KVB-Streik am Mittwoch – was ausfällt und was fährt im Überblick
VonBenjamin Stroka
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Der Streik bei der KVB ist gestartet. Auch am 6. März sollen alle Bahnen in Köln ausfallen und nur wenige Busse fahren. Die Infos zum Streik im Überblick.
Köln – Der aktuelle Streik im ÖPNV war kaum beendet, da wurde schon der nächste angekündigt. Die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche erneut zum Streik bei Bus und Bahn in NRW und in Köln aufgerufen. Seit Dienstag (5. März) steht der ÖPNV in Köln wieder still. Bis Donnerstagmorgen (7. März) soll der Streik dauern. Das hat die KVB in Köln am Freitagnachmittag (1. März) mitgeteilt. Der Streik findet laut Verdi wieder in weiten Teilen von NRW statt. Dutzende Städte sind betroffen, darunter auch die Rheinbahn in Düsseldorf oder die SWB in Bonn.
KVB-Bahnen fahren am Dienstag und Mittwoch – nur wenige Busse
Der neue Streikaufruf trifft Pendlerinnen und Pendler in Köln erneut schwer. Denn schon am 29. Februar und am 1. März standen die Bahnen und die meisten Busse der KVB still. Weniger als eine Woche später folgt nun schon der nächste Streik. Und die Auswirkungen werden wieder ähnlich sein. Der Streikaufruf bedeute, „dass ab Dienstag, 3 Uhr, keine Stadtbahn-Fahrten der KVB stattfinden und nur die durch Subunternehmen durchgeführten Busfahrten erfolgen können“, teilt die KVB mit.
Das gilt laut KVB-Angaben auch für die gemeinsam mit den SWB in Bonn betriebenen Stadtbahn-Linien 16 und 18. Denn auch der ÖPNV in Bonn soll bestreikt werden. Der reguläre Betrieb der KVB soll erst wieder zum Betriebsbeginn am Donnerstag (7. März) aufgenommen werden.
KVB-Streik am Dienstag (5. März) und Mittwoch (6. März)
► Gestreikt wird von Dienstag (5. März), 3 Uhr bis zum Betriebsbeginn am Donnerstag (7. März), 3 Uhr.
Wieder KVB-Streik: Welche Alternativen haben Pendler in Köln?
Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen, wie beispielsweise auch die Mittelrheinbahn, sind vom Verdi-Streik nicht betroffen. Dort sollten am Dienstag und Mittwoch die Züge also regulär fahren. Das könnte zumindest teilweise eine Alternative für Pendlerinnen und Pendler in Köln bedeuten. Denn gerade die Züge der S-Bahn Köln fahren auch mehrere Kölner Stadtteile an. Auch die KVB empfiehlt, während des Streiks auf S-Bahnen, Regionalbahnen und RE-Züge auszuweichen.
„Innerhalb der räumlichen Geltungsbereiche im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gelten die Tickets der KVB-Kunden auch in diesen Verkehrsmitteln“, betont die KVB. Zudem können die KVB-Räder auch an den Streiktagen normal genutzt werden.
Der erneute Streik hängt weiterhin mit den aktuellen Verhandlungen um einen neuen Manteltarifvertrag zwischen der Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern zusammen. Verdi fordert unter anderem mehr freie Tage und deutlich weniger Belastung für die rund 30.000 Beschäftigten im ÖPNV in NRW. „Der dramatische Arbeitskräftemangel im ÖPNV führt zu einer enormen Belastung der Beschäftigten und hohen Krankenständen. Auch in Nordrhein-Westfalen braucht es deshalb dringend tarifliche Lösungen, um den Nahverkehr zukunftssicher aufzustellen“, sagte Peter Büddicker, Branchenkoordinator Busse und Bahnen bei Verdi, am Freitag (1. März).
Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern sollen am 11. und 12. März in Dortmund fortgesetzt werden. Verdi will aber mit vier Streiktagen innerhalb von nur sieben Tagen offenbar zuvor schon den Druck massiv erhöhen. (bs)