„Wir geben jetzt alles“: Aktivisten wollen Widerstand gegen Lützerath-Räumung lange durchzuhalten
VonJohanna Werning
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Luisa Neubauer ist sich sicher, dass die Politik nicht mit soviel Widerstand gegen die Lützerath-Räumung gerechnet hat. Aber: „Es geht um alles.“
Erkelenz – Die Politik hat nach Meinung von Klimaaktivistin Luisa Neubauer nicht mit soviel Widerstand gegen die Lützerath-Räumung gerechnet. „Man merkt, dass anscheinend unterschätzt wurde, welche Kraft in diesem Ort steckt“, sagte Neubauer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Lützerath.
„Wir geben jetzt alles“: Klimaaktivistin Neubauer in Lützerath
„Hier zeigt eine Gesellschaft, dass sie versteht: Es geht um alles“, betont Neubauer. „Das Dorf hier ist überlaufen von Menschen, die aus der ganzen Republik angereist sind. Und das ist keine ganz unkomplizierte Anreise. Da gibt es viele gesperrte Straßen und Polizeibarrikaden. Aber das nehmen die Menschen auf sich.“
Was passiert aktuell in Lützerath?
► Der Energiekonzern RWE will das zu Erkelenz gehörende Dorf Lützerath abreißen, um die darunter liegende Kohle abzubaggern.
► Hunderte Klimaaktivisten haben die verlassene Siedlung jedoch besetzt und wollen sich der angekündigten Räumung widersetzen. Man sei entschlossen, den Widerstand gegen die Räumung lange durchzuhalten.
Man sei entschlossen, den Widerstand gegen die Räumung lange durchzuhalten, sagte Neubauer. „Wir geben jetzt alles. Das hier ist erst der Anfang. Die große Demo ist am nächsten Samstag. Was ich so eindrücklich finde, ist: Hier vor Ort sind Menschen aus den unterschiedlichsten Generationen und Milieus: kleine Kinder in Regenhosen, aber auch ihre Großeltern. Hier sind die Aktivisten, die seit Monaten die Infrastruktur aufgebaut haben, aber eben auch Menschen, die einem ganz normalen Alltag nachgehen und verstehen: ‚Hey, jetzt kommt‘s auf uns an‘.“
Lützerath vor der Räumung: Das ist bis jetzt passiert
Die rechtliche Grundlage, auf der der Widerstand stattfinde, sei ein demokratisch zustande gekommener, internationaler Vertrag, nämlich das Pariser Klimaabkommen, hinter dem auch der Bundestag stehe. „Wenn unsere Regierung diesen Vertrag unterläuft, kann sie nicht erwarten, dass wir die Hände in den Schoß legen“, so Neubauer. (jw mit dpa)Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.