Prognose

Wetterlage in NRW verschärft sich – „heftiges Schneetreiben“ droht

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Nach dem Bibber-Wetter kommt der Schnee nach NRW – zum Teil bis ins Flachland. Es droht Glätte. Ab Mitte kommender Woche könnte es dann ganz dick kommen.

Hamm - Über mangelnde Wetter-Abwechslung in diesem Winter kann sich in Nordrhein-Westfalen niemand beschweren. Erst gab es Dauerregen mit Hochwasser – gefolgt von bitterer Eiseskälte mit zweistelligen Minustemperaturen und dann auch noch Blitzeis mit vielen Unfällen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Jetzt kündigt sich zum Wochenstart Schnee bis ins Flachland an. Mitte der kommenden Woche könnte es dann ganz dick kommen.

Wetter in NRW: Erst Glätte, nun Schnee – Vorgeschmack auf die „Schneewalze“?

Nach den extremen Temperaturen der vergangenen Tage wurde es zum Wochenende hin wieder etwas wärmer. Kalt blieb es dennoch. Bei Graden um den Gefrierpunkt und etwas darunter waren am Samstag, 13. Januar, gefrierender Sprühregen oder Schneegriesel und Schnee mit Glätte nicht ausgeschlossen. Autofahrer gerade in höheren Lagen von Sauerland und Eifel mussten auf der Hut sein.

Das gilt in noch größerem Maße für den Sonntag, 14. Januar. Bei „schauerartigen Niederschlägen“ (DWD) wird es richtig ungemütlich. Im NRW-Flachland kommen sie meist als Regen oder als Schneeregen herunter – und im Bergland als Schnee mit entsprechender Glätte. Bei der unterscheiden Experten übrigens zwischen mehreren Arten und Eigenschaften, was besonders für Autofahrer von Belang ist. In den höheren Lagen von Ostwestfalen drohen am Sonntag zusätzlich starke bis stürmische Böen.

Das Wetter am Wochenende in NRW bis Dienstag laut DWD

  • Montag, 15. Januar: Wechselnd bis stark bewölkt und schauerartige Niederschläge, anfangs oft als Schnee, später im Flachland kurzzeitig auch als Schneeregen. Dabei Glätte. Höchstwerte von 1 bis 4 Grad, in Hochlagen bis -3 Grad. In der Nacht zu Dienstag wechselnd bewölkt und einzelne Schneeschauer sowie verbreitet Glätte bei -1 bis -3 Grad, in Hochlagen bis -6 Grad.
  • Dienstag, 16. Januar: Wechselnd bewölkt, mit vereinzelten Schneeschauern, die im Tagesverlauf abklingen. Höchstwerte 1 bis 3 Grad, in Hochlagen -4 bis 1 Grad. In der Nacht zu Mittwoch weitgehend niederschlagsfrei bei -2 bis -5 Grad, in Hochlagen bis -8 Grad. Örtlich Glätte.
  • Mittwoch, 17. Januar: Zunächst meist niederschlagsfrei, später vor allem im Süden Schneefall möglich. Höchstwerte zwischen 0 und 3 Grad, in Hochlagen bis -3 Grad. In der Nacht u Donnerstag dann wieder im Süden Schneefall mit Glätte. (Stand 14. Januar, 20 Uhr)

Ausgerechnet zum Berufsverkehr am Montagmorgen, 15. Januar, verschärft sich die Wetterlage. In der Nacht geht der Regen auch im Flachland in Schnee über. Der DWD warnt vor Glättegefahr. Und „ab 200, 300 Meter kann es richtig weiß werden“, sagt Dominik Jung von wetter.net.

Wetter in NRW: Luftmassengrenze könnte ab Mittwoch „Schneewalze“ bringen

Das alles ist jedoch nichts im Vergleich zu dem, was sich ab Mittwoch, 17. Januar, über der Mitte Deutschlands zusammenbraut. Dort baut sich eine Luftmassengrenze auf, die uns eine „Schneewalze“ (Jung) bescheren könnte. Es droht „heftiges Schneetreiben“ von NRW bis Sachsen, „zum Teil 20 bis 35 Zentimeter Neuschnee bis nächsten Sonntag“, sagte Jung am Donnerstagmorgen (11. Januar) mit Blick auf das europäische Wettermodell. Eisregen und gefrierende Nässe nicht ausgeschlossen.

Ob Nordrhein-Westfalen ab Mitte kommender Woche tatsächlich im Schneechaos versinkt, ist noch ungewiss. Die Berechnungen schwanken je nach Modell und Tag. Neue Daten von Freitagmorgen, 12. Januar, sahen die Zone deutlich weiter im Süden, in Höhe des Rhein-Main-Gebiets. „Die Luftmassengrenze wird auch in den nächsten Tagen immer nochmal hin und her gerechnet werden. Mal 50 bis 100, 200 Kilometer weiter nach Norden, dann wieder weiter nach Süden. Es ist ein munteres Hin und Her“, so Jung.

Schnee ist des Autofahrers Leid und des Wintersportlers Glück. In der Wintersport-Arena Sauerland werden am Wochenende bis zu 50 Lifte zum Skifahren, Snowboarden und Rodeln öffnen – darunter auch ein langersehntes Millionenprojekt.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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