Am Fliegerhorst Nörvenich in NRW starten regelmäßig Eurofighter und Tornado der Bundeswehr. Doch wozu dienen die Flüge der Bundeswehr-Kampfjets?
Nörvenich – Im Kreis Düren befindet sich einer der wichtigsten Bundeswehr-Standorte in NRW: der Fliegerhorst Nörvenich. Vom Standort der deutschen Luftwaffe starten immer wieder Flüge von Eurofighter und neuerdings auch Tornado-Kampfjets. So werden auch über ganz Nordrhein-Westfalen immer wieder Flüge gehört und gesichtet.
Bundeswehr in NRW: Eurofighter- und Tornado-Starts vom Fliegerhorst Nörvenich
Der Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf das Handeln der deutschen Bundeswehr. „Die Bundeswehr ist vorbereitet und erhöht derzeit weiter ihre Bereitschaft“, teilte das Bundesverteidigungsministerium am 24. Februar 2022 mit. Dies hat zur Folge, dass man seitdem mehr militärische Bewegungen im öffentlichen Raum wahrnehmen kann.
Kampfjet-Flüge vom Fliegerhorst Nörvenich: Warum fliegen sie über NRW?
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Krieg in der Ukraine und den Flügen aus und über NRW gibt es derzeit wohl nicht. Bei den Starts der Eurofighter und Tornado handelt es sich laut Bundeswehr um Übungsflüge zur Ausbildung der Einsatzkräfte. Auf 24RHEIN-Anfrage hielt sich die Luftwaffe in Bezug auf aktuelle Flüge derweil bedeckt. Lediglich, dass in Nörvenich Eurofighter stationiert sind, bestätigte ein Sprecher. Weitere Informationen gab es auf Nachfrage mit Verweis auf die Geheimhaltung nicht.
Eurofighter, Tornado, A350: Diese Flugzeuge gibt es bei der Bundeswehr
Die immer wieder gesichteten Kampfjets und ihre Piloten gehören dem am Fliegerhorst Nörvenich stationierten Taktischen Luftwaffengeschwader 31 („Boelcke“) an. Dieses ist dem Luftwaffentruppenkommando in Köln-Wahn unterstellt, welches sich direkt am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn befindet. Neben einigen weiteren kleineren Dienststellen der Bundeswehr befindet sich in Nörvenich die Kaserne Haus Hardt, in der die rund 1850 Soldaten untergebracht sind.
Seit Sommer 2022 sind am Fliegerhorst Nörvenich neben 30 Eurofighter Typhoon auch 25-Tornado-Kampfjets stationiert. Diese wurde vorerst bis 2026 vom Fliegerhorst Büchel nach Nörvenich verlegt. Die Möglichkeiten sind generell sehr groß, denn auf dem Militärflugplatz können fast alle Flugzeugtypen landen.
Fliegerhorst Nörvenich
Adresse/Standort
Fliegerhorst, 52388 Nörvenich
Eröffnung
1954
Betreiber
Luftwaffe (Bundeswehr)
Beschäftigte
450 Zivil, 1850 Soldaten
07/25 (Start- und Landebahn)
2439 m × 45 m Asphalt
ICAO-Code
ETNN
Koordinaten
50° 49′ 52″ N, 6° 39′ 29″ O
Höhe über MSL
118 m (387 ft)
Eurofighter und Tornado am Fliegerhorst Nörvenich – das sind ihre Aufgaben im Einsatz
Neben Übungsflügen werden vom Fliegerhorst Nörvenich auch regelmäßig Manöver geflogen. Unter anderem gemeinsam mit der israelischen Luftwaffe, mit der das taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ besonders enge Beziehungen pflegt. Sobald das taktische Luftwaffengeschwader 31 in den aktiven Einsatz geht, gehört zu seinen Aufgaben beziehungsweise Aufträgen: Abriegelung aus der Luft (Schwächung oder Ablenkung des Gegners), Bekämpfung von feindlichen Luftstreitkräften am Boden und Luftnahunterstützung. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Dieser Text wurde am 7. November 2022 inhaltlich aktualisiert und auf den aktuellen Stand gebracht.