Stadt eine erste Bilanz zu Einsätzen von Rettungsdienst und Ordnungsamt. Zum Beginn des Kölner Karneval hatte die Polizei am Nachmittag mitgeteilt, dass die Lage in der Stadt soweit unter Kontrolle sei. Für die Jecken, die an der Zülpicher Straße und Umgebung feierten, galten in diesem Jahr besondere Regeln. An die sich jedoch nicht alle hielten, wie Reaktionen von Gastronomen, Anwohnern und der Politik zum 11.11. in Köln zeigen.

Köln: Sessionseröffnung am 11.11 – Zahlreiche Einsätze für Rettungsdienst und Ordnungsamt

Die ersten Jecken zogen bereits in den frühen Morgenstunden in die Kölner Innenstadt. Bis 16 Uhr am Nachmittag gab es dann für die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei etliche Einsätze:

  • 123 sogenannte „Präventivgespräche“ zum Thema Jugendschutz führten die Mitarbeiter vom Ordnungsdienst – 107 davon im Zülpicher Viertel. (Vorjahr:206 insgesamt)
  • In 80 Fällen mussten Jugendliche ihren mitgebrachten Alkohol entsorgen, davon 51 allein im Viertel um die Zülpicher Straße
  • 173 Wildpinkler hat der Ordnungsdienst erwischt, eine Mehrzahl (122) ebenfalls im Zülpicher Viertel. Sie erwartet nun ein Bußgeld von bis zu 200 Euro
  • 20 „hilflose Personen“ musste der Ordnungsdienst betreuen
  • Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hatte im Kwartier Latäng Unfallhilfestellen aufgebaut: Hier gab es 255 Behandlungen. Dabei mussten 62 Personen ins Krankenhaus gebracht werden
  • 166 Jecken halfen die Fußtrupps des DRK – den meisten wegen „Alkoholproblemen“
  • 213 ehrenamtliche Helfer von Maltesern, DLRG und Johanniter-Unfallhilfe waren im Einsatz. Bis 16 Uhr versorgten sie 91 Personen mit gesundheitlichen Problemen. Zehn von ihnen mussten weiter ins Krankenhaus
  • 29 Einsätze gab es für die Feuerwehr
  • Der Rettungsdienst musste 390 Mal ausrücken. (Vorjahr insgesamt: 930) An einem normalen Tag seien es etwa 200, berichtet die Stadt.
  • Im Kwartier Latäng mussten 20 Autos (2022: 8) abgeschleppt und 59 Parkende (Vorjahr: 16) verwarnt werden.
  • 70 Fahrräder musste der Ordnungsdienst in der Nacht zum 11.11 im Bereich der Zülpicher Straße sicherstellen, in der Altstadt waren es 24.

Fotos vom 11.11. in Köln: So voll war es an der Zülpicher Straße

Jecken drängen sich auf der Zülpicher Straße am Nachmittag des 11.11.
Auch am Nachmittag drängen sich Jecken auf der Zülpicher Straße dicht an dicht. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Dicht gedrängt, größtenteils verkleidet – so feiern Tausende den 11.11. auf der Zülpicher Straße in Köln. © Thomas Banneyer/dpa
Unzählige junge Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Gerade am Zülpicher Platz und der Zülpicher Straße stehen tausende Menschen sehr eng gedrängt. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße
Ein König und ein Batman machten es sich auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße bequem.  © Christoph Reichwein/dpa
Jecken sammeln sich in einer Bahnunterführung im Zülpicher Viertel
Auch in Bahnunterführungen herrscht dichtes Gedränge. © 24RHEIN
Jecken auf der Zülpicher Straße laufen durch Müll
Auf den Straßen liegt bereits einiges an Müll.  © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Polizisten laufen durch Straßen voller Müll
Polizisten müssen ebenfalls leeren Kölsch-Fässern, Flaschen und sonstigem Müll ausweichen. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Jecken am Zülpicher Platz, überall liegt Müll
Der Zülpicher Platz gleicht einem einzigen Schlachtfeld voller Müll. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Leere Alkoholflaschen auf einem Zeitungskasten. Im Hintergrund Jecken beim Feiern.
Auf Zeitungskästen sammeln sich leere Flaschen, während die Jecken weiter durch die Straßen ziehen. © Thomas Banneyer/dpa
Karnevalisten stehen verteilt auf der ganzen Luxemburger Straße in Köln.
Da das Zülpicher Viertel abgesperrt ist, sammeln sich die Menschen auch immer mehr auf umliegenden Straße wie der Luxemburger. © 24RHEIN
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Die Zülpicher Straße ist am 11.11. in Köln wieder der große Feierhotspot. Seit dem Morgen sind alle Zugänge gesperrt. © Thomas Banneyer/dpa
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr.
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt © Christoph Reichwein/dpa
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum © Thomas Banneyer/dpa
Jecken strömen zu einem Zugang der Luxemburger Straße
Auch an den Zugängen zur Luxemburger Straße versammeln sich immer mehr Menschen. © 24RHEIN
Jecken in Scharen auf dem Weg zur Uniwiese
Immer mehr Jecken strömen in Richtung der Entlastungsflächen. © 24RHEIN
Feiernde auf den Entlastungsflächen
Schon jetzt sind die Entlastungsflächen gut ausgelastet. © 24RHEIN
Jecken versammeln sich um Dixi-Klos
Auch an den Toiletten brauchen Jecken Geduld.  © 24RHEIN
menschenmassen im Zülpicher Viertel
Im Zülpicher Viertel gibt es bereits kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete Menschenmassen auf der Zülpicher Straße
Auf der Zülpicher Straße versammelten sich schon früh viele Jecken, um zu feiern. © 24RHEIN
Ordner halten Feiernde zurück
Die Zugänge zur Zülpicher Straße wurden alle dicht gemacht.  © 24RHEIN
Viele junge Feiernde strömen zu einem Zugang der Zülpicher Straße
Bereits am Morgen strömten viele junge Menschen in Richtung Zülpicher Straße.  © 24RHEIN
Jecken stehen an einem Eingang zur Zülpicher Straße an
An den Zugängen zur Zülpicher Straße bildeten sich bereits früh lange Schlangen. © 24RHEIN
verkleidet Jecken drängen dicht an dicht auf der Zülpicher Straße
Entlang der Zülpicher Straße drängen sich immer mehr verkleidet Jecken dicht an dicht. © Thomas Banneyer/dpa
Auf einer Anzeigetafel steht „Zülpicher Viertel geschlossen“
Kurz nach 9:30 Uhr wurden wegen des großen Menschenandrangs bereits die Zugänge zum Zülpicher Viertel geschlossen. © 24RHEIN
Feiernde am Zülpicher Platz
Am Zülpicher Platz war es am Morgen ebenfalls schon sehr voll. © 24RHEIN

Bereits in den frühen Morgenstunden war die Zülpicher Straße am Kwartier Latäng so voll, dass die Zugänge gesperrt wurden. Manche fiebern dem Sessionsbeginn regelrecht entgegen und haben ganz eigene Gründe, warum sie den 11.11 in Köln feiern möchten. Andere, die etwa aus dem Ausland anreisen, müssen sich an die Feierei und den Alkoholkonsum noch gewöhnen. So zeigte sich ein Brite sehr überrascht über das Treiben in der Stadt – reagierte dann aber genau richtig. (ebu)

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/imago

Kommentare